Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 34 (1893)
- Issue
- Heft 27-28 (31.3.1893)
- Date
- 1893-03-31
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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XXXIt. Sahrg««. C/ M UV L S8. Der Israelit. Ein Kentrat-Hrgan für das orlhodore IudenLHum. Begründet von Dr. Lehman« in Mainz. Freitag, den 31. März 5653 (1893). (Zugleich erste Nummer des neuen Quartals.) Wir geben heute eine Doppelnummer, da Montag, den 30. April erscheint. Leitender Artikel. Kagaday schel Uesach. Siebente Serie. VIII. Mainz, 29. März. ^ni»’ pN1? uD'»n nnnn n« im i^>n n*3 dn ru3 p»6 udush i^k .wh m'n mmi „Hätte uns Gott dieThora gegeben, hätte uns aber nicht in das Land Israels geführt, hätte es uns genügt? Hätte uns Gott in das Land Israels geführt, hätte uns aber nicht das von ihm erkorene Haus erbaut, hätte es uns genügt? Hätte uns Gott zu seiner Thora nicht mit dem heiligen Lande den Boden gegeben, auf welchem sich nun das Gottesgesetz in Praxis verwirklichen soll, so wäre uns nicht einmal der Besitz der Thora an und für sich gesichert gewesen, bm npyo ’T^ «'not? noVn Das Studium der Thora ist nur deßhalb so grob, wenn es und weil es zur Thal führt. Zu dem Psalmwort (Ps. 111, V. 12): on'Biy b^b 3io bz>w M pni' nosn rvwn. „Die vorzüglichste Weisheit ist Gottesfurcht, aber ihre rechte Einsicht erschließt sich denjenigen, die sie ausüben, merkt das Wort der Weisen an: ivru ab orvio*#? orvry^ aba nicht denen, die sie nur lernen, sondern denen, die sie erfüllen, wird der wahre Einblick in den Willen Gottes. Als Israel die Thora in der Wüste gegeben wurde, konnte ein großer Theil ihrer Satzungen nicht einmal praktisch ausgeübt werden. Die Gesetze, die speziell an das heilige Land gebunden sind, die Schemitta- und Jobelgesetze, , sowie diejenigen, welche sich an die Bodenerzeugnisse! des heil. Pesachfestes wegen die nächste Nummer knüpfen, alle diese und eine große Reihe anderer konnten nicht befolgt werden, ohne den Boden, auf dem das israelitische Volks- und Staatsleben erblühen sollte. Freilich konnte es nicht fehlen, daß, als das Land erreicht, erobert, vertheilt und angebaut war, nicht immer die Wirksamkeit seiner Einwohner, Richter, Fürsten und Könige in allen Punkten dem Ideal entsprach, welches das Gesetz Gottes für alle Ausgkstaltungen des Einzel-, Familien-, Volks- und Staatslebens aufgestellt hatte. Damit aber das Bewußtsein dieses Ideals nicht schwinde, welches in der Bundeslade niedergelegt war, erkor Gott selber die Stätte für die Hut seines Gesetzesheiligthums, das unter dem Schutze der Cherubtmfitttge daselbst ruhte. Dort vollzog sich früh und spät, von der Gesammtheit und von jedem Einzelnen die Hingebung von Gut und Blut in den symbolischen Opfer- Handlungen des Tempelgottesdienstes und damit die Sühne für alle Verirrungen der gesummten Nation. □IN ]b ab PO’D '313 Nim’ '31 ION 713 1'^>' P1L nn’3j> by 1830 intpn Ton iir3 py iT3i 0'^L11'3 oipö ^30 diti nn3j? by 1830 0’3iyn 1'3 bm r6^>n .py iT3i din vb „Die Lugend hatte ihre Ruhestätte in ihr" (Jesaja I, 21.) „Niemals", bemerkt dazu Rabbi Jehuda, der Sohn Rabbi Simons, niemals verbrachte Jemand die Nacht in Jerusalem beladen mit Sünden; denn das tägliche Morgenopfer sühnte die Vergehungen der Nacht und das tägliche Abendopfer sühnte die Vergehungen des Tages, niemals in jedem Falle ging somit die Nacht über einen Menschen in Jerusalem hin, der von Sünden belastet gewesen wäre." (Midrasch Jalkut zu Jesaja I.) In dem folgenden Stück der Pesach-Hagada 7i03i 7>03 nnN by, welches diese Wohlthaten Gottes