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Der Israelit · 1893-07-24 · Heft 59 (24.7.1893) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 59 (24.7.1893)
Date
1893-07-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXXIV. Jahrgang. Der Israelit Ein Gentrat-Hrgan für das orthodore Iudenlhum. Begründet von Br. Lehman« in Mainz. Montag, den 24. Juli 5653 (1893). Leitende Artikel. Sprüche der Witter. Fünftes Buch. II. Mainz, 23. Juli. d»bn *pN HDD ynin^> m ny d-wd nnn mtpy 'o nN N'nnr ny ym pD'yDD vn nnnn hw vxh n»3 ymn^ iyii* cman ijn roo nnn rrwv bnon H2w ny i’fcoi vd'Vsd vn nnnn biv v:b^> dw tw . Dta ^>3pl dhidn Zehn Geschlechter waren von Adam bis Noach, um kund zu thun, wie siel Langmuth vor Gott ist, denn alle vtese Ge schlechter erzürnten Gott fort und fort, bis er über sie die Wasser der Fluth brachte. Zehn Geschlechter waren von Noach bis Abraham, um kund zu thun, wie viel Langmuth vor Gott ist, denn alle diese Geschlechter erzürnten ihn fort und fort, bis Abraham, unser Vater, kam und den Lohn aller empfing. Die vorhergehende Mischna hat uns die Schöpfung des ganzen Universums in zehnfacher Gliederung durch zehnfachen Gottesausspruch vergegenwärtigt, um daran die Wahrheit zu knüpfen, daß die ganze Welt im Dienste der Erziehung des Menschen, dieses letzten und höchsten Produkts der göttlichen Weltschöpfung, steht. „Um strafende Vergeltung zu üben an den Schlechten, die diese Welt zu Grunde richten und den guten Lohn den Gerechten zu geben, welche die Erhaltung dieser Welt fürder n." Daß es thatsächlich oft in dieser Welt den Anschein hat, als heimsten die Schlechten die Güter dieser Welt in Hülle und Fülle ein und als wäre den Gerechten Verkümmerung und Unsegen beschieden, steht mit dieser Wahrheit in grellem Widerspruch. Dieses alte Problem, das uns in den Vätersprüchen des vierten Buches wiederholt beschäftigt hat, erscheint hier in einer neuen Sette durch den Hinweis auf die zehn Generationen, von Adam bis Noach und von Noach bis Abraham. Diese zehn Geschlechter zwischen Adam und Noach werden in der Thora an folgende Namen geknüpft: Adam, Scheth, Enosch, Kenan, Mahalallel, Jered, Chanoch, Mesuschelach, Lemech, Noach. Sie umfassen einen Zeitraum von 1656 Jahren, der zwischen der Schöpfung der Welt und ihrer Verwüstung durch die Wafferfluth liegt. Die zehn Generationen von Noach bis zu Abraham umfassen einen Zeitraum von 348 Jahren u».d r»üpsc.. sich un.' Gchem, rurpachlchad, Schelach, Eber, Peleg, Reu, Serug, Nachor, Terach, Abraham. Die zweitausend Jahre, welche diese zwanzig Geschlechterreihen ausfüllen, repräsenttren die ’jv imn die Zeit des geschichtlichen Chaos, die scheinbar für die Erziehung des Menschengeschlechts so spurlos vorübergingen, daß unser Väterspruch nach einem Motiv für ihre bloße Erwähnung und Aufzählung in der Thora sucht. Daß Gott in Folge der sittlichen Verderbtheit der Menschen ihren Untergang durch eine Wafferfluth herbeiführte, aus der nur Noach mit seiner Familie gerettet wurde, hätte uns ohne Aufzählung der übrigen untergegangenen Geschlechter berichtet werden können. Es werden uns diese Generationen aber vorgeführt, um daran die unfaßbare göttliche Langmuth uns zum Bewußtsein zu bringen, damit auch wir sie uns, soweit dies Menschen möglich ist, aneignen. Freilich ist menschliche Beschränktheit und Kurzlebigkeit niemals in der Lage, Gottes Langmuth auch nur zu begreifen, geschweige denn sie zu üben. Nur Gott, der von Ewigkeit bis Ewigkeit alle Geschlechter umspannt, dem Niemand entgeht, der deßhalb Jahre, Jahrzehnte, Jahrhunderte lang warten kann und füglich doch jedem gerecht wird, nur Er kann langmüthig sein. Aber an diesem

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