Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 33 (1892)
- Issue
- Heft 79-80 (4.10.1892)
- Date
- 1892-10-04
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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1523 der russischen Juden eine schwächliche sei, müssen wir bestreiten; wohl trägt ihr Gesichtstypus fast durchweg einen wehmüthigen Zug, gar mancher auch mag durch seinen Beruf, durch mangelhafte Ernährung, durch licht- und luftlose Wohnung zum Schwächling und Krüppel geworden sein, dagegen ist die große Masse von felsenfester Gesundheit. Wahre Hünengestalten erblickten wir im vergangenen Frühjahr, während unseres Aufenthaltes an den russisch-deutschen Grenzstationen, und der größte Theil der Auswanderer zeigte trotz der Anstrengungen der Reise frische Gesichtsfarbe, muskulösen Körperbau und elastischen Gang. In der Hauptsache, daß die russischen Juden in ihrer großen Masse nicht zu amerikanischen Fabriksclaven herabsinken mögen, können wir dem Herrn Verfasser nur beipstichten. Zeituugsnachrichteu und Correspouderrzen. Deutschland. Geestemünde, 29. Sept. Wie hier werden auch in Cuxhaven russische und russisch-jüdische Rückwanderer nicht ins Preußische gelassen. Weitere Rückwanderer sind angekündigt. Die englischen Dampfer müssen dieselben zurücknehmen. Die Leute befinden sich im elendesten Zustande. Burgpreppach, 26. September. Die israelitische Präparandenschule „Talmud Thora" dahier war in dem abgelaufenen Schuljahre 1891/92 von 46 Zöglingen besucht, welche sich auf 3 Kurse vertheilen. Von den Schülern sind 26 aus Bayern, 9 aus Preußen, 5 aus Württemberg und je 2 aus Sachsen-Meiningen, Hessen- Darmstadt und den Reichslanden. Gewiß ein Beweis, daß die hiesige Anstalt auch außerhalb Bayerns sich eines guten Rufes erfreut. Außer dem Vorstande, Hrn. Distriktsrabbiner Dr. Deutsch, wirken noch 5 Lehrkräfte, hierunter 3 Präparanden-und 2 Volksschullehrer, letztere für den Unterricht in der Musik an der Schule. — Von dem ausgezeichneten Werke „Die jüdische Litteratur seit Abschluß des Kanons", herausgegeben von Rabb. Dr. Winter und Professor Dr. Wunsche, erscheint im Verlage von Sigmund Mayer in Trier binnen kurzem das achte Heft. Lieferung 6 und 7 enthalten die hochinteressanten Beiträge von Prof. Dr. Bacher in Budapest über Massora, Sprachwissenschaft und Bibelexegese. Das Werk hat sich in steigendem Maaße des Beifalls des Lesepublikums zn erfreuen und wird nicht nur als Nachschlagewerk für Gelehrte, sondern auch als Familienbuch den ihm gebührenden Platz behaupten. Berlin» im September. (Subscription betreffend Moritz Gottlieb's „Betende Juden".) Dieses Bild, das reife, technisch vollkommenste letzte Werk eines Zweiundzwanzigjährigen, mit dem ein selten tiefes, ernstes Künstlergenie in's frühe Grab gesunken, verdientes in jeder Hinsicht, einer jüdischen Gemeinde oder einer Wohlthätigkeitsanstalt zum Geschenk gemacht zu werden. Wer diese Ueberzeugung theilt und nach wiederholter genußreicher Betrachtung zugeben wird, daß dieses Kunstwerk für alle Zeit gemalt ist, der möge freundlich sich nach seinen Kräften an der Geldzeichnung betheiligen! Wir haben uns entschlossen, dieselbe versuchsweise zu eröffnen und geben nachfolgend noch einige Notizen. Das Gemälde war bald nach der Vollendung von dem bekannten Kunstsammler, Geheimen Rath Zschille in Dresden für 3000 öst. Gulden erworben und ist uns in Folge seines Ablebens nun mit 5000 Mark zum Verkauf übergeben. Sollte die freiwillige Zeichnung einen größeren Betrag aus- ‘ bringen, so wird das Mehr zu wohlthiitlge« Zwecken überwiesen. Die gezeichneten Beiträge werden aber überhaupt nur einkassirt, wenn die Subscription Erfolg hat. Ueber die Höhe der Beiträge werden Vorschriften nicht gemacht, es bleibt nur Vorbehalten, ganz winzige uneingefordert zu lassen. In welcher Weise nachher über das Kunstwerk und den eventuellen Ueberschuß am besten verfügt wird, bleibt seiner Zeit dem Beschlüsse einer Versammlung der Schenker Vorbehalten. L. Sachse & Co Commissions-Kunsthandlung. (Werderscher Markt 10.) ULkUsl. (mTi) T ^7p7 D’jnyö D'37v Tii-ru tind "j7n rniDN1? mm pn mdid ’firro ionn7 nnoucn nnLS'D'po by 354 7n20 ’JDID’ N7 ij/oh ’jyoipn D'jn»n nwnöa dj : 7n:n ’i in n« n>7p Trnyn nrnNi ]U’ pn ’mnu TT3 PJN! IN; nnsyi jn dip ,nraff=nnssnr,rasr pr m«sn7i r6nnl? pjn hjj7 btn my Dwnsi nsu’ 345 -uw ntw< noy $>*nnn p3«nbi msyo i’N nyiii nm7 traten n7p d-ildi TnijnstN 7p nj \niyp! 12345 DN TIBOn 13b nip 7P *J3fD ra fnsraa 'JjD PC<P 'PPl^ ' p 342 — .1311 nD37 -pn TN1 'W p ’DN7 tON Egelsbach, E. Agulnick. Unter den Einsendern von richtigen Lösungen wird geloost und erhielt der Gewinner Ein Werk a«S unserem Verlag franco zugesandt. Wochen - Kalender. Mittwoch, 5. Oktober, 14. Tischri. niDD Festes-Anfang 5 Uhr 15 Min. (Mainzer Uhr.) Donnerstag, 6. Oktober, 15. Tischri. ni3D"l 'N Di’. Freitag, 7. Oktober, 16. Tischri. riDDT P nr. Samstag, 8. Oktober, 17. Tischri. n7.1p1. 0*nn lH Sabbat-Ausgang 6 Uhr 10 Min. (Mainzer Uhr). Sonntag, 9. Oktober, 18. Tischri. ) Montag, 10. Oktober, 19. Tischri. ) nyian^in. Dienstag, 11. Oktober, 20. Tischri. ) Mittwoch, 12. Oktober, 21. Tischri. *03 Njytsnn. Festes-Anfang 5 Uhr — Min. (Mainzer Uhr.) Donnerstag, 13. Oktober, 22. Tischri. rnay ’J’DtP. Freitag, 14. Oktober, 23. Tischri. min nnn Samstag, 15. Oktober, 24. Tischri. n"H3D n’LWO. Sabbat-Ausgang 5 Uhr 55 Min. (Mainzer Uhr.) In denjenigen Staaten, in welchen mitteleuropäische Zeit eingeführt ist (also bis jetzt in Baden, Bayern, Elsaß und Württemberg), ist die oben angegebene Zeit, abgesehen von der Umrechnung der Mainzer Uhr in die betreffende Ortszeit, um etwa 25 Minuten später zu berechnen.