Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 33 (1892)
- Issue
- Heft 42 (26.5.1892)
- Date
- 1892-05-26
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
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behandelt Gott, wie sie cs verdienen, mit Spott. — Das. fehlt bei dem Zwiegespräch Bileams mit Gott das Wort „hier", ich will nicht mit den Abgesandten gehen, sondern hier meinen Fluch aussprechen. — S. 22 ist zu lesen und daher zu übersetzen: „Wieso gleichen u. s. w." — S. 23 heißt es »teji „sie, d. h. Gog und Magog, werden fallen", nicht die Welt wird zusammenftürzen. — Das. ist unrichtig aus Jesaias citirt „werden nicht geboren" statt „gebären nicht". — Das. Absatz 3 wäre besser „gegen" als „zum Heiligen u. s. w.", wie auch der Text bv hat. — S. 27, Abs. 11. Das Bild von dem Glas- und Thongefäß ist der vorliegenden Fassung undeutlich, lezw. unrichtig; es scheint, daß die ältere Lesart hier die bessere ist. — S. 29, Abs. 14. Die Uebersetzung „Sie hat nichts Geringes gethan" ist völlig unverständlich; rm xb rmn pi heißt: „nicht lange Zeit hernach". S. 30. Abs. 15. Der Vers, hat sich in der Uebersetzung zu wörtlich an dem Ausdruck a\iro min gehalten, welches die Bezeichnung für das 3. B. M. ist. — Das. „heirathet ein Weib von 20 oder 30 Jahren" kann zu Mißverständniß führen; zu 20 „oder li. s. w." wäre, da von dem 20jährigen Jüngling und nicht von dem 20jährigen Mädchen die Rede ist. — S. 31. o*>iy bw ipn» ist eine Bezeichnung für Gott, kann also nicht die „Gerechten der Welt" im Plural übersetzt werden. — S. 32 Absatz 2. D'diöd scheint der Midrasch hier in der Bedeutung von nahe, nebeneinander genommen zu haben, wie das Wort ja oft in der Mtschna gebraucht wird. — S. 33. rirru ist keine „verstoßene", sondern eine „verführte" Stadt. — S. 45, Abs. 7 ist dreimal „nur" zu streichen. — S. 46, Abs. 9. und scheinen nicht fut. sondern Imperative der Aphelform zu sein. — Das. on heißt hier in der Anwendung nicht „schweige", sondern „höre auf". — Das. „Wer es dagegen Abends betet" ist nicht genau, muß heißen: „wer es zum Abendgebet sagt", das gewöhnlich noch am Tage gebetet wurde. — S. 47, Abs. 10. spyn p nmx heißt: „es von der Ferse abzutreten." — S. 43, Abs. 12. Das Eitat Jerm. 51, 64, wie es die Ausgaben haben, gehört nicht hierher, da di Weissagung auf den Fall der Feinde nicht als ein disharmonischer Abschluß des Buches gelten kann, es muß vielmehr der wirklich letzte Vers des letzten historischen Kapitels aus Jeremias 52, 34 herangezogen werden, da es für das jüdische Volk als 800 niedcrschlagcnd angesehen werden muß, zu wissen, daß sein einstiger König auf das Gnadenbrod beim König von Babylon angewiesen war. — S. 49, Z. 4 ist vor dem Worte „Krieg" das Wort „nicht" zu streichen. — Das. unten: von „Sodann" bis in die folgende Zeile „gegessen" ist ein falsches Einschiebsel. — S. 63, Abs. 2 "sn ny ist eine sehr dunkle Stelle, allein „war dein Zorn noch gering" ist gewiß keine richtige Uebersetzung und verdunkelt den Sinn dieser Stelle noch mehr. Wörtlich heißt es: sein Gesicht war noch klein, d. h. er war bescheiden und anspruchslos. — S. 79, Abs. 5. rnw nies^ mn heißt „ihre Leiber wurden wieder, wie sie vorher waren". — S. 80, Abs. 7. Buber hat nicht rm, sondern m*.B, muß also heißen; „stog"; dann nicht; „wie es heißt", sondern „und es heißt". — S. 88, Abs. 11. Das Citat „Im Augenblick u. s. w." ist nach der vorliegenden Lesart augenscheinlich unrichtig, wie auch B. in der Note bemerkt. — S. 91, Abs. 13. „Schreibt in seinem Purpur" beruht auf der falschen Lesart «niEms, es muß jedoch miss Pagyros heißen. Das zweite »mw-nO kann möglicherweise richtig sein. S. 92, Abs. 15. Von nnaian bis Ende des Verses ist offenbar ein nicht hierher gehöriges Einschiebsel. — Das. Abs. 16 „Wohlstände" hier hat der Vers, nur die Note und nicht den Text bei Buber beachtet; warum V entspricht besser dem gegenüberstehenden als iniVao. — Diese Anmerkungen, die ich nöthtg fand, hier zu machen, sollen durchaus nicht den Werth des Werkes, das jetzt in seiner ersten Lieferung (6 Bogen) vorliegt, in Frage stellen. Es wäre wunderbar, wenn ein solches Unternehmen, dessen Schwierigkeit nur der zu würdigen weiß, welcher sich den Midrasch Tehillim einmal genauer angesehen hat, ganz fehlerfrei ausgeführt worden wäre. Andererseits hieße es die Achtung gegen den Verf. und sein Werk verletzen, wollte man gleichsam mitleidig schonend über die Mängel, die sich zeigen, hinweggehen. Ein so geschätzter und tüchtiger Gelehrte, wie der Verf., will nur Offenheit und Wahrheit und verlangt keine Schonung, wenn die Wahrheit darunter leiden sollte. Zudem sind die Ausstellungen im Verhältniß zum Ganzen quantitativ so gering, daß sie den Werth des Werkes, dem jeder Freund der Wissenschaft eine glückliche Fortsetzung und Vollendung wünschen muß, nicht schmälern können. — -- Verantwortliche Redaction für die „Wissenschaftliche Beilage": Dr. A. Sulzbach in Frankfurt a. M. Druck und Verlag der I oh. Wirth'schen Hofbuchdruckerei-Actiein Gesellschaft in Mainz.