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Der Israelit · 1892-11-24 · Heft 93 (24.11.1892) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
33 (1892)
Issue
Heft 93 (24.11.1892)
Date
1892-11-24
Page
– (sequence 19)
Language
German
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1T83 Dir Silbern»««rerr-FÄbrik toh Lazarus Posen W5 m Frankfurt a. M. empfiehlt ihre kttnstlerisch ansgestatteten isr. Cnltnsgegenstände: Es Chajim, Tass, Kronen, Channkahlampen, Besomimbücbsen, Seder- 6egenst8nde, Pokale, Weinhnmpen etc. etc. und versendet ihre neuen, sehr vergrößerten Mnsterhefte nebst Preis von ranten gratis und franko! (189 Verkaufs - Lokalitäten: Frankfurt a. M., Berlin W., Zeil 46a., im „Hessischen Palais“. Unter den Linden 5, Hotel Bristol. Thiergartenstr. HANNOVER. + Thiergartenstr. untr Höhere Gö^hteehhule »o» Frau Dr. Leverson u. Frl. Constance Levy. Jetzige Inhaberin: Fräulein CIOYSTAJICE LEVY. P Schneller als alle übrige« Chmkch-LeWer haben sich die von mir sabrizirren eingeführt. Dieselben find ans feinstem,^ filberähnlichem Metall angefertigt,z elegant nud praktisch gebant. Preis per Stück nur Mark 16 od? fl. 9,50 öfi. oder holl. Währ, francoß Porto und Verpackung gegen Voreinsendung des Betrags oder Nachnahme. MForm genau wie nebenstehende Zeich uung. werden unter Chiffre 6575 in der' OtsttUUUljtll Exped. dss. Bl. entgegengeuommen. l ensionat u. höh. Töchterschule von Frau Schauer in Mainz. In dieser Anstalt finden junge Mädchen zu jeder Zeit Aufnahme. Wegen Prospecte und weiterer Auskunft wende man sich gefäll. an obige Adresse. (2312 In meinem Handarbeit- und Haushaltungspeuftonate, welches sich in schönster und gesundester Lage befindet, werden zu jeder Zeit junge Mädchen ausgenommen. Gründliche Ausbildung im Kochen, Backen, Einmachen, Bügeln, Maschinennähen, Zuschneiden und Anfertigen von Herren- und Damenwäsche, sowie in allen Handarbeiten. Anleitung in der Buchführung u. s. w. Auch schulpflichtige Kinder finden liebevolle Aufnahme. Näheres durch Prospekte. 3204) Sibilla Levi, Rheinbach, Rheinprovinz. Aufruf! Wenn je eine traurige Nothlage das Mitgefühl und die regste Theilnahme eines warmen Menschenherzens zu erwecken im Stande ist, so dürfte dies sicher bei der Familie G. Mannheimer in Himmelstadt bei Karlstadt a. M. der Fall sein, welche vor 14 Tagen in unerwarteter Weise von einem schrecklichen Unglücke leider heimgesucht wurde. Herr G. Mannheimer, ein redlicher und fleißiger Familienvater von Frau und sieben unerwachsenen Kindern, mußte leider vor 14 Tagen infolge einer plötzlich eingetretenen Geistesstörung in die Kreis-Irrenanstalt Werneck verbracht werden, wo ihn am o. ds. Mts. der Tod von seinen Qualen erlöste und er seine Familie in den kümmerlichsten Verhältniflen zurückließ. Sieben kleine Kinder, wovon das älteste ein Knabe von 11 Jahren ist, strecken weinend die Hände zu ihrer trostlosen und sich im Schmerze windenden Mutter um Brot verlangend empor. Bedarf es nun der Worte noch mehr, um die schreckliche Noth und das Jammergeschrei dieser so schwer und hart geprüften Familie zu schildern? O! die Feder sträubt sich, das Elend derselben in seinem ganzen Umsange zu bezeichnen und ein vollkommenes Bild des unendlichen Jammers zu entwerfen. Und was noch wesentlich zur traurigen Lage dieser Familie beiträgt, ist der bedauerliche Umstand, daß dieselbe die einzige jüdische Familie in diesem fast 1 Stunde von hier entfernten Orte und daher vom Umgänge theilnehmender Glaubensgenossen abgeschlossen ist. Hier ist sicher die schleunigste Hilfe, sowie anhaltende Unterstützung am Platze und jede Zögerung in dieser Weise dürfte gewiß die größte Verantwortung und schlimmste Folge nach sich ziehen. Daher helfet, wer helfen kann, und reichliche Belohnung wird den edlen Spendern vom Vater der Witwen und Waisen zu theil werden. Laudenbach, bei Karlstadt a. M., den 6. November 1892. Die israelitische Cultusverwaltung. Sande! Frank. Moses Adler. Lehrer L. Blumenthal. Die vorbezeichneten Verhältnisse sind der Wahrheit gemäß geschildert und wird die Angelegenheit dem Wohlthätigkeitssinn der Glaubensgenossen aufs wärmste empfohlen. Würzburg, den 9. November 1892. Der Distrikts-Rabbiner: Nathan Barnberger Spenden wollen an die genannte Cutusverwaltung gesandt werden. Auch die Expedition ist gern bereit, Gaben in Empfang zu nehmen und weiter zu befördern. (6682

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