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Der Israelit · 1893-05-25 · Heft 42 (25.5.1893) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 42 (25.5.1893)
Date
1893-05-25
Page
– (sequence 12)
Language
German
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7S« Gietzen, 23. Mas. Wir erhalten folgende Zuschrift: In Nr. 38 d. Bl. wird aus Gießen mttgethetlt, die Beerdigung des Staatsraths Sack aus Petersburg habe auf dem städtischen Fried- Hofe hier stattgefunden und Herr Dr. Bärwald aus Frankfurt habe am Grabe dessen große Verdienste um die russischen Juden hervorgehoben. Haben Sie die Gefälligkeit, das Elftere zu berichtigen und das Zweite zu ergänzen. Herr Sack ist nicht auf dem städtischen, sondern auf dem jüdischen Friedhofe hier, der ein abgesonderter Theil des städtischen bildet, beerdigt worden; und Herr Dr. Bärwald hat erst gesprochen, nachdem Herr Rabbiner Dr. Levi die Grabrede gehalten hatte. (Wir übernahmen die betr. Notiz, so wie sie lautete, aus einer Oberhessischen Zeitung. Redaction.) Berlin, 23. Mai. Am Samstag ist von dem Provinzial-Schulcollegium die Dienstentlassung Ahlwardts als Rectors der städtischen Gemetndeschule verfügt worden. Es scheint der Ausgang des endlosen Discivlinarverfahrens gegen ihn gar nicht abgewartet worden zu sein. Gegen diese Verfügung steht dem Entlassenen nur die Beschwerde an den Minister zu. Altona, 23. Mai. Wie ich nach den zuverlässigsten Informationen erfahre, entbehrt die vom „Hamburger Korrespondent", und „Berliner Tageblatt", sowie auch vom „Israelit" gebrachte Mittheilung, daß gegen die Gültigkeit der Wahl des Herrn Distrikts-Rabbiner Dr. Deutsch zu Burgpreppach zum Oberrabbiner der hiesigen hochdeutschen Jsraeliten-Gemeinde von irgend einer Seite Protest erhoben worden sei, jeder tatsächlichen Unterlage. England. London, 18. Mai. Mit schmerzlichem Bedauern haben wir hiermit das Ableben des hochverehrten pnsn imi Din yn Rabbi Jacob Rainowitz zur Kunde zu bringen. Derselbe fungirte beim hiesigen pi rva seit 17 Jahren und war wegen seiner bedeutenden talmudischen Kenntnisse, gepaart mit großer Bescheidenheit, allgemein beliebt und hochgeachtet. Als pow bvn war derselbe in Rußland, woselbst er in seiner Geburtsstadt Wilkowktz 30 Jahre das Rabbinat versah, hochberühmt, er wußte die vier Theile des inpwörtlich auswendig. — Dem Leichenbegängnisse folgten, obwohl dasselbe am Werktage während der Arbeitsstunden stattfand, über 5000 Personen, meistens Polen, der Arbeiterklasse angehörend. Aber auch die Vornehmsten der Gemeinde waren theilweise anwesend, theilweise würdig vertreten. Lord Rothschild sandte seinen Privatsekretär Mr. S. Asher, Mr. Samuel Montagu, Parlamentsmitglied, war selbst anwesend, ebenso Mr. Ellts Franklin, Mr. Simeons, Vorstand der Nordgemeinde. Den Zug eröffnete der Chief Rabbi Dr. Adler, der Chacham der portugiesischen Gemeinde Dr. Gaster, Dr. Friedländer, Dr. Lerner, der yi Revd. Spiers, Revd. Singer, sowie sämmtltche Prediger der Gemeinde. Herzzerreißend war der Augenblick, als sich der Leichenwagen in Bewegung setzte. Hunderte von polnischen Frauen jammerten laut und zerrauften sich die Haare, während eine große Anzahl von Männern sich an den Wagen anklammerten und die Strecke bis zum Begräbnißplatze, sechs Meilen betragend, zu Fuße zurücklegten. Die Polizei konnte nur mit Mühe der Menge Herr werden, um Unglücksfälle zu verhüten. — Rabbi Jakob Rainowitz erreichte ein Alter von 72 Jahren, hinterläßt eine Wittwe und drei verheirathete Töchter; einer seiner Schwiegersöhne ist der große Talmudist Rabbi Sußmann Cohen, yi zu Manchester. Nächsten Donnerstag Abends 7 Uhr, wird der Chief-Rabbi einen in der großen Synagoge abhalten. Briefkasten der Nedaetion. A. in E. Ihr Räthsel ist uns unverständlich, ain hat ja einen Zahlenwerth von 210. Briefkasten der Expedition. B. M. in New-Aork: Betrag oankend empfangen. P B. L. in Paris. Betrag dankend empfangen. _Anzeigen_ Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. S.&D.LÖlVENTHAL.Silberwaaren ,075 Frankfurt a. M., Zeil 25, Israel. Cultusgegenstande. fcufhf für mein Manusactur- und I kgpsnistt per sofort zur Stütze der I Aür meine Metzgerei suche einen kräftigen wlfUflr Confectionsgeschäft eine Ber l Hausfrau ein junges |ö Lehrjungen, käuferin (mos.). I Mädchen. Familienanschluß zugesichert. Bernhard Wassermann, 3502) M. Giske, Rathenow. [3451) Ä. Brasch, Lüneburg. [3447) Tauberbischofsheim.

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