Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 33 (1892)
- Issue
- Heft 18 (3.3.1892)
- Date
- 1892-03-03
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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352 stattet. Möge m*n seiner jungen Wittwe und den unmündigen Kindern seinen Trost spenden. Rußland. Petersburgs 13. Februar. Wie gemeldet wird, hat die Kommunalverwaltung von Kiew ihren diesjährigen Voranschlag mit einem Ausfall von 165,000 Rubel abschließen müssen, welcher ausschließlich auf den durch die Ausweisung fremder Juden verursachten Einnahmeentgang zurückzusühren ist. Diese Ziffer stelle übrigens, wie eingeweihte Kreise versichern, den tatsächlichen Abgang nur annähernd dar, da mit Bestimmtheit noch ein weiterer namhafter Rückgang der Kommunaleinnahmen von Kiew vorauszusehen sei. Auch andere größere Städte Rußlands werden in Folge der I idenausweisungen beträchtliche Einbußen an ihren Einnahmen zu erleiden haben. Nach dem vom Domänenministerium vorgelegten Projekte eines Bergwerkstatutes für die Weichsel-Gouvernements ist den Israeliten der Bergwerkbetrieb nicht gestattet. Vermischtes. Wien, 25. Febr. Polnischen Blättern zu Folge verhindern die Warschauer Behörden die dortige Niederlassung der ans Moskau ausgewiesenen jüdischen Kausleute. Man fürchtet, daß mit den Massen-Ausweisnngen der Juden im Frühjahr wiederum auf das Strengste vorgegangen wird. Ans Wesel schreibt man: Entgegen den Meldungen der Clever Lokalpresse darf versichert werden, daß nach Mittheilung der königlichen Staatsanwaltschaft der .1'an ten er Knabenmord noch nicht in dieser Schwurgerichtsperiode zur Verhandlung gelangen wird. Die Zeit bis dahin ist viel zu kurz, um die noch gar nicht abgeschlossene Untersuchung so weit zu vervollständigen. Der Schlächter Buschoff sitzt nach wie vor im Gerichtsgefängniß, und ist ihm jeder Verkehr mit seinen Angehörigen untersagt. Seine Familie wird von Köln nach Eleve übersiedeln, um dort den Ausgang dieses Sensationsprozesses abzuwarten. Hannover, 23. Febr. Der „Xantener Bote" hatte in seinen Berichten über den dortigen Knabenmord stets den Oberstabsarzt Dr. Steiner als Hauptzeugen dafür angeführt, daß der arme Knabe durch einen „iLchächtschnitt" getödtet worden sei. Das Blatt enthält nun folgende Berichtigung: „In einem Artikel in Nr. 14 Ihres Blattes, betitelt „Nochmals der Fall Buschoff im Abgeordnetenhanse", führen Sie mich an als solchen, der kein Hehl daraus gemacht hat, daß ihm „der Mvrdschnitt am Kinde dem Schächtschnitt durchaus ähnlich erschienen ist". Wenn ich auch kein Hehl voraus gemacht habe, daß nach meiner Ansicht der Schnitt mit einem langen, haarscharfen Messer vollsührt sein muß, und daß der Thäter es verstanden haben muß, mit einem solchen Messer nmzngehen, so habe ich doch den Ansdruck „Schächtschnitt" nicht gebraucht, und zwar schon ans dem Grunde nicht, weil mir ein Schächtschnitt überhaupt unbekannt ist. Hochachtungsvoll Dr. Steiner. Anzeigen. Für de« folgende« Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. 8. & D.LÖWENTHAL.Silberwaaren 867) Frankfurt a. M., Zeit 23, Israel. Cultusgegenstände. GGSGGGG Israelit. Waisenanstalt zu Frankfurt a. M. In der Israelitischen Waisen-Anstalt sollen zu Astern 1892 die durch den Austritt von Zöglingen der Knaben- und der Mädchenabtheilung erledigten Stellen wieder besetzt werden. Die Anmeldungen hiezu sind bis zum 22. März, unter amtlicher Beurkundung des betr. Todesfalles und unter Beifügung des Geburts-, GesundheitS- und Jmpfattests, event. auch des Schulzeugnisses des anzumeldenden Kindes von dem durch die Ortsbehörde legitimirten Vormund desselben an den Vorstand der Israelitischem Waisenanstalt, zu Händendes Hrn. Dr. Joseph Werner, Mauerweg 20, zu richten. n meinem Commissionsverlag erschien soeben Vorlesung des Kmhes Esther von M. Weintrarrb, Cantor der Hanptsynagoge, Frankfurt a. M. Enth.: Drei Benedictionen, Vollständige Megilla mit der alten Melodie, rytmisch geordnet, drei gemischte Chöre. 1366) Preis M. 3.50. Frankfurt a. M. I. Kauffmanu. NOO Für Pesach riDD empfehle bosnische Zwetschen, vorzügliche Waare, mit “itcon vom hiesigen o rtoboxen Rabbinate. Heinrich Salzer, Budapest, 1496) Königsgasse 17. ür ein junges, schönes Mädchen (20 I. alt) von feiner Familie, welches in der Haushaltung sehr erfahren, aber auch einem Geschäfte selbstständig vorstehen kann, mit einer vorläufigen Mitgift von M. 4—5000 und sehr schöner Ausstattung wird passende Parthie gesucht. Offerten unter E. T. 1533 an die Exped. d. Bl. erbeten. uswärtige Schüler, welche das hiesige Gymnasium oder die Realschule besuchen wollen, finden Aufnahme in meinem Pensionat. Liebevolle Behandlung, entsprechende Sorge für die Pflege des Körpers und Geiste-, wie auch Nachhilfe in allen Disziplinen wird zugesichert. L. Oppenheimer, Lehrer, H a n a u. Referenzen: Sr. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. Koref und Herr A. Fürth, Hanau. (1380