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Der Israelit · 1892-05-12 · Heft 38 (12.5.1892) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
33 (1892)
Issue
Heft 38 (12.5.1892)
Date
1892-05-12
Page
– (sequence 11)
Language
German
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711 läßt sich mit der „Statistischen Korrespondenz" wie folgt berechnen: Auf je 1000 Angehörige, welche am 1. Dezember 1871 vorhanden waren, entfielen Evangelische am 1. Dezember 1880, 1099, am 1. Dezember 1885, 1138, am I. Dezember 1890 1190, Römisch-Katholische ru den angegebenen Zeitpunkten 1113, 1164, 1240', Griechisch-Katholische 975. 1035, 980, Brnderkirche 1090, 1178, 1129, Mennoniten 993, 1000, 992, Baptisten 1516, 2102, 2216, englische und schottische Hochkirche, Presbyterianer, Methodisten und Ouäker 2064, 2767, 3188, apostolische Kirche 1800, 2894, 3574, Deutsch- und Christkatholische, Freireligiöse, Dissidenten 884, 919,1145, Juden 1117, 1126, 1143, Bekenner anderer Religionen 1667, 2069, 4556, Consessionslose 4000, 10,955, 14,355. Die Rörnisch-Katholihaben sich während der 19jährigen Beobachtungszeit — durch Mehrein wand ernn g und Ueberschuß der Geburten über die Sterbefälle — stärker vermehrt als die Evangelischen, und diese noch mehr als die Juden. Durch die vorstehende Statistik wird die Behauptung der Antisemiten, daß die Juden im preußischen Staate in den letzten Jahrzehnten eine stärkere Vermehrung aufweisen, als Protestanten und Katholiken, vollständig widerlegt. In Groningen spielten vorige Woche zwei Knaben — der eine jüdischer, der andere christlicher Herkunft. Plötzlich rief der christliche Junge: „Wir wollen Rußland und die Juden spielen!" Kaum gesagt, versetzte er seinem Spielkameraden einen heftigen Schlag auf den Kopf, daß der jüdische Knabe zusammenbrach und vom Platze getragen werden mußte. ' — Möge Gott gnädig verhüten, daß dieser Funke weiter glimmt. Die Folgen wären furchtbar. Der Pesther Lloyd berichtet vom 23. April: Die Bewohner der Stadt Varos-Hidveg waren gestern Zeugen eines Aktes seltener und wirklich echt christlicher Duldsamkeit. In dem Orte starb die in allgemeinem Ansehen stehende Kaufmannswittwe Johanna Schwarzenberg. Da der in der Nachbargemeinde wohnende Rabbiner verhindert war, bei dem Begräbnisse derselben zu erscheinen, hielt der 'reformirte Geistliche Emerich Bako der Verblichenen eine ergreifende Nachrede. Druckfehler-Berichtigung. Unsere Anmerkung zur Correspondenz aus Leipzig in der vorigen Nummer unseres Blattes enthält 2 sinnentstellende Druckfehler. Auf Seite 688, Spalte 2, zweite Zeile von oben ist zu lesen: statt Rückgängig — Rückgängigmachung, ferner Zeile 6 auf derselben Spalte statt Ghette — Ghetti. Im Leitartikel in 'Nr. 35 erste Spalte, 4. Zeile von oben fehlen vor den Worten „HErD die Worte „in diesem;" auf derselben Seite, 2. Spalte, 2. Z. v. u. soll es anstatt „mit euch" heißen: „gegen euch;" Seite 650, 2. Sp., 12 Z. v. o. fehlt nach dem Worte „Stück" das Wort „Pädagogik." HBjF* Mnzeigen. -W> mr Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. S. & D. LD WENTH ALSilber waaren 867) Frankfurt a. M., Zell 23, Israel. Cnltusgegenstände. Israelitische Gemeindeschule Altona. Gesucht zum 1. August oder 1. October d. I. ein seminaristisch gebildeter Lehrer. Gehalt 1200 M., ev. bei höherem Dienstalter 1350 M. Meldungen unter Beifügung von Zeugnissen und Angaben des Familienstandes sind an das Ge meindesecretariat Altona <Elbe), kl. Papagogenstr. 3, zu richten. (3290 Die Schulkommission der hochdeutschen Jsraeliten-Gerneinde. (junger, unverh., tüchtiger ttmti'i |*n <\j sucht Stelle in einem Badeplatze, auch als Privat-EN1E' in einem Badehotel. Beste Zeugnisse und Referenzen. Offerten unter Nr. 3228 zur Weiterbeförderung an die Exped. d. Bl. erbeten. /Lin besseres Mädchen, 22 I. alt, in allen Hausarbeiten und einfacheren Küche erfahren, im Weißnähen, Kleidermachen, Ausbessern tüchtig, wünscht bei einer bessern orchod. Farn, passende Stelle. Familiäre Behandlung wird hohem Lohn vorgezogen. (3280 j Offerten au B PryS, W ü r z b u r g.' (^ie hiesige Elementarlehrerstelle, verbunden mit Chasan u. Schochet ist per sofort zu besetzen an einen verheiratheten Lehrer. Gehalt Fixum M. 750. Schechita u. Nebeneinkommen Garantie M. 200 bei freier Wohnung und Heizung. Kostgeld beträgt pro Tag M. 1. Offerten sind zu richten an Jfaae Haas, 3230) O t tw ei l e r (Reg.-Bez. Trier.) ür ein jl5jähr. Mädchen, das Weißnähen, Ausbessern und leichte Handarbeit verrichten kann, wird bei einer orth. Farn. Stelle ges., wo sie sich im Kochen :c. ausbilden kann. Lohn wird nicht beansprucht. (3281 Offerten an B. Prys, Wurz bürg. Zehnte Eutoe! Kochbuch für israel. Frauen von WekkaUWg-b.Helueiuiiuu. Zehnte, durch 100 Rezepte vermehrte und verbesserte Auflage. Eleg. gebunden. Frei« II. 3.50. Als vorzüglich anerkannt. Frankfurt a. M. (6196 Sogleich oder auch später wird ein Schochet u. Religionslehrer bei 500 M. Fixum und ca. 250 M. Nebeneinkommen gesucht. Bewerber kann auch unverheirathet sein. Bischofstein i. P r. i. Mai 1892. I. L. Rosenstein, 3285) Vorsteher. C J. Kaufmann, Verlag. 800000 in str. rel. Mädchen für Küche und Hausarbeit sucht zum 1. August. Frau S. Jeidel, (3289 Messiugwerk-E b ers w a l d e.

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