Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 33 (1892)
- Issue
- Heft 60 (28.7.1892)
- Date
- 1892-07-28
- Page
- – (sequence 21)
- Language
- German
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1135 Fruchtscheune, in der der kleine Hegmann ermordet aufgesunden wurde. Etwas weiter rechts die sogenannte Stallscheune, in der Ochsen, Kühe, Schweine u. s. w. untergebracht sind. Die Fruchtscheune ist stets geschlossen, die Stallscheune dagegen stets geöffnet; beide sind mit einander verbunden, so daß man zunächst durch die Stallscheune in die Fruchtscheune gelangen kann. Unter dem Blöcken der Kühe, dem Grunzen der Schweine und dem Gegacker der Hühner betrat das Schwur-Gericht die Scheune. Die Stelle auf der der Ermordete aufgefunden wurde, war durch einen langen Stock, an dessen Ende zwei Kinderschuhe aufgesteckt waren, markirt. Die Dienstmagd Dora Moll, die das Melken der Kühe zu besorgen hatte, betrat die an die Stallscheune anstoßende Fruchtscheune nur, wenn sie sich Stroh holen wollte. Um jedoch die Stelle zu sehen, an der der Ermordete gelegen, war sie genöthigt, etwas näher hinzutreten, zumal die Scheune ziemlich dunkel ist. Etwa drei Schritt von der Stelle, wo der Leichnam aufgefunden wurde, steht die vielerwähnte Schaukel und fünf Schritt von der Schaukel die Strohschneidmaschine. Nach Besichtigung der Scheune wurde der Küppersche Garten in Augenschein genommen und alsdann in der Kirchstratze zunächst der Zeuge Mölders und alsdann der 9jährige Knabe Gerhard Heister aufgefordert, die Stelle anzugeben, von der aus sie gesehen haben wollen, wie das Kind in das Buschhoff'sche Hausj gezogen worden sei. Während der Knabe Heister genau angab, daß er auf dem an der Clever- und Kirchstraßen-Ecke belegenen Prellstein, etwa 50 Schritt von dem Buschhoff'schen Hause, das Hineinziehen wahrgenommen, bezeichnete Mölders eine etwa 20 Schritt weit belegene Stelle, auf der er das Hineinziehen des Kindes gesehen habe. Der Oberstaatsanwalt bemerkt, daß Mölders in seinen Angaben avancirt sei, er habe zunächst etwa 10—12 Schritt, alsdann 12—14, in einer spätern Vernehmung 18—20 und jetzt sei er schon auf 20 Schritt angelangt. Er (Ober- Staatsanwalt) müffe allerdings bemerken, daß es ungemein schwer sei, heute noch genau zu wissen, auf welcher Stelle er gestanden habe. ES werden alsdann verschiedene Versuche gemacht, von einer herauslangenden Hand vorübergehende Kinder in das Buschhoff'sche HauS zu ziehen. Die Versuche ergeben, daß ein Hineinziehen des Kindes wohl möglich ist, ohne daß man die hineinziehende Person sehen konnte. Letztere mußte aber dabei auf der Lauer stehen. Ein genaues Ergebniß war kaum sestzustellen. Der Präsident zeigt außerdem den Geschworenen die dem Buschhoff'schen Hause gegenüberliegende Pumpe, wo die Pumpenkirmes abgehalten wird, und endlich das kleine Pflegekind des Ullenboom. Endlich bezieht sich das Schwurgericht noch einmal in die Küpper'sche Fruchtscheune. Der Präsident theilt mit, daß von der Tochter des Mölders, die in Gelsenkirchen an einen Bergmann verheiratet ist, laut eineslan die Ober-StaatSanwaltfchast gelangten Schreibens, erzählt haben soll: Ihrem Vater sei von dem oder den Juden 500 Mark geboten worden, wenn er seine Aussage zurücküehe. Präs.: Ist das wahr, Mölders, haben Ihnen die Juden oder ein Jude 500 Mark geboten, wenn Sie Ihre Aussage widerrufen? Mölders: „Nit enen Penning" (nicht einen Pfennig). Präs.: Diese Behauptung ist also ebenso wie viele andere aus der Luft gegriffen. Hierauf wird, auf Wunsch eines Geschworenen, der geistesschwache Drechsler Knippenberg in die Scheune gerufen, an die Mordstätte geführt und nochmals eingehend gefragt, ob er den kleinen Joanchen geschlachtet habe. Die Vernehmung fiel aber resultatlos aus. Danach war die Okutar-Jnspektion beendet. Buschhoff wurde sehr bald wieder per Wagen, von 4 Gendarmen begleitet, nach Cleve eSkortirt, während das Schwurgericht u. s. w. mit dem um 3 Uhr 4 Minuten Nachmittags abgehenden Zuge nach Cleve zurückfuhr und dort nach 4'/« Uhr Nachmittags wieder anlangte. (Fortsetzung folgt.) N n % e t a e tt. Fürzen folgende« Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. 120 Hotel Reinsberg, Ostende üd Beste renommirte Küche. Reingehaltene Weine. Prachtvolle Speisesäle und Logirzimmer. 4052) VMM Ueber streng rvntw beste Referenzen. GGGGGGGGGGSÜGG von I "IBD Skreng TEO I ra Erste Wnrstwaarenfabrik [d fön bon (öl iJosef SondheimerJ München, Rumfordstr. 16, BS Versandt gegen Nachnahme nach feg ra allen Weltgegenden. ra «Cervelat-, Salami-, Knoblauch-, Re-(öl pa gensburger-, Wienerwürste, Brat-, (Sa A Leberu. Lungenwürste; ferner ger.^ Wu. gepöck. Fleisch, Roulade, Zungen, W Wgef. Flanken rc. unt. reell. Bedienung. KM K8 Referenz: Se. Ehrw. Herr Dr. »ffl ^Ehrentreu, hier. (1918 Seebad B lankenberg*lie. 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