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Der Israelit · 1892-07-18 · Heft 57 (18.7.1892) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
33 (1892)
Issue
Heft 57 (18.7.1892)
Date
1892-07-18
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1064 und guter Vater, ist er den trauernden Hinterbliebenen ein nicht zu ersetzender Verlust. Möge er Gottes Gnadenstrahl theilhaftig werden und möge der Allgütige seiner edlen Gattin, die ihm in allen Lebenslagen als treue Lebensgefährtin und Pflegerin zur Seite gestanden, Trost und Stärkung senden und sie ihren Kindern noch lange in Glück, Freude und Wohlergehen erhalten. n"3yjn. T. S. Aus Marburg geht uns folgende Berichtigung zu: Die Correspondenz v. 2. d. M. in Nr. 54, nach welcher sich hier unter den jüdischen Studenten ein Verein gebildet haben soll, beruht auf Jrrthum. R. K. -£• Vermischtes. < Strastburg Dem Rechenschaftsbericht des Israelitischen Waisenhauses in Straßburg über die Jahre 1888, 1889, 1890 und 1891 entnehmen wir: Obgleich die Zahl der Pflegebefohlenen angesichts der Mittel die hb'chstgegriffene ist, so mußten doch, viele Anfragen zur Ausnahme zurückgewiesen werden, da die bez. Schlafräume unzureichend und die Mittel, die zu Gebote stehen, zu geringfügig waren. Eine Frage jedoch bildet den Gegenstand ernster Besorgniß. Die Erweiterung der Lokale ist eine Sache der unumgänglichen Nothwendigkeit geworden, und es hat sich bereits ein Eomite mit dieser wichtigen Frage sehr ernstlich befaßt. Paris. Die „Semaine Religieuse", das osficielle Amtsblatt des Erzbischofs von Paris, nimmt Notiz von einer Rede, welche der Großrabbiner von Paris, Zadoc Kahn, anläßlich des Begräbnisses des Eapitäns Mayer, der bekanntlich im Duell gegen den Antisemiten Moros gefallen ist, gehalten hat. Das erzbischöfliche Blatt schreibt: Beim Begräbniß des Opfers ermahnte der Großrabbiner alle diejenigen, welche die Ehre haben, auf die öffentliche Meinung zu wirken und namentlich „die Geistlichen der Religionen, die geborenen Diener aller Gerechten, guten und erhabenen Ideen", allen ihren Einfluß aufzuwenden, damit Frankreich eine Familie sei, die im Herzen bloß eine Leidenschaft habe: den Ruhm, die Größe und den guten Ruf des Vaterlandes. Wir können uns diesem so löblichen Wunsche bloß anschließen, läge es nur an dein katholischen Clerus, wäre es schon längst so gewesen. Amsterdam. Die junge Königin von Holland und ihre Mutter, die Königin-Regcntin, statteten vor Kurzem der Stadt Leeuwarden, dem Hauptorte der Provinz Friesland, einen officiellen Besuch ab. Der Ober-Rabbiner, der von der Königin-Regentin in Audienz empfangen wurde, war auch zu dem Hofdiner im Rathhaussaale geladen. Für den frommen Rabbiner waren eigens koschere Speisen bereitet und koschere Weine besorgt worden und Ihre Majestät unterhielt sich mit ihm während des ganzen Abends. Ebenso wurde das dienstälteste Mitglied des Stadtrathes und Vorsitzender des Stadtschulrathes von Leeuwarden, Herr A. Duparee, von der Königin empfangen, welche ihn zum Ritter des Ordens von Oranien-Nassau ernannte. Herr Duparc ist bereits Ritter des Ordens des niederländischen Löwen. Wochen - Kalender. Freitag, 22. Juli, 27. ThamuS. Sabbat-Anfang 7 Uhr 30 Min. (Mainzer Uhr.) Samstag, 23. Juli, 28. Thamus, rrrao .yoD'i niüß. Sabbat-AuSgang 8 Uhr 50 Min. (Mainzer Uhr.) Montag, 25. Juli, 1. Ab. EHI"I EW. In denjenigen Staaten, in welchen mitteleuropäische Zeit eingeführt ist (also bis jetzt in Baden, Bayern, Elsaß und Württemberg), ist die oben angegebene Zeit, abgesehen von der Umrechnung der Mainzer Uhr in die betreffende Ortszeit, um etwa 25 Minuten später zu berechnen. WT a it { c t a c n. -WW mr Für den folgenden Theil ist die Redaetion nicht verantwortlich. Lehrkings-Hesuch. Für ein an Samstag und jüdischen Feiertagen geschlossenes Banku. Wechselgeschäft Mittelfrankens wird ein Lehrling per sofort gesucht. Reflectirt wird auf große Statur, schöne Handschrift und perfect im deutschen Aufsatz; auch ist erwünscht, daß Betnsfender in Bayern gebürtig ist. Offerten unter Nr. 4616 an die Spedition d. Bl. erbeten. Aür mein am Samstag u. Feiertag geü schlosseneS Schnittwaarengeschäft suche einen Lehrling mit schöner Handschrift. Kost und Logis gegen mäßige Vergütung im Hause. 4607) Joseph Silber, Ki hingen. , Familienvater von hochachtbarer Abkunft, der sich stets ehrlich ernähren konnte, ist durch verschiedene unverschuldete Schicksalsschläge derart um sein Vermögen gekommen, daß, wenn nicht bald eine milde Hand Hilfe bietet, die ganze Familie obdachlos wird. Die Unterzeichneten haben daher dem Wunsche eines verehrten Collegen in Oesterreich entsprochen, für diese so bedauernswerthe Familie einzutreten und bitten höflichst um Beiträge, die Jeder derselben in Empfang zu nehmen gerne bereit ist. Dr. S. Auerbach, Rabbiner in H a l b e r st a d t. Dr. A. Salvendi, Bezirksrabbiner in Dürkheim a. H. Nathan Bamberger, Distrikts-Rabbiner in Würz bürg. (Luche einen wohlerzogenen Jungen von braven Eltern, der die Bäckerei erlernen will. Eintritt per l. August ds. I. rüE> streng geschlossen. L. Mainzer, Hof-Bäcker, 4613) Darmstadt. ]\Iodes. Ich suche zum baldigen Eintritt 2 Lehrmädchen und zwar eine zur Erlernung des Putzfaches und eine zur Ausbildung als Verkäuferin. Angenehme familiäre Stelle. Wwe. I. Gotthelf, 4606) Solingen.

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