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Der Israelit · 1892-09-01 · Heft 70 (1.9.1892) · page 21

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Journal
Der Israelit
Volume
33 (1892)
Issue
Heft 70 (1.9.1892)
Date
1892-09-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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XXX111 Jahrgang. Wissenschaft!. Beitage M M 70„Israelis" ranan □ Bekanntlich werden bis jetzt von allen Uebersetzern, elfteres mit Hase, letzteres mit Kaninchen (od. Klippdachs) wiedergegeben, jedoch nur aus I rrthum. Denn die ganze Welt weiß, daß weder der Hase noch das Kaninchen: „ma ntyo", Wiederkäuer sind, wie es vom najiN und im pivs heißt, sondern: Nagethiere. Es sind auch beide keine behuften Thiere überhaupt, moio sondern dieselben haben „Pfoten." Also müssen sämmtliche Uebersetzer, ohne Ausnahme sich hier geirrt haben. Nun trifft auch hier wieder zu: no'ön 'i min @oite§ Lehre ist fehlerlos und bleibt wahr; denn in der That giebt es zwei Thiere, die beide im Gottesworte angegebenen d'jd'D (Zeichen) besitzen, und zwar trifft das nur zu bei dem naiw und bei dem d. h. bei der Girafe (Camelopardalis) und l-et dem Lama (^.ueütznia Lama.) Von der Girafe lehrt die Naturgeschichte Die Girafe, ein Wiederkäuer und zur Familie der Kamele gehörig, hat zwei Hufe, die nicht durchgespalten sind und kommt nur in Afrika vor. Girafe (nmiN). Von dem Lama. Dasselbe gehört zu den Wiederkäuern, aber die Zehenklauen^sind nur bis zur Mitte gespalten, es gehört zur Familie der Kamele u. zwar zu den: Schwilensohlern (Tylopoda). Dasselbe kommt jetzt nur noch in Amerika vor. Lama (pp). (Vergl. Ps. 104, 18. d^d n^y'b D'niznn Dnn d’jdk*^ nDno). Nicht umsonst stehen daher diese beiden Thiere im 5. B. M. 14 7 in Einem Satze. (Siehe: R. S. Hirsch, Commentar daselbst.) Demnach verhält eS sich mit diesen beiden Thieren ganz so, wie es in der Schrift berichtet und beschrieben wird. Hiezu kommt, daß es kein anderes Thier weiter giebt, auf welches die Angaben des Textes angewendet werden können. Folglich können ro^n u. ppn nur die Girafe und das Lama sein, weil es anderseits unbestrittene Thatsache ist, daß es sonst kein Thier gibt, welches notorisch zu den Wiederkäuern gehört und doch nicht nions jop nyDiBn hdid v'isv, wie der raus, die Girafe, und das jdip, das Lama, ist. Dagegen fällt der Hase und das Kaninchen unter diejenigen, als niNoo (unrein) verbotenen Thiere, von welchen es heißt?ed by *£in (Alles, was auf seinen Pfoten geht); denn weder Hase noch Kaninchen haben überhaupt Klauen, sondern nur Pfoten. Nach der Laut- und Sprachverwandtschaft der beiden Wörter: und runa bedeuten dieselben ganz entsprechend das „sputzende" Thier, . nanx dagegen das langhalsige Thier. Alle möglichen und — unmöglichen Einwendungen gegen diese meine Entdeckung gipfeln in dem Satze: „Man habe von jeher „so" übersetzt, und weil man's „so" gelernt und „Große" Autoritäten „so" übersetzt haben. Diese (nichtige) Ausrede gegen die Erkenntniß des Wahren und gegen die Wahrheit selbst kann aber doch kein Grund sein für die Ablehnung od. — Abneigung gegen den klaren, unzweifelhaften und unzweideutigen Wortlaut der hl. Schrift selbst! - Nachdem, d. Red. Diese Erklärung der zwei schwierigen Worte FÖHN und ist recht beachtenswerth, ob der Vers, aber Ursache gehabt hat, sich jetzt schon über etwaige Einwendungen zu erregen, bezweifeln wir sehr. Entweder werden begründete Entgegnungen gemacht werden, oder man wird ihm stillschweigend beistimmen. Eine Entgegnung nur mit der bisherigen Gewohnheit zu begründen, wird niemanden einfallen.

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