Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 34 (1893)
- Issue
- Heft 36 (4.5.1893)
- Date
- 1893-05-04
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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ÄrthodoxeNudeirchunW l'OAA O S E S Or*mMj: ’T'X 5fm+'<* i-y. - ^u v^h w9* wj ^aaxiasarD, 4. Mai 18»».] ce lNr. 1. Inhalt: Die Tonzeichen in der Bibel. Von Dr. S. P. Nathan (Hamburg). — Aus Stadt und Land: Breslau. Stuttgart. — Büchermarkt. E- Me Honzeichen in der Mißet. <m Von Dr. S. P. Nathan (Hamburg). I. Wesen und Bedeutung der Tonzeichen. Wenn wir den Ausdruck Tonzeichen als Bezeichnung des zu behandelnden Gegenstandes gebrauchen, so geschieht dies nur, um dem nun einmal herrschenden Gebrauch Rechnung zu tragen. Mit diesem deutschen, oder dem fremden Ausdruck Accent wird dasjenige bezeichnet, was man im jüdisch-religiösen Leben ruvü nennt. Dieses hebräische Wort, welches von „auf einem Instrumente spielen“ abgeleitet ist und also die Tonzeichen als die äusseren Formen der Betonung der Worte dar stellt, etwa wie die Noten in der Musik, erschöpft aber bei weitem den Begriff derselben nicht. Wir müssen ihnen vielmehr eine dreifache Bedeutung zuerkennen. Erstens, dass sie etwa wie die griechischen Accente den Accent darstellen und uns dadurch oft Aufschluss über die Bedeutung des einzelnen Wortes geben. Denn es ist sehr leicht möglich, dass eine veränderte Stellung der Tonzeichen auch auf verschiedene Wortstämme hindeutet, wie wir dies in dem Kapitel, in welchem wir von der Stellung der Tonzeichen reden, ausführlich besprechen werden. *) Zweitens, und dies ist das Wichtigste, bezeichnen sie ihrem Wesen nach die logische Interpunktion. Diese ist aber im Hebräischen weit ausgebildeter und reichhaltiger als in andren Sprachen. Denn da 1) Wir führen nur vorläufig eine Beweisstelle an, «las Wort nSn nämlich. Jes. 39, 1 Steht der Ton auf der letzten Silbe, daher heisst es erkranken vom Stamme n^n. Jcs. 54, 1 aber steht der Ton auf der ersten Silbe, und «lies lehrt uns, dass es vom Stamme b'n kreisen gebildet ist. die Tonzeichen hier viel zahlreicher vertreten sind, so ist auch weit mehr Gelegenheit geboten uns zu lehren, welche Wörter wir zu verbinden oder zu trennen haben, so dass, ehe wir uns noch über den Sinn des Satzes schlüssig machen, wir schon seine ungefähre Einteilung kennen. Die Talmudisten, Massoreten und alten Grammatiker nennen sie daher gewöhnlich ll'Oprs, von der Einzahl DytD Geschmack oder Verstand, weil sie dem Worte erst den richtigen Sinn verleihen. Und endlich drittens lehren sie uns, wie das ganze Satzgefüge zu betonen sei, ob es sich um eine Frage, Bitte, Zustimmung u. dergl. handle. Daraus entstand dann von selbst ihre gesangliche Ausschmückung, die später fest normiert ward und den Namen rU'Hi zur Folge hatte. Im Buche 'irr Dialog 2 § 72 wird, nachdem der Vorzug des gesprochenen Wortes vor dem geschriebenen erörtert ist, folgendes hinzugefügt: wsp» nsron uanpta mwiM nwn rrwm opt» nnvrb ,D»wj;n pr6 ro ijdbj tzrpiDy D’pi D»,wy ,—o )«op’ nsw avytsn om dmed dud onv unn d’kojdd nWn Dipc “idedi -pnom pDDnn mpo ro p*so topon p ’nym pncn p pienm rrunn p r6nnnm nawnn p di ntppan „In dem uns übrig gebliebenen Rest unserer anerschaffenen1 2) Sprache, nämlich in dem in der Bibel uns überlieferten Sprachschätze finden sich kleine, aber bedeutungsvolle Dinge, welche dazu bestimmt sind, den Siun der Rede zum Verständniss zu bringen. Dieselben dienen zum Ersatz der die Rede begleitenden Bewegung und Betonung und werden Tonzeichen ge- 2) Die Erklärung diese* Wortes siehe mW Slp zur Stelle,