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Der Israelit · 1892-02-28 · Heft 17 (29.2.1892) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
33 (1892)
Issue
Heft 17 (29.2.1892)
Date
1892-02-28
Page
– (sequence 12)
Language
German
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336 den nachhaltig heilbringenden Einfluß des in derselben waltenden aus der Quelle unseres heiligen Schrifttums geschöpften jüdisch religiösen Geistes auf die Gemüths- und Charakterbildung der seiner Führung und Unterweisung anvertrauten Jünglinge. Das ehrende und ermunternde Vertrauen, welches der Anstalt als einer Pflanz- und Pflegestätte altjüdischer Glaubenswissenschaft und Gesetzestreue von nah und fern entgegengebracht wird, hat sich auch im verflossenen Jahre wiederum durch die ihr zugewandten frommen Stiftungen in erfreulicher Weise zu erkennen gegeben. Für die Dahingeschiedenen, welchen durch eigene Fürsorge, oder durch die Pietät ihrer Angehörigen ein bleibendes Denkmal der Liebe durch Zuwendung einer Stiftung in der Anstalt errichtet worden, wird während des Trauerjahres täglich bei dem jedesmaligen Gottesdienste in der Seminar-Synagoge nyiP gelernt und das L'Np-Gebet gesprochen; ebenso werden die Jahrzeitstage durch Anzündung eines Jahrzeitslichtes durch Lernen eines iw und durch L7Mp-Gebet für alle Zeit in vorgeschriebener Weise feierlichst begangen. Die Gesammt-Einnahme betrug 33985 Mk., von welchen 27525 Mk. verausgabt wurden. Die Einnahmen aus den regelmäßigen Jahresbeiträgen haben sich seit mehreren Jahren leider stets verringert, gegen das Vorjahr um rund 1650 Mark; die Ausgaben steigern sich von Jahr zu Jahr in Folge erhöhter Frequenz, und in Folge erheblicher Mehrausgaben für die Beköftiguug. Für Bauausgaben in sanitärer Rücksicht nothwendig gewordene Einrichtungen, sind in 1891 ca. 2100 Mark bereits verausgabt. Eine solche segensreich wirkende Anstalt kräftig l zu unterstützen ist ein edles Werk; Freunde der guten Sache werden daher gewiß dieselbe durch größere Zu-! Wendungen und durch Gewinnung neuer Gönner zu fördern suchen. Wien, 10. Februar. Vor dem Strafrichter des Bezirksgerichtes Währing, Dr. Pöll, kam vorgestern wieder jener traurige Vorfall zur Verhandlung, der sich vor einem Jahre in der gewerblichen Fortbildungsschule in Währing abspielte. Die Lehrlinge Heinrich Edelmüller und Simon Färber waren mit einander in Streit geratheu, da Edelmüller dem Färber ein antisemitisches Schimpfwort zugerufen hatte; es entstand eine Balgerei, die damit endete, daß die Spitze eines Messers, welches Edelmüller in der .Hand hielt, dem Färber in das linke Auge drang. Gegen Edelmüller wurde die Anklage nach § 335 St. G. erhoben, er wurde aber mit der Motivirung freigesprochen, daß die Verletzung Färber's nur einem unglücklichen Zufalle zuzuschrcibeu sei; bei der Apellverhandlung beschloß der Gerichtshof, die Sache an die erste Instanz zurückzuweisen, was auch geschah. Gestern fand, wie erwähnt, die Verhandlung statt; der Richter, Dr. Pöll, sprach den Angeklagten wieder frei. Mit den Forderungen — 27 fl. Spitalskosten und 400 fl. Schmerzensgeld — wurde der Vater Färber's auf den Civilrechtsweg gewiesen. Der staatsanwaltschaftliche Functionür meldete die Berufung an. Wochen - Kalender. Freitag, 4. März, 5. Adar. Sabbat-Anfang 5 Uhr 15 Min. (Mainzer Uhr.) Samstag, 5. März, 6. Adar. .npDDn .f^Vin Sabbat-Ausgang 6 Uhr 30 Min. (Mainzer Uhr.) Briefkasten der Expedition. S. L. in Kaloz. fl. 7.— empfangen. MW" Ä n | « t fl e «. Für den folgenden Theil ist die Redactio» nicht verantwortlich. ^>ie Cultusgemeinde des Kreises Saarbrücken sucht sofort einen musikalisch gebildeten Cantor und Religionslehrer, welcher befähigt sein muß, einen Synagogenchor zu leiten, wie auch Predigte zu halten. Gehalt 2000 M. pro Jahr. Nebeneinkommen ca. 600 M. Ferner einen Schochet, welcher als Hülfscantor zu fungiren hat. GaraiitnIes.Einkommen 1500 M. pro Jahr. Offerten sind zu richten an 1310) De« Vorstand. O^ch suche per sofort ein streng religiöses Mädchen, welches schon anderweitig diente und sich aller Hausarbeit unterzieht. Die Haushaltung ist sehr klein. Salairanspruch verlangt. 1310)H. Wähler, Erlangen. Sür unser Manufacturwaaren - Geschäft suchen wir einen angehenden Commis mit Branchekenntniß und einen Lehrling mit guter Schulbildung zu engagiren. Gebrüder Re«s, Hofheim, 1309) Bayern. NOS HES3 Zu kaufen gesucht 2—3000 Pfund in Kisten verpackt. 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