Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 33 (1892)
- Issue
- Heft 61 (1.8.1892)
- Date
- 1892-08-01
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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1155 daß die Uebersiedelung von Personen, welche unter dem Schutze der Hirsch'schen Comitßs auszuwandern wünschen, nicht vor dem Monate Januar 1893 beginnt, da vor diesem Zeitpunkte in den dortigen Kolonien nicht alle Vorbereitungen für Aufnahme der Auswanderer erledigt werden können. Daher sei es von keinem Nutzen, wenn Personen, die auszuwandern beabsichtigen, schon jetzt Anmeldungen in dieser Angelegenheit vorstellen. Im Herbste laufenden Jahres eröffnet das Hirsch'sche Centralcomittz zu Petersburg seine Wirksamkeit; späterhin werden auch nach Maßgabe der Notwendigkeit an verschiedenen Punkten im Innern Provinzialcomitos eröffnet. Dahin haben alle diejenigen ihre Anmeldungen zu richten, welche durch Vermittelung der Comitös nach Argentinien gebracht zu werden beabsichtigen. > vermischtes. Berlin, 27. Juli, lieber den Vertrieb der Schnndbroschüre „Judenbordelle" ist auf die seiner Zeit mitgctheilte Beschwerde Berliner Bürger vom Polizeipräsidium der Bescheid erfolgt, daß das Amtsgericht I. Berlin die genannte Druckschrift als unsittlich im Sinne des 184 St.-G.-B. nicht anzusehen vermag, mithin ein Verkauf des Heftes schlechthin nicht verboten werden könne. Hingegen seien die Polizeibeamten angewiesen, daraus zu achten, daß der Vertrieb der Berg'schen Schrift nicht in lärmender Weise geschehe, daß vor allem das Ausrufen des Titels zu unterbleiben habe. Schließlich stellt der Polizeipräsident anheim, diejenigen Vertreiber der Druckschrift, die trotz des Verbotes das Publikum mit Ausrufen oder zudringlichem Vorweisen des Broschürentitels belästigen, dem nächsten Sicherheitsbeamten znzilführcn oder zur Anzeige zu bringen. Memel, 14. Juli. Heute ging aus der Feder des Herrn Rabbiners Dr. I. Rülf ein neues, kleines, aber sehr interessantes Werk hervor. Sein Titel lautet: „Die russischen Juden." „Ihre Leidensgeschichte und unsere Rettungsversuche." Der Preis des Werkes ist ein beliebiger, denn der Ertrag ist zu Unterstützungen für die im größten Elende zurückgebliebenen Frauen und Kinder bestimmt, deren Ernährer ausgewandert sind, um für sich und die Ihrigen ein Unterkommen zu suchen. Möge das Buch überall die ausgedehnteste Verbreitung finden, damit die edle Philantropie des Herrn Verfassers reichlich belohnt werde, und dieselbe im größten Maße vielen Unglücklichen zn Theil werden könne. Privat-Telegramm des „Israelit". Prag, 29. Juli. Ueber Einschreiten der hiesigen Cultus-Gemeinde-Repräsentanz confiscirte die Staatsanwaltschaft die Broschüre Inden-Bordelle und die Confiscation wurde vom Gerichte bestätigt. Wochen - Kalender. Freitag, 5. August, 12. Ab. Sabbat-Anfang 7 Uhr 10 Min. (Mainzer Uhr.) Samstag, 6. August, 13. Ab. ivm rov ,pnnxi. Sabbat-Ausgang 8 Uhr 25 Min. (Mainzer Uhr.) Montag, 8. August, 15. Ab. rwy ntyon In denjenigen Staaten, in welchen mitteleuropäische Zeit eingeführt ist (also bis jetzt in Baden, Bayern, Elsaß und Württemberg), ist die oben angegebene Zeit, abgesehen von der Umrechnung der Mainzer Uhr in die betreffende Ortszeit, um etwa 25 Minuten später zu berechnen. Briefkasten der Redaction. G. in D. Wir haben schon vor Wochen einen diesbezüglichen Artikel veröffentlicht. fl lt i c t fl C U. "W> Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. C\n der Synagogen gemeinde Hinter- <\3 steinau ist die Stelle eines Religionslehrers, Vorsängers und Schächters mit einem jährlichen Gehalt von 700 M. freie Dienstwohnung, 4 Raummeter Holz und 100 M. Nebeneinkommen zu besetzen. Bewerbungsgesuche sind unter Beifügung der erforderlichen Zeugnisse bis zum 1. Sebtember anher einzureichen. Hanau, den 29. Juli 1892. Das Vorsteheramt der Israeliten: 4786) Dr. Koref. /An deutsch., talmud., seminar. und musik. geb. und rüstiger Pred., Cantor, Chordirig., öffentl. Lehrer, prakt. Schochet und Mohel s. verb. halber Placement. Gest. Offer. unter Nr. 4782 befördert die Expedition dieses Blattes. <7^n meinem Verlage erscheint: Aron xJ Ackermann: nm rftns, eine Sammlung von Sologesängen für den jüdischen Gottesdienst (i£r?W Q'NIU 0’in und ros?) in 4 Lieferungen ä 90 Pfg., das ganze Werk bei Vorausbezahlung 3 M. 1. Lieferung soeben erschienen. H. Engel, Berlin 6., 4797) Klosterstraße 10. e^ür unser am l2"'> rottf geschlossenes ö Bank- und Wechselgeschäst suchen wir zum October a. c. einen Lehrling oder Voloutair mit guten Schulkenntnissen und aus guter Familie. Wir erbitten selbstgeschriebene Offerten. Wolfs & Zomber, Bankgeschäft, 4790) Bremerhave u. Offene Lchrerstelle. Die hiesige Stelle eines Religionslehrers, Eantors u. Schochets ist sofort zu besetzen. Gehalt M. 650. — Nebenverdienste ca. M. 400. — Berheirathete Lehrer mit kleiner Familie werden bevorzugt. K l e i n w a l l st a d t a. M., 29. Juli 1892. Cultusvorstand 4800) Liebmaun Freund. (Auche für mein an isr. Feiertagen gew schlossenes Mamrfacturgeschäft einen tüchtigen Detailreisenden für gut eingeführte Touren. Koil und Logis im Hause. Offerten mit Gehaltsausprüchen unter B. Z. 4793 an die Expedition dieses Blattes erbeten.