Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 33 (1892)
- Issue
- Heft 99 (15.12.1892)
- Date
- 1892-12-15
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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däsL^ ÄtthodM ^udeirlhunÄ |-0/\Ä O S E MM nas ,<U ' '.; ^;v ' prl: a4wau»«>; 15. Dez. 1892.] «U IRr. >2. ^^>4^ Sabüatgruß? 'y^^i nni^N -]Ton.s* ^y v°» Jchud« H»lev>. (rini-r bu Nr. l.) Den Aecher leer' ich auf beit Grund, Gruß, Labbat, Vir mit Lerz und Mund! Aur Vir zu Dienste sind die andern Tage; And bieten sie mir nichts als Müh' und Akage, Weil einzig ich an Dir nur mir behage. Ist rasch durchlaufen einer Woche Aund. Was thu' am ersten Tag' ich allerwegen? Sch rüste mich dem Labbat fcbon entgegen; Sr hat allein den vollen Limmelsfegen, Äst alles LLrebens heißerfehnter Fund. Des vierten Licht und Lonn' und Mond und Lterne, Sie harren schon des Labbat's in der Ferne; Ves zweiten, dritten denk' ich nicht mehr gerne, Lab' ich den vierten schon im Lintergrund. Ver fünfte tagt der Freude lichter Aote: Gedulde Vich zum nächsten Alorgenrothe; Früh Ärbeit, Freiheit, wenn der Tag verlohte, Zum Fürstentisch mir wird die Ladung kund. Ä, wie am sechsten jeder Kummer schwindet, Va endlich, endlich, sich die Nuhe findet! Wenn uns den Lranz um's Laupt die Aluße windet, Wie werden von der Anrast wir gesund! And welche Lust ich in der Dämm'rung habe, vem Ähnungsreichen Labbat's schönste Gabe! Aringt Früchte, bringt mir jede süße Labe, Mit Labbat schloß ich einen Lerzensbund! Gin Freundeslied will ich Dir, Labbat, fingen, Du bist das Köstlichste von allen Dingen! 3n Tafelfreuden schwelgt, wem Trost sie bringen, Än Liebesküssen, wer im Lerzen wund. Gine wunderbare AetLung. Erzählung zu Chanukah von H. Berger. (Alle Rechte Der Dezember mit seinen kurzen Tagen und langen Nächten war gekommen. Fürsorglich hatte die Natur eine wärmende Decke über die Erde bereitet, daß der starre Frost, der die größten Flüsse überbrückte, den zarten Kindern FlorenS nichts anhaben könne. Fußhoch lag der Schnee in Flur *) Aus den soeben erschienenen, prächtig ausgestatteten «Die echten hebräischen Melodien", Uebersetzungen von S. Heller, aus dem Nachlasse herausgegeben von Prof. Dr. David Kaufmann, Trier, Sigmund Mayer, die wir allen unseren Lesern wiederholt auf's Angelegentlichste empfehlen. Red. d. „JSr." Vorbehalten.) und Wald und wie eine schwarze Linie auf weißer Fläche zog sich der Schienenstrang quer über die Ebene dahin. Wie ein großer, schwarzer Kaser, der diese Linie entlang sich bewegte, sah der Courierzug aus, der mit voller Geschwindigkeit jetzt einhersauste und dessen Maschine ganze Wolken weißen Dampfes und schwarzen Rauchs in die klare Winterlust hinausstieß. Fest eingemummelt wie Wollpuppen standen die Bahnwärter an den Bahnübergängen und wachten darüber, daß die Bahn frei bleibe und kein Hinderniß den rasenden Lauf des Zuges hemme. Sie haben einen schweren Dienst, diese untersten Beamten der Bahn und eine große Verantwortung lastet auf ihnen. Eine losgelöste Schraube,