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Der Israelit · 1893-04-27 · Heft 34 (27.4.1893) · page 24

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 34 (27.4.1893)
Date
1893-04-27
Page
– (sequence 24)
Language
German
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.• 7??MMWM^WWMWWWM 656 ÜUcen|ian«n. Die haggadischen Elemente in den Homilien des Aphraates, des persischen Weisen. Von Dr. Salomon Funk. Frankfurt a. M. 1891. I. Kauffmann u. Wien, Selbstverlag. 8. Einerecht tüchtige und gewissenhafte Arbeit, die auch das Jntereffe nichtjüdischer Gelehrten erwecken wird. Aphraates, im 3. Jahrhundert lebend, verfaßte eine Reihe von Homilien, die sichtlich in ihrer Schrifterklärung sich an die Haggada anlehnen. Der Vers, gibt hiervon eine reiche Auswahl als Beleg. In drei Beilagen läßt sich der Vers, erstens über König Schabur und sein Verhältniß zu den Juden aus, das er im Gegensatz zu Grätz als ein freundliches auffaßt. Dann wird eine Erklärung des dunkeln pax d versucht. Die Hypothese des Vers., daß cs eine spöttische Bezeichnung für pay '3 sei, hat vieles für sich; schon Buxtorf hat Aehnliches vermuthet. Aber auch die Ansicht Joels, der es als eine Entstellung des Wortes »jidk wird durch die Bedenken des Verf. nicht widerlegt. Wenn auch zur Zeit Abahus sich keine Minäer in Nehardea aufhielten, und es dort ein Be Abidon gab, so kann ja zur Zeit der Niederschrift dieser Stelle der gang und gäbe gewordene Name angewandt, ohne daß man dem Disputationsgebäude schon damals den Namen gegeben hätte, oder dieser Name konnte ja auf alle solche Gebäude, in denen Reltgionsgespräche gehalten wurden, ohne Rücksicht auf die Disputanten so genannt worden sein. Die dritte Beilage bringt einige Bemerkungen zur Feststellung desPeschitotextes, in die Entstehungsgeschichte der syrischen Bibelübersetzung gewähren aber die Schriftcitate des Aphraates nichts von Belang, ist nicht wortgetreuer als -p'jp. — Pesoluto Gen. 49, 10 ist offenbar riyoVd durch Schreibfehler ausgefallen. — paxoa xr6na der Pesol. ist besser als pasoa xnvn des Aphr. — N-n und xaan ist nur verschiedener Dialekt — In der Vorrede theilt der Verf. Dankenswerthes über Aphraates und seine Werke mit und begründet auch den Unterschied, den man in Betreff seiner verschiedenartigen Stellung zu den Juden in dessen Schriften wahruehmen kann in zutreffender Weise in den historischen Vorgängen jener Zeit. Wir wünschen dem jugendlichen Verf. ein rüstiges Fortschreiten auf dem begonnenen Wege. * * * In Bezug auf unsere Bemerkung über Sabbat- Hagadol in diesen Blättern (Beil, zu Nr. 2) sendet uns Herr Chaim Hausdorff in Jerusalem folgende Notiz, die unsere Hypothese vollständig unterstützt. Die betreffende Stelle ist einem Werke nte ncp, welche der Einsender in seiner Broschüre: natto rvpr6 nos aay oatwip citirt. Dieselbe lautet: aan mo ’myDtr yw : uro raj_ d’D rraaa aaro ty"oy r* dn N"nnsp new rrn» P* »mra a"anoa auf *;nDi nac^a nex Pru Pa (n"j? ,n"D *p) na^ naDc Pru paa *’3 wn bm xrrc ü*pj 'di pp Nawa Pao Pdj □neiNty o’Nipn mpiane xn yiT on ,pp ndw wn >aaa ip i’N *jNi , rvtfiwaa roty u*’m nat^n mnoD prxiL" uru mwa »apno raaty aiü dih canowiff vnaa pp nat? iO’N" rmp Pnan nat? riDa Daip nnpa mznap . rrnsai aita dv irrri * * •5fr Die Nomiualblldungen in der Mischna. Von Dr. F. Hille l. Frankfurt a. M. 1891. (I. Kauffmann.) 8. Der Verf. untersucht in eingehendster Weise in der Mtschnasprache eigentümlichen Nominalbildungen nach ihrer Form und ihrer Bedeutung. Reiche Citate gewähren einen weiten Umblick auf diesem Gebiete und geben oft überraschende Aufschlüsse, so daß wir aus dieser mit großer Sachkenntniß ausgeführten Arbeit reichen Gewinn ziehen, wenn der Verf. sich in seiner Forschung auch nur dem Gewordenen und nicht dem Entstehen und Werdenden zugewendet hat. Daß der Verf. seine Crtate nach der et. princ. anführt, ist ein Mangel, da die gebräuchlichen gegenwärtigen Ausgaben mit derselben gar oft in Anordnung und Wortlaut nicht übereinstimmen, allein der Fachmann wird das Angeführte wohl ohnehin vergleichen können. Allein in seinen Citaten hätte der Verf. etwas ordnungsgemäßer verfahren sollen und nicht frühere Stellen zu Gunsten späterer außer Acht lassen sollen. Wenn ppiy aus Ukzin und nicht aus Succah belegt ist, naVin aus Kelim und aus Pesachim, nsip aus Kelim und nicht aus Sabbat, rV?xno aus Oholorh und nicht aus Succah u. s. w. u. s. w. ist nicht erfindlich. Manches wird auch als Mischnasprache angeführt, was althebrätsch ist, wie ans *ua. — maun ist nicht die Pflanze selbst, sondern bezieht sich auf die mit der Pganze pnv versehenen Thiere. — am ist transitiven Stammes. — p »’irw ist im altsprachlichen Sinne passivisch-angetrunken vom Wein, ebenso D’a' piaa gewaschen an den Händen u. dgl. — tsaaa, pw sind keine Substantive, sondern substanrivtsch gebrauchte Adjectiva, wie sie nicht nur im Althebr., sondern in allen Sprachen angewendet wurden und werden, also keine Besonderheit der Mtschnasprache sind. — Diese wenigen Ausstellungen mindern aber nichts an dem Werth des Buches, das als eine recht fleißige und lehrreiche Arbeit bezeichnet werden kann. Verantwortliche Redaction für die „Wissenschaftliche Beilage": Professor vr. A. Sulzbach in Frankfurt a. M. Druck und Verlag der J oh. Wirth'fchen Hofbuchdruckerei-Actien-Gesellschaft in Mainz.

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