Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 33 (1892)
- Issue
- Heft 97 (8.12.1892)
- Date
- 1892-12-08
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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1859 joritäten, dem lautesten Schreier nachzulaufen, würden Ahlwardt's Nachahmer vielleicht ebenso Erfolg haben. Fraglich sei aber, ob das Gefüge des Staates es auf die Dauer vertrage, wenn es zum Erfahrungssatze wird, daß als Belohnung für eine berufsmäßige verhetzende und alle Autorität in den Staub ziehende Agitation Reichsmandate wirken. Wer in Zukunft Deutschland nicht vom Tummelplatz niedriger Leidenschaften her beeinflußt sehen wolle, werde überlegen müssen, was zu geschehen habe, damit das Arnswalder Wahlresultat nicht als Erfahrungssatz zum Gewohnheitsrechte ausreife. Berlin, 27. Dezember. In der heutigen Verhandlung suchte der Vertheidiger, Rechtsanwalt Hertwig, von Neuem Verschleppungen. Er verlangte immer wieder nach dem nicht auffindbaren Zeugen Krähahn und der erkrankten Gräfin Hohenthal und stellte dann sieben neue Beweisanträge, weil er fürchtete, daß sonst plötzlich der Präsident die mündliche Verhandlung schließe. Der Präsident verbat sich namens des gesammten Gerichtshofs, der empört über dieses Auftreten des Rechtsanwalts sei, die in diesen Worten liegende Beleidigung. — Die frühere Aussage des Krähahn wurde verlesen; sie war belanglos. Der Gerichtshof lehnte die weiteren Beweisanträge ab, weil sie nicht ernsthaft gemeint und nur auf Verschleppung berechnet seien. Darauf erklärte unter großer Aufregung im ganzen Saale der Vertheidiger, er lege die Vertheidigung nieder; denn Ahlwardt sei schon verurtheilt gewesen, ehe noch die Verhandlung begonnen hätte. Der Präsident und der Staatsanwalt proteftirten energisch gegen dieses ungebührliche Auftreten. Rechtsanwalt Hertwig wurde sofort in Ordnungsstrafe genommen und verließ den Saal. Briefkasten der Expedition. H. S. in Diemeringen. M. 5 empfangen. Briefkasten der Redaetion. A. B. in Frankfurt a. M Das Buch wurde bereits in Nr. 93 dieser Blätter besprochen, also lange vor dem Berliner Tageblatt. Der Rezensent bemerkte noch am Schluffe seiner Besprechung, daß wir die unabweisbare Pflicht hätten, dem Büchlein, welches nur 50 Pfg. kostet, die größte Verbreitung zu verschaffen. _ P8F Ä tt | e t ö £ Jt. w Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. ~*a S.&D.LÖWENTHALSilberwaaren 8ti7). Frankfurt a. M., Zeil 23, Israel. Cultusgegenstande. Stelle-Gesuch, Bäcker. Tücht., jung., kräsr. Bäcker mit bester Empfehlung, felbstfläudiger Arbeiter, sucht dauernde Beschäftigung in einer Brod-, Fein- oder Mazzenbärkerei. Gefl. Offerten au E. Schorsch, Sind als heim (Baden) erbeten. (7079 /Line Person gesetzten Alters, in jeder Hinsicht tüchtig und befähigt, einen Haushalt selbstständig zu führen, sucht, auf gute Zeugnisse gestützt, pass. Stelle. (Bei einzeln. Herrn od. älterem Ehepaar erwünscht.) Offerten besorgt unter Nr. 7009 die Exped. d. Bl. Ein kräftiger Junge inr Alter von 16 Jahren, aus streng religiöser Familie, kann in meiner Metzgerei u. Wurstwaarenfabrik sofort als Lehrling eintreten. Joseph Soudheimer, 7110) München, Rumfordstr. 16. QJiir unser Mannsoclnrw.- n. Eo»fec>ions- O Geschäft, welches Sonnabend n. Feiertage geschlossen, suchen per sofort evt. 1. Januar 93, einen Lehrling oder Volontair mit guten Schnlkenntnissen. H a nn. M n n d e n. 7007) Müller & Meyer. Gesucht wird für meine Wuistmetzgerei ein Metz gerburfche, der selbstständig arbeiten kann. 7083) Simon Scheuer, Metz. Ci» meinem Modewaarenu. Aus <\3 stattungsgcschäst irt eine Lehrlingsstelle per Anfang Januar zu besetzen. Sabbat u. Feiertage geschlossen. Kost und Logis im Hause. A. H. Rothschild, , 7088) Brette», Baden. | hgushAtrrmI isr., gesucht. Snche per sofort eine tüchtige, gereifte, gebt! bete Person, der ein Dienstmädchen zur Seite steht, zur selbstständigen Führung des Haushaltes und zur Beaufsichtigung der Kinder bei einem Wittwer, Inhaber eines Detail-Manufacturwaaren-Geschäsles. Etwas Geschäslskenntnisse, wenn möglich, wären erwünscht. Offerten mit Zeugilisseu, Gehaltsansprüchen nebst Photographie zu richten an 7107) Isidor Weil, Molsheim bei Straßburg (Elsaß). Cin einer großen, sehr frommen, israel. i\j Gemeinde ist eine schön eingerichtete isr. Bäckerei mit guter Kundschaft billig zu verkaufen. Offerten unter Nr. 7045 an die Exped. d. Bl. erbeten. c^nr einen jüdischen Haushalt wird ein O Mädchen gesucht, das vollständig kochen kann und alle Hausarbeit übernimmt. Nur prima Zeugnisse werden berücksichtigt. Eintritt Ende Februar. Offerten unter G-. 7060 an die Exp. d. Bl. erbeten.