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Der Israelit · 1892-09-29 · Heft 78 (29.9.1892) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
33 (1892)
Issue
Heft 78 (29.9.1892)
Date
1892-09-29
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Xxxm. Za-rgang. Der Israelis TT M VS. ein Eentrat-Hrgan für das orthodoxe Iudenthum. Begründet von Dr. Lehmann tu Mainz. Donnerstag, den 29. S e P t. 5653 (1892). Der ungetheilte Beifall und der große Dank, den wir uns durch Lieferung der Erzählung „Die Familie y Aguillar" in Buchform von Seiten unseres Leserkreises erworben, veranlaßt uns, auch im nächsten Quartal eine größere Erzählung von Dr. Feh mann Vai unseren Abonnenten als Gratis-Lieferung zu überreichen. Wir werden demgemäß im Laufe des nächsten Quartals wieder mit der Beilage der einzelnen Lieferungen genau in derselben Weise, wie wir es mit der „Familie Aguillar" gehalten haben, beginnen, so daß unsere geehrten Leser nach Sammlung der Lieferungen ein weiteres Bändchen der Lehmann'schen Erzählungen erhalten werden. Redaetion des „Israelit". |g»^g=cg» Ein Kunstblatt zur Verzierung der Laubhütte wird unserer nächsten Dienstag erscheinenden Doppetnummer beigelegt werden. Expedition des „Israelit". Leitender Artikel. Aas Heöet Salomos. Mainz, 7. TIschrl. In dem Gebete j^> -o-in wom bitten wir, Gott möge uns des Bundes mit Abraham, Jizchak, Jakob, Moscheh, Aharon und David, der Lauterkeit Josephs und des Eifers von Pinchas gedenken und schließen mit der Bitte: n2^>d nm^a 12ns wom Erbarmungsvoller! Gedenke uns des Gebetes des Königs Salomo. Morgen, am 8. Tischri, sind 2725 Jahre verflossen, seitdem die erste sestgebaute Gottesstätte, der salomonische Tempel, fertiggestellt und eingeweiht wurde. Bet der Einweihung betete Salomo das einzige, ewig denkwürdige Gebet, welches uns in seinem Wortlaut im I. Buch der Könige, Kap. 8 aufbewahrt ist. Wenn unter den gefeierten Gebeten aller Beter auf Erden gerade dieses Gebet herausgegriffen und gerade an es die Bitte geknüpft wird, daß seiner Gott uns gedenken möge, so ist dieser Umstand allein geeignet, uns die Bedeutsamkeit dieses Gebetes nahe zu legen. Es kann nicht wohl die Thatsache des salomonischen Gebets an und J für sich sein, deren uns hier zum Guten gedacht 1 werden soll, sondern es muß ein besonderer Um- « | stand, irgend eine Seite dieses Weihegebets sein, welche aus uns und unsere Lage ihre speeielle Anwendung hat. Das Gebet Salomons behandelt die einzelnen Phasen und Zustände, in welchen das Volk, der Einzelne, selbst der Heide sich betend an dieser Stätte zu Gott wendet. Es bittet, daß der Himmel allen und jedem, in welcher Lage auch immer, Erhörung des Gebets und Erfüllung aller Wünsche gewähren möge. Selbst in Kriegszeiten sowie in den Tagen der Verbannung und Entfernung von dem Tempelheiligthum, möge die Bitte, welche im Gei st e die Richtung nach dem heiligen Orte nimmt, Erhörung finden. — Das salomonische Gebet schließt mit den Worten: ”|Dj/ mnn nnn Vn nnnc nvnV n^nP 1*7 cn^-nn nns '2 -ps ns-ip ^22 □ ,-p^n yn&b ns “iN’a'im yoy rwd T2 nnan -«mg psn nay ^20 — 's DnaDö irnas „Daß Deine Augen geöffnet sein mögen auf das Flehen Deines Dieners und auf das Flehen Deines Volkes Israel, auf sie zu hören, bet jedem Ruf, den sie an Dich richten. Denn Du hast sie Dir als Erbe ausgeschieden von allen Völkern der Erde, wie Du geredet hast durch Deinen Diener Moscheh, als Du unsere Väter aus Egypten führtest 0 Herr Gott!"

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