Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 33 (1892)
- Issue
- Heft 23 (21.3.1892)
- Date
- 1892-03-21
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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mm. Achr,«,,. M *3. Der Israelit. Ein Kentrak-Hrgan für das orthodoXe AudenLhum. Begründet von 1>jt. Lehmann tu tXUam>. Montag, den 21* März 5ß52 (1892). BiliMBF^ Da mit dem 1. April 1892 ein neues Quartal beginnt, so erlauben wir uns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post das Abonnement f^üh^eitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleidet. Leitender Artikel Kagaday scher Weßach. (Erklärung der Gebete und Erzählungen für die Seder-Abende.) Sechste Serie III Mainz, den 20. März. 7nt2J NpIN N'2 D'ISiDD P 'IJX’yV't p ux’un — D’nB'.oai nimjoi^rnmiDSi ’T by ,rpw ’T by by d’Isdd ’rroyi now» iDsym ni333 xm *jrü umpn x^x nora -Ipi llixv iD3 >3 Tpsm nm 2'NLv pxn cnso pxs ’mnyi P ux D’tscttf rwyx onso 'p°?x Pni ’JX D’IÄO pX3 1133 >3 'N'3N1 “JX^Ö X^ ’JX n:n nV’^3 it^em ab) ’jx d’übw ntyyx onsna 'pbü ^331 üb) .ins xp xm ’jx P ’jx „Es führte uns Gott ans Egypten, mit starker Hand, mit ausgestrecktem Arm, mit g ro ß er F u rchbarkeit, mitZeichen und Wunder." (V. B. B. 26. 8.) „Es führte uns Gott aus Egypten: Nicht durch einen Engel, nicht durch einen Seraph, und nicht durch einen Boten, sondern der Heilige, gesegnet sei er, mit seiner Ehre und mit seinem Wesen, denn es ist gesagt: Ich werde ziehen durch das Land Egypten in jener Nacht und werde lobten jeden Erstgeborenen von Menschen bis zum Vieh, und an allen Göttern Egyptens werde ich Strafgerichte vollziehen, ich Gott. Ich werde ziehen durch das Land Egypten in dieser Nacht, ich und kein Engel und werde schlagenjeden Erstgeborenen im Lande Egypten, ich und kein Seraph, und an allen Göttern Egyptens werde ich Strafgerichte vollziehen, ich und kein Bote; ich Gott, ich bin es und kein anderer." Wenn uns die Hagadah schel Peßach nunmehr die Befreiung aus Egypten in großen Zügen veranschaulicht, stellt sie als grundlegende Wahrheit die Thatsache in den Vordergrund: Gott hat uns aus Egypten geführt! Es ist dies eine Wahrheit, die jo einfach und selbstverständlich sie auch erscheint, dennoch von jeher bis auf den heutigen Tag vielfach verkannt wurde, selbst bei denjenigen, welche diese Befreiung an sich erfahren hatten. — Wir haben bereits in dem vorigen Jahrgang darauf hingewiesen, wie sich nur daraus die auffallende Thatsache erklären läßt, daß die aus Egypten Erlösten ihrem Führer Moscheh wiederholt einen Vorwurf daraus machen konnten, daß er sie aus Egypten geführt habe. Wir haben dort bemerkt, daß die unter dem egyptischen Sclavenloos Seufzenden, gewiß sehnsüchtig ihrer Bcfreintlg entgegen sahen und sie jederzeit dankbar gegen Gott und seinen Diener anerkannten. Aber die Befreiung von dem egyptischen Druck und der Auszug aus Egypten, galten unseren Vätern und Müttern als zwei scharf von einander geschiedene Momente. Wie noch heute der Jude sich nur schwer entschließt, das Land zu verlassen, welches nun einmal seine Heimath ist, wie lieblos und rechtlos auch die ihm dort gewordene Behandlung sein möge, weil ihm der Boden geweiht und geheiligt ist, auf dem die Wiegen seiner Kinder gestanden und in dessen Gräbern seine Eltern ruhen, so war es auch bei unseren Ahnen in Egypten. Ihnen schwebte immer der Gedanke an die Möglichkeit vor, die Tyrannei ihrer Zwingherren könne gebrochen, die Schmach als Fremde und Knechte behandelt und mißhandelt zu werden, könne durch Gottes Einschreiten ihnen abgenommen werden, ohne daß sie deßhalb das Land ihres mehrhundertjährigen Aufenthalts verlassen müßten. In allen Wundern, Zeichen und Plagen, sahen sie deßhalb die Vorboten ihrer Befreiung, aber nicht eines Auszugs aus Egypten. Dieses hätten sie nimmer freiwillig verlassen, wenn nicht die Verzweiflung ihrer Herren sie dazu gedrängt und getrieben hätte. Dieser Auszug kam dem Volke so unvorbereitet, daß sie sich in der Erlösungsnacht noch als Sclaven zum Peßach-Opfer-Mahle uiedersetzten und als Freimänner davon aufftanden, um unter Moschehs Führung in die Freiheit zu ziehen. Aber diese