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Der Israelit · 1893-01-26 · Heft 8 (26.1.1893) · page 27

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Journal
Der Israelit
Volume
34 (1893)
Issue
Heft 8 (26.1.1893)
Date
1893-01-26
Page
– (sequence 27)
Language
German
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öS Ausgaben, ergiebt einen Gewinn von 263 Francs. Das ist sehr wenig im Verhältnisse zu den erwarteten Einnahmen und in Anbetracht der Mühen, die dieser Garten erfordert. Er war in diesem Jahre nicht reich an Früchten wegen der Siroccostürme, welche während der Blüthe getost haben. Ausserdem hat der Ausbruch der C ho 1 er a in Sy rien, haben die Unregelmässigkeiten im Dienste der Schiffe, die unseren von der egyptischen Regierung für verpestet angesehenen Hafen nicht mehr an laufen, alle Quarantäne-Massregeln eine wahre Verwirrung auf dem Markte hervorgebracht, welche den Preis aller Exportwaren heruntergedrückt und den Werth der Importgegenstände unmässig erhöht hat. jjlch habe die Früchte in diesem Jahre schwer verkaufen können. Dieser Garten wird im nächsten Jahre mehr einbringen; ich wage die Versicherung abzugeben, dass wir viel mehr Ertrag aus dem neuen Orangen-Garten ziehen werden, zu dessen Schöpfung mich das Central- Comite ermächtigt hat, und der in gutem Boden, günstiger Lage und unter günstigen Bewässerungsverhältnissen angelegt werden wird. Die Arbeiten für den neuen Orangen-Garten sind schon begonnen worden; der Brunnen ist — gegraben und wir sind daran, das Bassin zu bauen. Das Herbeischaffen des Sandes, der seit drei Jahren in den Orangen-Garten gebracht wurde, habe ich einstellen lassen. Dieser Sand veränderte zwar die obere Schicht des Bodens, aber es ist schwierig, einen lehmigen Boden bis zu einer bedeutenden Tiefe zu verbessern. Ich habe bemerkt, dass die Bäume in den ersten Jahren ihres Wachsthums in dieser verbesserten Schicht gut fortkamen, dass sie aber, sobald ihre Wurzeln grösser wurden und in die undurchlässige Schicht gelangten, gefährdet waren und schliesslich abstarben. Ich habe unseren hochherzigen Präsidenten, dessen Fürsorge für unsere Schule allgemein bekannt ist, gebeten, den jährlichen Kredit von 1000 Francs, den er der Ackerbauschule für die Verbesserung der Ländereien bewilligte, mit seiner Erlaubniss für einen anderen Gegenstand verwenden zu dürfen. Er hat mir für das neue Jahr einen Kredit von 1000 Francs zur Schöpfung eines Kleefeldes und eines Feldes mit Maulbeerbäumen gütigst bewilligt. Ich werde weiterhin auf diese Frage zurückkommen. (Fortsetzung folgt.) Dritter Rechenschaftsbericht des Gemeindevorstandes in Jaffa fiir die Zeit vom Januar bis September 1892. (I. Fortsetzung.*) I. Das Krankenhaus. Es ist bekannt, dass ein Krankenhaus zu den ersten Bedürfnissen eines Platzes gehört. Wie nothwendig diese Institution am hiesigen Platze ist, vermag nur Derjenige zu ermessen, der diese Seite unserer Thätigkeit mit eigenen Augen zu sehen in der Lage war. Wenn eine ganze Familie, die Mutter sammt den Kindern, erkrankt und der Vater in eine der Kolonien hinauswandern muss, um Brod für das Haus herbeizuschaffen, und er weiss nicht, wem er seine Familie überlassen soll; wenn der Hausvater erkrankt und die Hausmutter ein zweijähriges Kind an der einen Seite führt und auf der anderen Seite einen Säugling an die Brust drückt, und sie muss täglich Brod in’s Haus schaffen durch Waschen und Nähen und sie j weiss nicht, wem sie den kranken Mann überlassen soll, da auch die älteren Söhne in den Kolonien arbeiten und während der ganzen Woche nicht nach Hause kommen; wenn ein verlassenes Waisenkind krank wird, das gar keine Annehmer hat und keinen Wohnsitz, denn es arbeitet in einer Kolonie und bezieht dort seinen Taglohn, und jetzt liegt dasselbe verlassen in der Herberge; wenn einer der Kolonisten am gelben Fieber erkrankt, das besonderer Pflege bedarf, die nicht einmal der Reiche in seinem Hause erhalten kann, — welche Fülle von Rettung bietet in allen diesen Fällen das Krankenhaus! Wir haben diese Zeilen fett gedruckt, damit jeder Leser sie für immer seinem Gedächtnisse einpräge und stets erwäge, um was es sich hier handelt, — um leibliche und geistige Hilfe für unsere Brüder, dass sie nicht in die Netze der Mission gerathen, welche dieselben jederzeit gerne in ihre Anstalten aufnehmen möchte. (Fortsetzung folgt.) *) 8. Nr. 464.

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