Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 34 (1893)
- Issue
- Heft 6 (19.1.1893)
- Date
- 1893-01-19
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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105 wo es sich handelt allgemeine Mängel abzustellen. In Emden, wie in ganz Ostfriesland gäbe es keinen einzigen Juden, der 500,000 Thlr. besitze, gabs auch in den letzten 100 Jahren keinen, wie komme Dan. dazu, für die nächsten 40 Jahre 9 solcher Männer zu prophezeiend Zum Schluß übergehend, behält Redner sich jedoch vor, nach Dan. sofort wieder das Wort ergreifen zu dürfen, um die neuen Unwahrheiten gleich richtig stellen zu können. Dr. Fink erklärt nunmehr die angebliche Rabbinersynode zu Krakau als ein Märchen, ebenso das vorgebliche Haften der Juden für einander. Er selbst sei bereit das vorgebliche Geheimgesetz des Schulchan Aruch ins Deutsche zu übersetzen, nur müsse man ihm zunächst einen willigen Verleger dafür namhaft machen. Dan., der sich hinter Rohling verschanzt, wird auch hierin mit wuchtigen Hieben abgethan, nicht besser ergeht es ihm, als er sich hinter s Ecker versteckt. Endlich versteigt er sich zu der Lächerlichkeit, die Prof. Nöldecke, Delitzsch und Wünsche für geborene Juden zu erklären, womit er natürlich nicht weniger hineinfällt. Nun nimmt Dan. in seiner peinlichen Noth Zuflucht zu Prof. Lazarus, Berlin, dem er eine antisemitische Resolution unterschiebt. Es entspinnt sich nunmehr zwischen Herrn Dr. Fink und Dr. Dan. ein heißes Wortgefecht, welches damit endet, daß Dan. veranlaßt wird, die angeblichen Worte des Prof. Lazarus zu Protokoll zu geben. Jnzwiichen ist Herr Rabb. Dr. Fmk mit Prof. Lazarus in Verbindung getreten, um die Nichtigkeit der angeblichen Aeußerungen des Dr. Daneil feststellen zu können. Nachdem die Antwort eingegangen sein wird, werde ich mir erlauben, Ihnen das Weitere zu berichten. Berlin, 12. Januar. Bezugnehmend auf die Erklärung des Herrn Alexander Berg, daß unter seinen Ahnen sich kein Jude befände, bitte ich Sie folgende Zeilen in Ihrem w. Blatte aufnehmen zu wollen. „Es ist nach meiner unmaßgeblichen Ansicht dem Jndenthume recht lieb und angenehm, wenn Herr Alexander Berg nicht ihm entstammt, denn ich kenne diesen antisemitischen Rädelsführer von einer sehr schmutzigen Seite, nämlich von den „Judenb.(die Feder sträubt sich, das unanständige Wort zu schreiben). Aber ich bin gezwungen, den Herrn Alexander Berg um die Lösung folgenden Räthsels zu bitten, woher kommt es, daß der bekannte ehemalige Rabbinatscandidat und nachmalige antisemitische Hochstapler Paulus Mayer (alias Pawly, alias Kreminitzki), der bekanntlich der Talmudlehrer der Berliner Antisemitenhäuptlinge war, und den die Berliner Polizei wegen seiner antisemitischen Bettelfahrten rc. auszuweisen sich veranlaßt sah, mir gegenüber, zu einer Zeit, als er sich im Hotel garni in der Klosterstraße 97 bekanntlich ungemeldet aufhielt, äußerte, daß er Sie aus Wien kenne, und Sie ein getaufter Jude wären. Zum Beweise dafür, daß ich mit Paulus Mayer über Sie gesprochen habe, will ich noch erwähnen, daß er die obenerwähnte Broschüre mir vorlegte, und mir erzählte, daß Sie ihm, als er Sie besuchte, das Exemplar verehrt hätten. Wenn der Hochstapler Mayer auch keine besondere Glaubwürdigkeit für sich beanspruchen darf, welches Interesse hätte er daran gehabt, er als Antisemit, Sie den Antisemiten, einen getauften Juden zu nennend Wem soll ich nun mehr glauben, dem Herrn Paulus Mayer, alias Pawly, alias Kremmitzki oder Ihnen, dem berü — Verfasser der „Judenb —?" Ich bm wirklich im Zweifel!- Berlin 6., Josef Feuerich, Joachimstraße 11. Schriftsteller. Bei der Redaction eingangeue Bücher und Broschüren. (Eventuelle Besprechung Vorbehalten.) Festschrift zum Geburtstage Sr Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm II., von Dr. M. Aschkanaze, Rabbiner der Gemeinde Niedersept in O. Elsaß. Eine Rede, gehalten in der Synagoge daselbst mn Samstag den 24. Januar 1891. — Verlag Krieger-Verein Niedersept. — Preis 20 Pf. Briefkasten der Redaetion. Wie man uns mittheilt, kann man in Bordeaux bei Klotz, 23 rue Leyterre und in Bayonne bei Perevie, ministre officiant bei der Synagoge, "U72 essen. Die Leute sind sehr religiös. _NW" Anzeigen. "Wv_ Für den folgenden Theil ist die Redaetion nicht verantwortlich. S.&D.LÖWENTHflLSilberwaaren 867) Frankfurt a. 31., Zeil 25, Israel. Cultusgegenstände.