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Der Israelit · 1892-12-12 · Heft 98 (12.12.1892) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
33 (1892)
Issue
Heft 98 (12.12.1892)
Date
1892-12-12
Page
– (sequence 17)
Language
German
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XXXU1. Jahrgang. Imrite Beilage M M 98 des „Israelit“. Leitende Artikel. Aas ManuKaij-Licht. Von Wilh. Löwy in Sarbogard (Ungarn.) .(3"3 3i^r mirv« rose 33 ’3 Eine Leuchte ist das Gebot und die Lehre Licht. Das Licht, das wir am .331313 Feste anzüllden, ist nicht nur für die acht Tage, da die Llchtlcin brennen, allein bestimmt. Wie alle jüdischen Festtage (yy v,lp ,3x2) 03!? vsm 'ib van, wie sie alle nur zur Hälfte uns gehören, nur zur Hälfte die Bestimmung haben, unserer Freude und unserer Dankbarkeit, unserer Demuth und unserer Ergebenheit Ausdruck zu geben; zur anderen Hälfte aber Gott geweiht sind und uns unsere seit Jahrtausenden von Gott gezeichnete Aufgabe, als Menschen und Juden vor Augen führen, so ist auch roun wohl ein Fest der Dankbarkeit und Freude, aber zugleich auch ein Fest des Lichtes und der Weihe. Des Lichtes, das wir am 33133-Feste anzünden, sollen wir in unserem Leben immer eingedenk sein, dieses Licht als twt noy, als eine Feuersäule soll stets vor uns wandeln, in uns und um uns leuchtend. Es ist nicht dem Monde vergleichbar, der in der Nacht erstrahlt, nicht der Sonne, die nur am Tage herrscht, (y» er1?? o^nn) w ovd r6’bi dieses Licht soll immerwährend uns erhellen. Es ist Gottes Licht, von dem es heißt: tnd nnw »3 (12'" "N Op) 'Dtm irr 'n ’33, daß es unserer Leuchte erst das wahre Licht spendet, unsere Dunkelheit erhellend. Unsere Leuchte ist der göttliche Odem, unsere Seele, — (3"3 3 '^pv) 03« notw 'n 33 die aber eine Erleuchtung von Oben erst sucht, und sie — sehr nahe findet. (i"' ‘b D’333) 'inwyb *p3^3i 703 3333 7^ snp '3 Denn die göttliche Lehre ist sehr nahe uns, um sie mit dem Mund und dem Herzen auszuüben. „Mit dem Herzen und mit dem Munde" wäre vielleicht uns verständlicher gewesen, da doch auf den Gedanken die That folgt und nicht erst die That ausgeführt wird und man erst später bedenkt, was man zu thun beabsichtigt. Allein, die onswi myn, die sogenannten körperlichen Pflichten der Juden sind keine Ergebnisse der Herzenspflichten nmn, — sie stehen auch nicht im Gegensätze zu denselben, wie man es so oft behaupten hört — wir „bezahlen" nicht Gott, für was unser Herz sich für verpflichtet hält, wohl aber sollen die „Ceremonien" die Herzenspflichten unseren Augen vorführen und sie recht in unser Herz einprägen. Daher zuerst 783 dann 733^3, — denn auch das Gebet ist in erster Reihe keine Aeußerung unserer Empfindungen, das Gebet soll in uns jüdische Gedanken und edle Empfindungen erwecken und solche in uns befestigen. Wenn nun die göttliche Lehre mit ihren sittlichen Wahrheiten das wahre Licht ist, ohne die man in Finsterniß schmachtet, — iöt ibtd cryam ('j '3 'n) — so ist das am 33in-Berge unter Donnern und Blitzen geoffenbarte religiöse Gebot die Leuchte, aus dem dieses Licht entströmt, die uns dieses Licht mittheilt, oder doch ihm näher bringt. Denen, die von dem „geläuterten", sittlichen Inhalte des Judenthnms sprechen, das man erst „von den ceremoniellen Satzungen befreien sollte", — antwortet t-er weise König : 3in mim msto 33 ’3 die Leuchte, die ist das Gebot und die Thora, die Lehre, ist deren Licht. Denn (3"’p o^nn mte^ 3w ■jtpna mt, '%) das göttliche Licht scheint nur den Gerechten, die Gottes Gebote thatsächlich ausüben, „in Finsterniß", denn im Menschen wohnen finstere Leidenschaften, die nur bei Befolgung der göttlichen Gebote gezähmt und regiert werden können. Regieren, beherrschen sollen wir unsere Leidenschaften, nicht sie lödten, — in den Dienst unseres sittlichen Seins sollen wir sie stellen*) 2b na^i pna? jn: 31« 8"' 3"L Op) Oinvp „Licht ist gesäet den Frommen, und denen mit gerechtem Herzen Freude." Wenn man das Licht bet Gott, in Erfüllung seiner Satzungen, die das Licht in des Menschen Brust säen sucht; dann har man die rechte Freude, die man nimmer in der Sünde findet. Willst du dich „des Lebens freuen, so gedenke, was oer Weiseste der Menschen spricht: 'dpo) 3OD mrom mn -p-n 3"3 1) der Weg des Lebens ist: — warnende Zurechtweisung." Das Judenthum also sucht Licht und Freude zu verbreiten, auf daß Licht in der Freude, Freude im Lichte sei. Der Jude soll auch für dieses Licht und diese Freudigkeit kämpfen, sobald man ihm diese rauben will. Mit dem freudigen Bewußtsein ziehe er in den Streit, daß er nicht allein, unbeschützt und unbeschirmt sei; der Ehrenmann iünis" verkündet doch ihm: ^nn) D’bun nyi qh?k mar ’d (d"3 3-6 rnrto3), daß er mit Gott und mit Menschen kämpft, dadurch siegt er. Die Feinde, die gegen die Judenheit den unerbittlichen Krieg führen, streiten meist für Israel, p im* ujp 3^31 (3"' OiOp) pi-©’ pi .-133'. Je mehr man den Juden marterte, desto mehr vermehrte und verbreitete er sich. Auch bei den Kämpfen, die das 33133-Fest mit» veranlaßien (.3313131 3^32 'hd j"b d"303), siegten *)"Vgl. die Stelle '131 D’3N233 ]ND ’N3 in 1"3p O3p

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