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Der Israelit · 1893-04-24 · Heft 33 (24.4.1893) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 33 (24.4.1893)
Date
1893-04-24
Page
– (sequence 1)
Language
German
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- v-7— - ■- —.- '—. - - - -.- - 5~~ - - -- gß (fT/‘ fW“]T~i XXXIV 3-hrgmg. 1 M 38. Der Israelit. Ein Gentrat-Hrgan für das orthodoxe Zudenlhum. Begründet von Br. Lehmann in Mainz. Montag, den 24. April 5653 (1893). Leitender Artikel. Sprüche der Wäter. Viertes Buch. LXI. Mainz, 23. April. mip nru< mxo nonyn idik 2py p ny^N '21 nns nrDp njip nn« nmy i2iym nn« crVpis b nuynsn ’JD2 D’in2 cteib cwyvi niit^n Rabbi Elieser benI akob sagt: Wer eine einzige Pflichtthat erfüllt, erwirbt einen Fürsprecher, und wer eine Gesetzesübertretung begeht, erwirbt sich einen Ankläger. Rück Lehr n-n-d gute Thaten sind wie ein Schild vor der Strafe. Die beiden bisher besprochenen Sätze galten der Werthschätzung der Thora; der Ausspruch des Rabbi Elieser ben Jakob gilt der aus ihrer Beschäftigung erblühenden That, der Erfüllung der Mizwa. Die Beschäftigung mit der Thora hat ihren hohen, unbegrenzten Werth nur, weil sie und wenn sie zur That führt. Wer die Anforderungen der Thora aus Unkenntniß nicht erfüllt, scheint in den Augen der göttlichen Gerechtigkeit weniger strafbar, als derjenige, welcher die Thora kennt und ihre Gebote trotzdem Übertritt. D"pa u\xi min nm iö^cp ’d!?2 sns^n '21 ~"ot* non 121,1 ncb ->p'y ^>2 ie& ’dd Ton i»ry you rvn 's von« '2 iDin^ D’j2n diis i^> n\iff i^d1? by pspo yy b you hm xb 'ni isapoi nvb'x '12 °?2 12;LLp2i yoi^ N'NV mix by vb oyo i^on 'O id^> n1?^ ’dd non iMiy Dvpo lrw min '->21 112^ ->O^ Ok« ^2t< pirr ic>^> 12 yyi;ni' i!2d«^ Ip'y ^>2 mo) '511812 ^>2 n« nil^y^i IIQL'^ 'in1^'X I2"p xb'i .(ton '2 'C 121 D’121 „Rabbi Chalaphta sagt: Wer die Worte der Thora lernt und erfüllt sie nicht, der hat eine schwerere Strafe zu gewärtigen, als der, welcher niemals gelernt hat. Es gleicht dies einem König der zwei Gärtner in seinem Garten anstellte. Der eine pflanzte Bäume und haute sie wieder um, der andere Pflanzte nichts, haute aber auch nichts um. Ueber wen wird der König zürnen? Doch wohl über den, der pflanzte und wieder umhaute. So ist auch die Strafe dessen, der die Worte der Thora gelernt hat, sie aber nicht erfüllt, schwerer als die Strafe dessen, der nie gelernt hat. Denn so ist es ausgesprochen: „Es kann der Schlechte Gnade finden, der niemals die Pflicht gelernt hat", wer aber gelernt hat und nichts hält findet keine Gnade, deßhalb heißt es, zu hüten u n d zu erfüllen alle meine Gebote." Nicht derWedanke, nicht der Glaube, nicht die Lehre und nicht das Wort vermögen eineWenrung und Umgestaltung zum Besseren herbeizuführen, sondern nur die entschiedene, lebenskräftige That allein. HC2n i’N’222 E’121 ttll 2'121 NT212 1C2n Ni ab C121 2112 ICSOtP NDn N’2!2 E'121 121121 12 ,iWyD inj '211 ni2N) -2Btv Q2n E”inc Iin qj icini y^D >15»' (2“2 plE „Weisheit führt nicht zu Worten und Worte führen nicht zur Weisheit, nur die That; wer viele Worte macht, bringt die Sünde, denn so ist es gesagt: „Bei vielen Worten bleibt das Unrecht nicht aus" und es heißt ferner: „Selbst der Thor, wenn er schwe-gt, gilt für weise." Als daher unsere Väter am flammenden Sinai, Gott den Eid der Treue leisteten, weihten sie ihm zuerst die That, und erst in der zweiten Reihe den Geist mit den Worten: yotwi rmyi 'i 121 ipn ^2 alles was Gott gesprochen, wollen wir thun und hören. Von dieser Gesinnung durchdrungen, sucht die jüdische Anschauung ihre Helden nicht unter den Männern des Gelstes, des Wortes und der Glaubens, sondern unter den nffyo’tWN, unter den Männern der That. — Diese Bedeutsamkeit der treuen Pflichtthat ist es, der hier Ausdruck gegeben

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