Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 34 (1893)
- Issue
- Heft 34 (27.4.1893)
- Date
- 1893-04-27
- Page
- – (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2446951-2448315-2448348--36249-2484267- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
94 Die Ackerbauschule zu Jaffa. im Jahre 189 1. (III. Fortsetzung u. Schluss.*) -frw | 3flCfr I Iiirr}- XI. Einnahmen und Ausgaben. Es folgt der genaue Stand der Ausgaben und Einnahmen der Schule vom 1. Januar bis zum 31. Oktober 1891. Ausgaben: Allgemeinkosten, Besoldung des Personals und Bureaukosten .... 11,726.20 Ernährung und Unterhalt der Schüler 14,394.25 Prämien für die Lehrburschen . . . 1,664.50 Erhaltung des Mobilars und der Bauten 508.20 Pacht an die Regierung. 1,700.— Fruchtgärten. 3,453.40 Gemüsegärten. 3,800.— Baumschulen.4,186.— Weingärten. . . 3,052.20 Ackerbau und Pacht.1,317.75 Stallungen . 2,453.25 Wirthschaftshof. 385 65 Höfe, Gräben und Wege. 638.20 Bauten. 254.45 Gründliche Verbesserungen und Urbarmachung. 7,932.50 Material für die Waarenlager, denAckerbau u. Mobiliar für die neuen Schüler 5,752.35 Frcs. 63.018.90 Einnahmen Ergebniss des des der der der der des der der Fruchtgartens . . . Gemüsegartens . . . Baumschulen .... Weingärten .... Feldarbeit . . . . Meierei. Viehhofes. Hecken, welche die Besitzung einschliessen . Stallungen (Zuwachs an Vieh, Milch und Dünger 3,716.40 4,700.20 5,771.60 19,317.65 1,482.25 5,350.85 513.35 518.15 3,448.75 Frcs. 44,819.20 Rekapitulation. A us gaben: Unterhalt und Erziehung der Schüler 28,293.15 Bewirthschaftungskosten. 21,040.90 Verbesserungen. 7,932.50 Ausgaben für Material und Mobilar . 5,752.35 Frcs7 63,018.90 Einnahmen: Einnahmen aus dem Betrieb (miteinbegriffen die 1000 Frcs. des Herrn 8. H. Goldschmidt .. 45,819.20 Defizit 17,190.70 Einnahmen für den Betrieb . . . . 44,819.20 Ausgaben. 25,548.35 Ueberschuss 19,270.85 Wir sehen hieraus, dass trotz der schlechten Ernte das Defizit des Jahres 1891 (10 Monate) nur 17,199.70 Frcs. beträgt. Nun haben wir aber durchschnittlich 50 bis 60 Schüler gehabt, ohne das Personal zu rechnen. Alle diese sind ernährt worden und in der Schule wohnhaft gewesen; wir mussten in diesem Jahre bedeutende Ausgaben für die Bekleidung der Kinder machen, denn man giebt ihnen*nur alle zwei Jahre einen Samstagsanzug, welcher im Jahre 1891 erneuert wurde. Wenn man ausserdem von dem Gesammtgewinn die 7,932 Frcs. für Verbesserungen und 5,752.35 Frcs. für Material und Mobilar in Abzng bringt, die doch in Wirklichkeit Einrichtungskosten sind und welche das Kapital und den Werth des Etablissements um ebensoviel erhöhen, so können wir fesstelleu, dass die Ackerbauschule nahe daran ist, ihre Ausgaben selbst zu bestreiten. Die Opfer, welche das Central-Comit4 sich seit zwanzig Jahren für die Schule auferlegt, sind also nicht unfruchtbar geblieben. Das ist die Lage unseres Etablissements in Bezug auf Ackerbau und Finanzen. Der neue Credit, welchen ich für die Ausdehnung unserer Cultur, für den neuen Orangengarten für die den Schüler Wohnungen zugedachten Anlagen erbitte, liefern den Beweis von der Bedeutung, weiche unser Werk erlangt hat. Es wäre unmöglich, am Schlüsse nicht der Grossmuth unseres ehrwürdigen Präsidenten zu gedenken, welcher der Schule so grosse Opfer bringt, des unvergleichlichen Interesses, das Herr Charles Netter s. A. an „Mikweh Iisrael“ genommen, und der unermüdlichen eifrigen zwölfjährigen Arbeit meines Vorgängers, des Herrn Hirsch, dessen Vorbild hoffentlich in der Anstalt weiterleben wird, die er mit soviel Güte, Wissen und Thätigkeit geleitet hat. ') 8. Nr. 472.