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Der Israelit · 1893-08-14 · Heft 65 (14.8.1893) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 65 (14.8.1893)
Date
1893-08-14
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Xxxrr. Jahrgang. jfe 65. Der Israelis Sin Gentrat-Hrgan für das orlHodo-ee ZudenIHum. Begründet von Dr. Seemann ln Wlain^ Montag, den 14. August 5653 (1893). Leitender Artikel. Sprüche der Mater. Fünftes Buch. VIII. Mainz, 13. August. r6'sn x*? enpon n»aa irmax^ wya n»dj mpy ca^iyo mpn ^2 mon 66'. ttmpn *wa mo nw Dva Pna;na^ np jrrx x?i D»naDDn non au* rwoa nnsJ x!?i naiyon *sy bw »x d»dim iaa xPi Dmsan □npn »naoi "iDiya bios nsdj x^n jwyn -noy nx rrnn teru p’Tn x^i cmn D’innie'Di D'si£s onoiy o’Jsn Dr6ai oipon 6 “in nar6 din “idx x^i o^iyo' b60wa anpjn . G6»*iTa ]6xff „Zehn Wunder geschahen unseren Vätern im Tempelhetligthum: Der Duft des geheiligten Opferfleisches hatte keine Fehlgeburt zur Folge, nie gin g das geheiligte Opferfleisch in Verwesung über, es wurde keine Fliege in der Schlachtstätte (des Tempels) gesehen, cs traf den Hohepriester keine Unreinhhett am Versöhnungstage, es verlöschte kein Regen das Feuer des (auf dem Altar) ausgeschichteten Holzes, kein Wind bewältigte die Rauchsäule (des Altars), es ereignete sich keine Untauglichkeit an dem Omer, an den beiden Br öden (für das Schabuothfest) und an dem Schaubrode, stehend waren sie dicht gedrängt und hatten reichlichen Raum, sobald sie sich niederwarfen, weder Schlange noch Skorpion richteten je in Jeruscholajim einen Schaden an, und es sagte keiner je zu seinem Genossen, der Platz ist mir zu eng, um in Jeruscholajim zu übernachten." Im Talmud (Joma, fol. 21) werden die hier aufgezählten Wunder noch durch eine Anzahl anderer ergänzt, die sich ebenfalls im Tempelheiligthum vollzogen. Wenn unsere Mifchna sich nur auf die zehn von ihr aufgezählten beschränkt, so dürfte die Erklärung dafür in dem scheinbar überflüssiger Weise beigefügten lrmax^ zu suchen sein. Die Wunder, die sich an das Tempelheiligthum knüpften, hatten im Allgemeinen den Zweck, die stete Gegenwart Gottes an dieser von Ihm erkorenen, Ihm geweihten Stätte zu manifestiren. Die hier aufgezählten Wunder dienten aber außer diesem allgemeinen Zweck der Auszeichnung des Tempelheiligthums, noch derjenigen unserer Väter. Es waren Wunder, die unseren Vätern geschahen und welche, als die treue Väterfitte zur Zeit des zweiten Tempels zu schwinden begonnen hatte, zum Therl auch ausvlteben. Es sind göttliche Veranstaltungen, die wiederkehren können, so wunderbar sie uns auch scheinen, sobald wir wieder würdige ^öhne unserer Väter sind; ja, die nicht nur wiederkehren können, die tatsächlich wieder eintreffen und schon unzählige Male sich wiederholt haben, die sich noch heute wiederholen, wo der alte Ahnengetst und die alte Ahnenthat die Geister und Gemüther der Enkel belebt und ihr Leben gestaltet. »*mnxn D’JWfrn mp »xd va>6 xds m n6 ivx — — xd’J y? ammo xPn px xjff 'Xlli XD’J irS sb px oam nzmpx noo xp nn ’xisp ^"x .oarn nampx ]»»sa p”tDD „Warum sind den Altvorderen Wunder geschehen, und warum geschehen uns keine Wunder2 Die Altvorderen haben ihr Leben hingegeben für die Heiligung des Gottesnamens, und wir geben unser Leben nicht hin für die Heiligung des Gottesnamens." (Talmud Berachoth fol. 20.) Wir haben die Kraft zu glauben und zu vertrauen, an Gott zu glauben und Ihm zu vertrauen verloren. Wenn wir die Kunde hören von dem übernatürlichen Eingreifen der göttlichen Wallung in das Lebensgeschick der Menschen, so schütteln wir zweifelnd und ungläubig das Haupt und verweisen das, was unsere Väter als erfahren und

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