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Der Israelit · 1892-07-07 · Heft 54 (7.7.1892) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
33 (1892)
Issue
Heft 54 (7.7.1892)
Date
1892-07-07
Page
– (sequence 1)
Language
German
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XXXm. Jahrgang. M 54, Der Israelit. Ein HenLrat-Hrgan für das orthodoxe Audenthum. Begründet von Dr. Lehmann in Mainz. ' i % % Donnerstag, den 7. Juli 5852 (1892). ggf Neu eingetretene Abonnenten erhalten die bis jetzt erschienenen Kapitel der beiden Erzählungen: „Der Günstling des Czarcn" & „Die Familie y Agnillar" beide in Buckausgabe, zum Preise von zusammen Mk. 4.— franco nachgeliefert. — In der heutigen Belletrist. Beilage beginnt die angekündigte Erzählung „Fürstengunst" von S. Kohn. Leitende Artikel. Sonntagsruhe. Mainz, 5. Juli. Die dieswöchentliche Sidrah erzählt uns von dem Hasse Bileam's gegen Israel. Bileam will Israel fluchen, doch Gott wandelt den Fluch des Feindes in Segen. Als derselbe Bileam jedoch den tückischen Rathschlag gibt, Israel zum Abfalle von seinem Gotte zu verleiten, hat dieser Rath so verderbliche Wirkung, daß mehr als 24,000 Männer von Israel ihren Abfall mit dem Leben büßen müssen, und erst durch die Mannesthat des Pinchas dem Sterben Einhalt geboten wird. „Nicht fremdes Schwert, nicht fremder Fluch vermag Israel zu verderben. Nur es selber vermag Unglück über sich herbeizusühren, indem es von Gott und seinen Gesetzen abfällt." Mitten im Lärm der Judenhetze, die seit einiger Zeit kühner als sonst ihr Gorgonerihaupt erhebt, trat das Gesetz über die Sonntagsruhe in Kraft, zu welcher — ein merkwürdiger Zufall — die Antisemiten im Reichstage die Anregung gegeben haben. So segensreich dieses Gesetz an und für sich sein mag, so störend ist seine Wirkung für die wahren Jehudim, die treulich den Sabbat hüten, und nun, nachdem sie einen Tag gefeiert, allwöchentlich einen weiteren Tag zum großen Theile der Ruhe widmen sollen. Als das Gesetz im Reichstage beschlossen wurde, hat man vielfach der Befürchtung Ausdruck gegeben, daß durch dasselbe sich Viele, die noch die Sabbatgesetze bewahrten, zum Abfall von diesen heiligen Geboten verleiten lassen könnten. Und gegenwärtig, Die Expedition des Israelit. wo das Gesetz in den Vordergrund der öffentlichen Diskussion getreten ist, hört man wieder derartige Besorgnisse äußern. Wir können sagen, daß wir nicht so furchtsam sind, im Gegentheil, es ist uns Ueberzeugung rby wjp nV nnaff, der Ueberrest Israels wird kein Unrecht thun. Diejenigen, die jeder Verführung und allen Lockungen der Zeit und ihrer Menschen gegenüber treu bet unserem heiligen Gesetze b's zu dieser Stunde ausgeharrt und so den Rest des wahrhaften Israel bilden, sie werden einer solch geringen Versuchung, wie das neue Gesetz sie bietet, nicht zum Opfer fallen. Welke Blätter fallen beim ersten Windhauch, der die Bäume des Waldes berührt. Sollte sich dennoch der Eine oder der Andere finden, der sich durch die etwas veränderten Verhältnisse zur Entweihung des Sabbat verleiten läßt, ein solcher zeigt dadurch nur, daß es ihm nie mit seiner Sabbatheiligung wirklich ernst war, daß nur äußere Beweggründe es waren, die ihn dabei leiteten, nicht wahrhafter Glaube und echtes Gottvertrauen. Unsere Weisen erzählen: Einst werden die heidnischen Völker von Gott für sich die Thora verlangen und um ihre Gesetzestreue zu versuchen, wird ihnen na# naio n!?p ros», das leichte Gebot der;-did gegeben. Gott wird dann die Sonne heiß wie im Sommer scheinen lassen und sofort werden die Heiden nicht nur die Hütten verlassen, sondern unwillig und verächtlich auf den Sukoth herumtreten. Fürwahr, auch das Sabbatgebot ist eine ros» n^p, leicht zu erfüllen für den, der Gottes Allmacht in Wahrheit anerkennt und mit David spricht: i? nrij “jtöi ivv >2. „Alles ist von Dir o

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