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Der Israelit · 1892-07-14 · Heft 56 (14.7.1892) · page 21

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Journal
Der Israelit
Volume
33 (1892)
Issue
Heft 56 (14.7.1892)
Date
1892-07-14
Page
– (sequence 21)
Language
German
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für das ÄrthodoLe MuderrthumÄ ARO 14. Juli 1892.] [»t. 6. msm MW zmu: MW1 & m ‘'fft’luÄy,' imn AlZL" EEÖS2QJ „Mrstengunst." Erzählung von S. Kohn, Verfasser von „Gabriel." Jeder unbefugte Nachdruck wird mit aller Strenge verfolgt werden. — Uebersetzungsrechte Vorbehalten. (Fortsetzung.) „Euere kaiserliche Hoheit sind durch unberufene Zwischenträger — gewiß nicht in guter Absicht — über eine Affaire unterrichtet worden, deren zukünftige Gestaltung noch in vollstes Dunkel gehüllt ist. Meinem allergnädigsten Herrn und Kaiser ist ein kleiner Prinz gestorben, die Frau Erzherzogin Maria Theresia ist noch nicht zwei Jahre alt und wenn die Kaiserin ihren hohen Gemahl mit einem Prinzen beschenkt; — dann kann nicht einmal von einem vermeintlichen Rechtsansprüche Ihrerseits, kaiserliche Hoheit, die Rede sein. „Uebrigens hat Seine Majestät der Kaiser, wie höchst Sie wohl auch schon von Ihren Zwischenträgern gehört haben werden, am 19. April 1713, noch lange vor der Geburt der Erzherzogin Maria Theresia die sogenannte pragmatische Sanktion') in einer Versammlung von Ministern, Statthaltern. Generälen und Präsidenten proklamirt und es ist von keiner Seite eine Einwendung erhoben worden, und auch ich, der ich, der ergebenste, treue Diener, weiland höchst Ihres Vaters gewesen, habe diese Bestimmung für unanfechtbar gehalten. Diese Angelegenheit ist reiflichft erwogen und erörtert worden, auch muß ich mir unterthänigst zu bemerken erlauben, daß bei politischen Aktionen, auch Gründe der Staatsratson maßgebend sind. Kaiserliche Hoheit, wenn höchst Dieselben beabsichtigen, mich aufzufordern, höchst Ihnen zu einem vermeintlichen Rechte, das selbst von höchst Ihrem Standpunkte aus nur unter gewissen Umständen beansprucht werden 1) Daß bei Abgang männlicher Sprossen des Hauses Habsburg die Töchter des jetzt regierenden und nicht jene des rorregierenden Kaisers succediren. könnte, zu verhelfen, müßte ich dieses Ansinnen ganz unterthänigst aber mit aller Entschiedenheit ablehnen. Abgesehen davon, daß ich nicht die Macht besitze, irgend einen Einfluß in dieser Angelegenheit auszuüben, — hielte ich dies für eine Pflichtverletzung, für Verrath und Felonie.Ich habe meinem allergnädigften Herrn, Kaiser Karl VI. den Eid der Treue geleistet und werde denselben unverbrüchlich halten." „Prinz, Sie wiederholen nur theilweise das, was Sie am Abende vor Ihrer Abreise zur Armee nach Ungarn, der Gräfin Loni Bathiany ausgesprochen: Sie sagten: Kaiser Leopold war mein Vater, Kaiser Josef war mein Bruder, Kaiser Karl ist mein Herrin — Und trotzdem mein Vater Ihr bester Freund gewesen, würden Sie — wenn ich schwaches verlassenes Mädchen es versuchen würde, mein, wie Sie sich ausdrücken, vermeintliches Recht zur Geltung zu bringen, diesen Versuch mit Ihrem siegreichen Schwerte bekämpfen. Aber Prinz, Kaiser Josefs Tochter, Erzherzogin Maria Josefa, steht zu hoch, denkt zu edel, um Sie, Prinz, zu einer — gestatten auch Sie mir den von Ihnen gebrauchten Ausdruck — vermeintlichen Pflichtverletzung aufzufordern. — Ich neide meinem Mühmchen Maria Theresia nicht den Glanz der gleißenden Krone, ich will gerne dem Purpur, der Macht, dem Throne entsagen, ich finde das Loos eines Fürsten nicht so beneidenswerth! — Mein Ohm Kaiser Karl hat sich, seit seinem Regierungsantritte nicht eines ruhigen Augenblickes zu erfreuen gehabt — ich will, wenn es verlangt wird, 2) Historisch.

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