Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 33 (1892)
- Issue
- Heft 48 (16.6.1892)
- Date
- 1892-06-16
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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875 nette Barth. Zu ihrem Letchenbegängniß eilten ihre Kinder, Verwandten und Freunde aus der Nähe und Ferne, um der theueren Tobten die letzte Ehre zu bezeugen. Die Betheiligung bei dem Leichenbegängniß war überaus zahlreich, sogar die christliche Bevölkerung nahm großen Antheil daran; es zeigte sich da deutlich, welch hoher Achtung und Beliebtheit sich die Verstorbene unter allen Einwohnern des Dorfes erfreute. Im Trauerhause widmete der Schwiegersohn, Herr Lehrer Ehrenreich aus Wertha bei Fulda, der Dahingeschiedenen einen herzergreifenden Nachruf. Auf dem nnapn rva hielt Hr. Bezirksrabbiner Schlesinger in Bretten die eigentliche Leichenrede und gab in herrlichen Gedanken einen erhabenen Lebensabriß der Verstorbenen, die eine wahre b>'n rw« gewesen, wobei kein Auge thräncnleer blieb. Hierauf ergriff Herr Professor Dr. Barth aus Berlin, ein Stiefsohn der Verstorbenen, schmerzerfüllt das Wort. Mit durch thänenerstickter Stimme sprach er seiner unvergeßlichen Mutter, die ihn im zarten Kindesalter erzog, da ihm seine eigene Mutter, Schwester der Verstorbenen, vor jetzt 28 Jahren durch den Tod entrissen worden, im Namen seiner übrigen 9 Geschwister den Dank aus, für all das Gute, das sie in aufopfernder Liebe und Treue erwiesen. Am 8. Juni sollte die Hochzeitsfeier eines ihrer Söhne stattfinden, wozu schon alle Vorbereitungen getroffen waren. Der Lenker aller menschlichen Schicksale, der Gebieter über Leben und Tod hat es anders gewollt; es wurde aus dem Trauhaus ein Trauerhaus, aber hm rvn b« robb mv nniws rva hu rote. Montabaur, 9. Juni. Daß Hohe Köntgl. Regierung zu Wiesbaden für das Wohl der isr. Religionslehrer stets bedacht war, auch deren Leistungen in der Religionsschule stets anerkannt hat, kann mit Folgendem bewiesen werden: Dem Herrn Lehrer Wagschal, welcher bereits 15 Jahre in der Gemeinde Montabaur fungirt, hat Hohe Königl. Regierung am 24. Juni 1888 durch den Beztrksrabbiner Herrn Dr. Kopfstein eine schriftlich Anerkennung für seine guten Leistungen in der Schule zukommen laffen. Und soeben erhielt Herr Lehrer Wag schal durch den Bezirksrabbiner Herrn Dr. Weingarten von Königl. Regierung eine zweite Anerkennung für seine vorzüglichen Leistungen in der Religionsschule. Briefkasten der Redaction. Ein Nekrolog über Rabbi Jakob Roos 7"Ll in Amster» dam kommt in nächster Nr. zum Abdruck. flfiJöllA. ä n h i a e »t. Für den folgenden Theil ist die Redactio» nicht verantwortlich. S.&D.LÖWENTHALSilberwaaren 867) Frankfurt a. 91., Zeil 23, Israel. Fultnsgegenstände» ®Vacxxwü. Die hiesige Gemeinde sucht per l. September einen seminaristisch gebildeten Religionslehrer. Das Einkommen beträgt 850 bis 900 M. nebst freier Wohnung. Bewerber wollen ihre Zeugnisse senden an den Vorstand 3953) Abr. Oppenheimer, Rohrbach b. Büdingen (Oberhessen). ie Elomentarlchrer-, Cantor u. Schächterftelle hier ist sofort zu besetzen. Fixer Gehalt 700 Mk., Nebeneinkommen 500 Mark. Nur seminaristisch gebildete Lehrer, die mit guten Stimmitteln begabt sind, belieben ihre Gesuche und Zeugnisse zu senden an den israel. Vorsteher A. Jsay Sohn, 3978) Schweich. eiraH. Für eine Verwandte (Waise), Mitte 30, gebildet und religiös, von angenehmem Aeußern, im Häuslichen und Geschäft recht tüchtig, mit einer Mitgift von 4500 Mk., wird ein Lebensgefährte, Kaufmann oder Beamter, in sicherer Lebensstellung gesucht. Wittwer nicht ausgeschlossen. Offerten beliebe man unter J. 0. 3928 an die Exp. d. Bl. zu richten. ür mein Manusactur-, Kurzu. Colonialwaarengeschäft suche zum baldigen Eintritt einen jungen Mann als Lehrling. Sabbat und Feiertage streng geschlossen. Kost und Logis im Hause. 3986) B. Goldschmidt, Singhofen, Reg.-Bez. Wiesbaden. <7^ch suche per 1. August für mein an <\3 Samstagen und Feiertagen geschlossenes Manufacturwaarengeschäft einen Lehrling. Kost u. Logis im Hause. E. Rothschild, 3983) Michelstadt. Schidnchim TSE kretion vermittelt. Gefl. Offerten sud 3974 befördert die Exp. d. Bl. 3ch nehme noch einige Knaben, welche die hiesige, mit sehr guten Lehrkräften besetzte 6kursige Realschule — Berechtigung zum einjährig-freiwilligen Dienst — besuchen wollen, in Pension. Gewissenhafte Beaufsichtigung, sorgfältige Pflege, Nachhilfe im Unterricht. Moses Hofmann, Lehrer, 3945) Rothenburg a. T., Mittelfranken.