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Der Israelit · 1893-05-18 · Heft 40-41 (18.5.1893) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 40-41 (18.5.1893)
Date
1893-05-18
Page
– (sequence 19)
Language
German
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775 Verhandlung in Cleve war, zwei der „Neuen deutschen Zeitung" in Leipzig entnommene Artikel, worin der Prozeß eine Juftrzkomödie genannt und der Vorsitzende, Herr Landgerichtsdirektor Kluth, sowie der Erste Staatsanwalt, Herr Baumgardt, beleidigt worden waren. Das Gericht erkannte heute gegen den angeklagten früheren Redakteur Schriftsetzer Michel auf einen Monat Gefängniß. vermischtes. Wien, 2. Mai. In unerwarteter Weise ist heute nach kurzer Krankheit im Atter von 58 Jahren ein Glaubensgenosse aus dem Leben geschieden, der zu den populärsten ärztlichen Erscheinungen Wiens gehörte und nicht nur in seinem Berufe außerordentlich gesucht war, sondern auch als Privatmann sich in allen Kreisen unserer Gesellschaft besonderer Beliebtheit erfreute. Neben dem Wirken des Professors Schnitzler als Laryngoskop und Arzt für innere Krankheiten, hat auch die Entschiedenheit und der Eifer, mit welchen er erfolgreich für die Gründung eines unserer ersten Humanitäts-Institute und Erhaltung der Poliklinik eingelreten ist, seinen Namen zu einem weitverbreiteten gemacht. Schnitzlers Hauptfach war die Laryngoskopie, zu deren hervorragenden Vertretern er gehörte; er war ein Mitglied jener von Türk geschaffenen Specialisten-Schule, deren Ruf sich weit über unser Vaterland hinaus verbreitet hat. Mit Dr. Ph. Markbreiter hatte er die „Wiener medicinische Presse" gegründet, welche er durch längere Zeit redigirte. Zuletzt war er Chef-Redacteur der „Internationalen klinischen Rundschau" und Herausgeber der „Klinischen Zeit- und Streitfragen". Schnitzler fungirte auch früher als Professor der Physiologie unv Pathologie der Stimme und Sprache am Wiener Conservatorium; er war ferner seit vielen Jahren Vereinsarzt des Journalisten- und Schriftstellervereins „Concordia" und dessen Pensionsfonds. Er veröffentlichte zahlreiche Arbeiten über Rachen- und Kehlkopf- Krankheiten, welche in verschiedenen medicinischen Zeitschriften, sowie selbstständig erschienen. Schnitzlers Clientel erstreckt sich bis in die höchsten Kreise. Er war ärztlicher Vertrauensmann bei Mitgliedern des Hofes und in vielen fürstlichen Familien, wie auch ganz besonders bei der Familie Cumberland und bei der Königin und Prinzessin von Hannover. Zu seinen höchsten Triumphen rechnete er, daß er den Bau des Spitals der Poliklinik in der Marian» nengasse unter der Aegide des Erzherzogs Rainer, welcher großes Vertrauen in Schnitzler setzte, zum glücklichen Ende führen konnte. Sein Leichenbegängniß war ein imposantes. Man sah die hervorragendsten Vertreter der Wissenschaft, der Kunst, den Vorstand der CultuSgemeinde re. Salonichi, im April. Unser Chacham-Baschi, Rabbi Jacob Hamanja Kowo ’"J, hat vor einigen Tagen einen ~i£D7l (Trauerandachl) für den vor Kurzem aus dem Leben geschiedenen Ehacham-Baschi von Jerusalem, Rabbi Raphael Meir Panisel, abgehalten, in welchem er seinem tiefgefühlten Schmerze für den Heimgegangenen in beredten, eindringlichen Worten Ausdruck verlieh. Auch aus zahlreichen anderen Städten des türkischen Reiches, so aus Smyrna, Konstantinopel, Aleppo, Damaskus, Bagdad, rc. liegen uns heute Berichte vor, welche melden, daß in allen diesen Städten QHEDn für den großen Verstorbenen stattgefunden 1 haben. n % t i Q e n. Für den folgenden Theil ist die Redaetion nicht verantwortlich. "I TDD Restauration 1DD MOSES MARX Welschnonneng. 34, vislWT A TTVT7 Welschnenneng. 34, vis-j ä-vis (lern ,,Mainz. Anz.“ a-vis dem „Mainz. Anz.“! Aeltestes Restaurant unter Aufsicht Sr. Ehrw. des Herrn Dr. Bondi. SHT" Vorzügliche Küche zu jeder Tageszeit. "WA Nur uw Wein von der Firma Hugo Bondi & Co. Festessen und Hochzeiten werden stets übernommen undi billige sowie gute Bedienung zugesichert. Dass Herr M. Marx von hier in Bezug auf nnstO volles Vertrauen 222) verdient, bezeugt gern Dr. Bondi, Rabbiner. isEfiüind!u-u. Seiden SPECIAUTAT; in künsti^Hscher und solider vom einfachster, btszum feinsten Genre. jÜ!P JENNY BLEICHRODE, Berlin,SW. Friedrichstr?16. ET Rumannstrastc 11,^__ Rumannsiraste Nr. a. Jtiannov er Nr.» Pensionat und höhere Töchterschule. Gründliche wissenschaftliche und häusliche Ausbildung. Beste Referenzen. Prospekte durch die Vorsteherin (6733 Fräulein Jenny Lehmann. 8 -L Nerilimmt unb höhere Töchter- 4?Ul|UimU schule v. Fr. Schauer, Mainz. In dieser Anstalt finden junge Mädchen zu jeder Zeit Aufnahme. Wegen Prospecte und weiterer Auskunft wende man sich gefl. an obige Adresse. (2312 »ehrliuge, Bolontaire, Commis, Buchhalter und Rcifeudc können Stellung finden durch A. U 11 m » n n, Placirungs-Jnstitut, 4582) Würzburg. Prinzipale werden kostenfrei bedient.

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