Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 34 (1893)
- Issue
- Heft 36 (4.5.1893)
- Date
- 1893-05-04
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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684 bade Königdorff-Jaftrzemb im Jahre 1890 gegründete Israelitische Kinderheilstätte soll nunmehr am 15. Mai j. I. zum vierten Mal eröffnet werden. Bemittelte Kinder zahlen die Selbstkosten; minderbemittelten wird ein noch weiter ermäßigter Satz gewährt; mittellose erhalten Freistellen. So übt die Anstalt jene in den Schriften weiser und frommer Väter so sehr gerühmte werkthätige Menschenliebe, die an Mittellosen und Bemittelten in gleicher Treue und Barmherzigkeit sich bewährt. Nähere Auskunft ertheilt die Verwaltung der Jastrzember I s r a e l i t i s ch e n K i n d e r h e i l st ä t t e zu G l e iwitz. Italien. Rom, 26. April. Der Telegraph wird Ihnen bereits gemeldet haben, daß das deutsche Katserpaar am Sonntag einen Ausflug nach dem nahen Tivoli gemacht und dann in der dort befindlichen und dem Cardinal Hohenlohe gehörenden Villa Este den Thee genommen hat. Was Ihnen der Telegraph sicherlich nicht gemeldet hat, ist, daß das deutsche Kaiserpaar bei seiner Ankunft in genannter Villa von einem Israeliten begrüßt wurde, der demselben auch die Honneurs machte, Cardinal Hohenlohe weilt nämlich jetzt im Auslande und beauftragte er daher den jüdisch-amerikanischen Bildhauer Ezechiel, dem er schon seit Jahren Gastfreundschaft gewährt, das deutsche Kaiserpaar in seinem Namen zu begrüßen und zu bewirthen. Ist es nun für den genannten Bildhauer höchst ehrenvoll, daß ihm ein römischer Cardinal seine Villa anvertraut, um wie viel ehrenvoller ist es für den genannten Kirchenfürsten, daß er während seiner Abwesenheit einem Juden sein Besitzthum anvertraut und ihn in demselben schalten und walten läßt. Selbstverständlich weilt auch ein Theil der Dienerschaft des Cardinals in der Villa, aber der eigentliche Verwalter derselben ist genannter Herr Ezechiel. Anläßlich der silbernen Hochzeit unseres Königspaares wurde in der catalanischen Synagoge ein Festgottesdienft abgehalten, bei dem Rabbiner Ascarelli eine Ansprache hielt. Er erinnerte an die Lage der Juden in Rom vor fünfundzwanzig Jahren und verglich sie mit der jetzigen. Hierauf wurde ein hebräisches und italienisches Festgedicht vorgetragen und schloß dann die Feier mit einem Gebete für das ganze königliche Haus. Nach dem Gottesdienst fand eine Ausspeisung jüdischer Armen statt, und an der allgemeinen Illumination am Abend betheiligten sich auch die Juden Roms. > Vermischtes, Karlsruhe. Bezugnehmend auf dem Nachruf über das frühe Ableben der Frau Jsabella Straus n"y muß ich noch hinzufügen: Herr Rabb- Dr. Schiffer ’"j gab vergangene Woche im Sterbehause dem Schmerzgefühle der ganzen Gemeinde in einem fach- und formvollendeten iCDn unter Zugrundelegung des 31. Cap. der Prov. bei sehr zahlreich versammelter Gemeinde beider Richtungen und Geschlechter in fast einstündiger Rede Ausdruck Aus Sachsen, 24. April. „Wenn sich auch Ahlwardt unsterblich blamirt hat, so sind die Juden doch noch immer im Gohlüs", ähnlich mag wohl der Gedankengang des Gemeinderathes zu Löbtau bei Dresden gewesen sein, der vor Kurzem den ergötzlichen Beschluß gefaßt hatte, eine neuangelegte Straße Ahlwardt-Straße zu nennen, durch die letzten Vorkommnisse im Reichstage aber gewitzigt, diesen Beschluß wieder aufgehoben und der Straße den Flamen Gohlisstraße beigelegt hat. Wien, 28. April. Seine Majestät der Kaiser'geruhte den Oberlieutnant im Generalstabe Heinrich Porges zum Oberst zu ernennen. VÄthfel. Von .nin rinn* Vjb in rnx nx uPid 8221 irnp \8ip2m?n □; 8in inan njiö '03 1^ Min TN1 Minri nS Auflösung des Räthsels in Nr. 32. (orK in# ,in .n# '8) Richtige Lösungen sandten ein: S. M. Bachrach in Elmshorn u. A. Davidsohn in Rastenburg. M« j e 1 ge n. mr- Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. ~wi S.iD.LÜWEHTHALSilberwaareii ,075 Frankfurt a. N., Zeil 25, Israel. (Jultusgegenstände.