Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 33 (1892)
- Issue
- Heft 58 (21.7.1892)
- Date
- 1892-07-21
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
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179 Von Nah und Fern strömten Leute ohne Unterschied der Confesston herbei, wo sich an der rvPn zu betheiligen, und so bewegte sich heute Abend ein Leichenzug von unübersehbarer Größe durch unsere Stadt, der beste Beweis für die hohe Achtung, die der Hingeschiedene genoß. Auf dem Friedhofe schilderte Herr Rabbiner Dr. Sondheimer in herrlichen Zügen die Tugenden des Hingeschiedenen, gestützt auf daß Psalmwort: totu^ uw •pm 'brb "u Babenhausen. (Starkenburg.) Die Eheleute M. Strauß dahier, begingen dieser Tage im Kreise ihrer Kinder und Enkel das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Dem allgemein hochgeachteten Jubelpaare wurden aus Anlaß dieser Feier aus allen Kreisen die besten Glückwünsche dargebracht; von der isr. Gemeinde wurde ihnen ein schöner Sessel gestiftet. Möge dem Jubelpaare noch eine lange Reihe von Jahren beschieden sein! Wie«. Heute sind sechzehn studentische Verbindungen an der Universität von der Behörde aufgelöst worden, und zwar sind es durchwegs conservative deutsch-nationale Verbindungen mit antisemitischer Tendenz, welche dem sogenannten ..Waidhofener Verbände" angehörten. Dieser sogenannte „Waidhofener Verband" beruhte aus einem gemeinsamen Programme, welches die Vertreter der unter Schönerer's Einfluß stehenden deutsch-nationalen Verbindungen bei einer zu Pfingsten 1890 in Waidhofen abgehaltenen Versammlung beschlossen und angenommen hatten. Dieses Programm hatte den Zweck, die Agitation der deutsch-nationalen Antisemiten in der Studentenschaft zu verbreiten und für dieselbe eine feste Organisation zu schaffen. Als Grund der Auflösung ist angegeben, daß die Verbindungen über ihren statutarischen Wirkungskreis hinausgingen und politische Zwecke verfolgten. Der Waidhofener Verband hat noch bei den letzten Wahlen in dem Wiener medicinischen Unterstützung- Verein eine lebhafte agitatorische Thätigkeit gegen die fortschrittliche Studentenschaft entfaltet. Es ist möglich, daß die stürmischen Vorgänge am Tage der Ankunft des Fürsten Bismark, welche bekanntlich zu einem blutigen Rencontre mit der Polizei führten, bei welchem zumeist Studenten eine Rolle spielten, zur Beschleunigung der nun erfolgten Maßregel beigetragen haben. Briefkasten der Redaetion. B. in K. Der Aufruf aus Köln in Nr. 54 unseres Blattes ist irrthümlich von uns veröffentlicht worden. Anzeigen. Für den folgenden Theil ist die Redaetion nicht verantwortlich. Um den vielseitigen Anfragen zu begegnen, wohin Gaben für den nunmehr in Köln wohnenden, aller Subsistenzmittel beraubten Adolf Buschhoff aus Xanten abzuführen sind, beehrt sich das Unterzeichnete Comite mitzutheilen, daß die Herren: Rechtsanwalt Carl ElHbacher in Firma I. L. Elzbacher und C>e, Otto Rothschild in Firma S. und L. Rothschild, Moritz Rosenthal, Flandrische Str. 20, zur Empfangnahme von Beiträgen zu diesem Zweck gerne bereit sind. Eine einheitliche, geregelte Verwaltung, welche sich das Unterzeichnete Comitö zur Aufgabe macht, ist in vorliegendem Falle im Interesse der schwer heimgesuchten Familie unbedingt geboten, und sprechen wir daher die dringende Bitte aus, die Beiträge nur an einen der vorstehend genannten Herrn gelangen lassen zu wollen. Köln, den 18. Juli 1892. Das Comite: Dr. med. Auerbach. I de Jonge. Carl Eltzbachcr Rechtsanwalt. B. Liebmann, Stadtverordneter. Moritz Rosenthal. Otto Rothschild. 4686) Simon Simon. ihr mein Manusacturwaaren - Geschäft suche ich zum sofortigen Eintritt einen Lehrling welcher der polnischen Sprache mächtig ist. (4651 S. Cahn, Gelsenkirchen. Mür eine aus 3 Pers. best. Familie auf O dem Lande, tüchtiges, isr. Mädchen gegen sehr hohen Lohn per sofort gesucht. Dieselbe muß im Kochen bewandert sein. 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