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Der Israelit · 1893-05-11 · Heft 38 (11.5.1893) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 38 (11.5.1893)
Date
1893-05-11
Page
– (sequence 17)
Language
German
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XXXIV. Jahrgang. Meile Beilage M M 38 -es „Isrntlit“. Literarische Werichte. bNIDty Agadische Abhandlung über das Buch Samuel. Herausgegeben nach Konstantinopler (1522) und Venezianer (1546) Editionen mit Vergleichung der Lesarten der Parmaer Handschrift cod. 563, kritisch bearbeitet, commentirt und mit einer Einleitung versehen von Salomon Buber in Lemberg. — Krakau. — Verlag: Joseph Fischer, Grodgasse 62. Für die Kenner und Freunde unseres Schriftthums ist jede Publikation Rabbi Salomon Buber's eine wahre Herzensfreude. Seine zahlreichen bisher erschienenen Editionen haben ihn längst als einen jener Auserlesenen schätzen und verehren gelernt, ipino uw it nnno «»xid uw, der nur Vollendetes nach Form und Inhalt liefert. Auch die vorliegende Schrift reiht sich den früheren Veröffentlichungen des gelehrten Verfassers würdig an. Der Midrasch ist zwar in dem Zeitraum von 1517 bis 1874 schon elfmal im Druck erschienen, aber eine kritische Ausgabe, wie sie hier Buber liefert, und wie sie nur Buber liefert, existtrte bis jetzt nicht. Der Herausgeber hat besonders die zwei ersten, sehr seltenen Ausgaben und ein in der de Rossi'schen Bibliothek befindliches Manuscript zur Grundlage einer kritischen Feststellung des Textes benutzt. Voran geht eine an immenser Gelehrsamkeit und Belesenheit reiche Einleitung, welche sich in 8 Capitel gliedert. Das erste Capitel handelt über Namen, Entstehungsweise, Zeit und Ort des veröffentlichten Midrasch. Der Verf. tritt der Ansicht von Zunz, der diesen Midrasch als einen der jüngsten bezeichnet, mit schlagenden Beweisen entgegen, ohne aber eine genaue Zeit seiner Abfassung angeben zu können. Cap. II. behandelt die Quellen, deren sich der Midrasch Schemuel bedient hat, es sind deren 17 aufgezählt. Es folgt dann in Cap. III ein alphabetisches Verzeichniß aller Tanaim und Amoraim. welche in diesem Midrasch genannt sind. Diesem reiht sich in Cap. IV ein Verzeichniß aller fremden Worte an, die sich in diesem Midrasch vorfinden, mit einem Hinweis auf die Stellen, wo dieselben erklärt sind. Im Cap. V werden alle Schriften zusammengestellt, welche diesen Midrasch citiren, es sind deren 20 aufgeführt. Der Beschreibung des Manuskriptes von Parma ist das VI. Capitel gewidmet, dem dann das VII. Cap. mit der Aufzählung aller bisherigen Ausgaben des *)wd» anno folgt und es schließt mit einem vergleichenden Verzeichniß derjenigen Aussprüche, die der Midrasch Jalkut dem vorliegenden Midrasch entlehnt hat. Für die Kenner genügt die bloße Aufzählung der Kapitel-Ueberschriften, um sie das reiche Material ahnen zu lassen, das hier aufgehäuft wird. — Der darauf folgende Midrasch zeichnet sich durch die übersichtliche Darstellung und Emtheilung des Ganzen und besonders durch die reiche Fülle kritischer Anmerkungen aus, die jeder Seite beigegeben sind. — Die schöne buchhändlerische Ausstattung entspricht dem gediegenen Inhalte des ganzen Werkes.; E. Der Messias der Juden. — Roman von H. v. Maltzan, Reichsfreiherr zu Wartenburg und Penzlin. Verlag Landsberg, Oldenburg i. G. Tribunen, Demagogen Pseudo-Messiasse und dergleichen Volks-„Führer" sind stets gesuchte und beliebte Helden für Romane gewesen, z. B. Bar Kochba von Heigel behandelt. Auch Sabbatat Zewi, der Held des Maltzan'schen RomanS, ist schon mehrfach zum Träger einer Erzählung gemacht worden. Sachor Massoch „dichtete" eine Geschichte von Sabbatai Zewi, durch welche er eine etwas schlüpfrige These — sein Lieblingsthema — beweisen will. Vor Jahresfrist erschien im „Israelit" eine Darstellung von Sabbatai Zewi. Dieselbe trat einfach als Erzählung auf, ohne den Pomp und die Pretention eines Romans. Es wurde in ihr historisches mit schriftstellerischem Geschick ernsthaft gebraucht, und zu einem spannenden Bilde ausgemalt. Der Verfasser v er w er thete die Geschichte, aber er spielt nicht mit ihr. Wie weit die dichterische Licenz des Geschichts- Romanschriftstellers geht, darüber gehen die Meinungen sehr auseinander. Aber selbst wenn man in Bezug auf historische Treue große Konzessionen macht zu Gunsten des poetisch-literarischen Werkes, so wird das Urtheil über den Maltzan'schen Roman immer noch nicht günstig ausfallen können. Er ist viel mehr Mache als Dichtung. Kaum eine Schilderung oder e i n Gespräch ist ergreifend, spannend, bedeutend. Dies gilt zumal für dasjenige, was gegen den Schluß des Buches ein Bekenner des christlichen und mohamedanischen Glaubens, bei ihren Bekehrungsversuchen mit Sabbatai Zewi Vorbringen. Das ist ein Religionsdisput, auf dem man geneigt wäre, die Worte anzuwenden, welche Heine der Donna Elvira am Schluß feines Gedichtes „Disputation" in den Mund legt. Der Verfasser machte Orient-Reisen, allein von den Studien, die er für

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