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Der Israelit · 1892-02-08 · Heft 11 (8.2.1892) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
33 (1892)
Issue
Heft 11 (8.2.1892)
Date
1892-02-08
Page
– (sequence 12)
Language
German
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208 können, werden an der Grenze zurückgewiesen. Eine bedenkliche Ansammlung dieser Emigranten ist nicht zu besorgen, da die nicht Heimathberechtigten allezeit abgeschafft werden können. V.B. Prag, 29. Januar. Sr. Majestät der Kaiser hat dem M. Dr. Jakob Schütz das goldene Verdienstkreuz mit der Krone verliehen. Der Landesgerichtsadjunkt Dr. Ferdinand Unger wurde zum Rathssekretär ernannt. Gestern wurde der hier seiner Wohlthätigkeit und Biederkeit allgemein verehrte Groß-Industrielle David Bloch zu Grabe getragen. Der imposante Leichenzug bewies von Neuem die hohe Achtung, deren sich der Verstorbene erfreute. An demselben betheiligten sich der Landesgerichtspräsident Marx, der Bürgermeister Dr. Sol6, eine große Zahl von Stadträthen, die isr. Cultusgemeinde- Rcpr. mit dem Präs, und Vicrpräses, das gesammte Rabbinat, Vertreter der Israel. Cult s-Gemeinde Jungbunzlau, Großindustielle, Bankdirektoren, Deputationen der Feuerwehr und Veteranen-Vereine aus allen Städten, in deren Nähe die Bloch'schen Fabrikanlagen liegen. Der Verewigte, welcher das Alter von 71 Jahren erreichte, war lange Zeit Vorsteher der isr. Gemeinde seiner Vaterstadt Jungbunzlau gewesen und hat sich um diese unvergängliche Verdienste erworben. Am Grabe sprachen Dr. Gelbbaus, Prediger der Tempelgemeinde, welcher der Verewigte angehörte, und Dr. Grünwald, Rabbiner von Jungbunzlau und Sigmund Mautner, ein Freund des Dahingeschiedenen. Gestern Nachmittag wurden, wie seit 328 Jahren, am U2v my die Bußcpredigten für die Mitglieder der altehrwürdigen Beerdtgungsbrüderschaft abgehalten, in dem Sitzungssaale sprach Dr. Grün, in der Klaussynagoge Oberrabbiner Ehrcnfeld. Das zahlreiche Auditorium folgte den gediegenen Vorträgen mit großer Aufmerksamkeit. — Beide Redner fügten, wie dies Gepflogenheit ist, ihrem homiletischen Vortrage ro^n -im hinzu; merkwürdigerweise hatten beide dasselbe Thema gewählt. Aussig, 22. Januar. Der israelitische Frauenverein, der sich die Unterstützung mittelloser Kranker, die Besorgung kostenloser Begräbnisse für Unbemittelte und die Ausübung vieler anderer Wohlthätigkeitsakte zum Ziel setzt, beging vorgestern das Jubiläum seines 25jährigen Bestandes in ein- ' facher, aber sehr würdiger Weise. Der Vorsteher der Cultusgemeinde Herr Dr. Mendel begückwünschte den Verein zu seinem hervorragenden Wirken in der schmeichelhaftesten Weise. Bei dem Bankett entrollte die langjährige Vorsteherin des Vereines, Frau Anna Hammerschlagin lichtvoller Weise ein anschauliches Bild des segensreichen Wirkens des Vereines und schilderte in beredten Worten, wie der Verein aus kleinen Anfängen zu so stattlicher Bedeutung herangewachsen. In pietätvoller Weise gedachte sie der verstorbenen Vereins- Mitglieder und dankte dem Ausschüsse, insbesondere der Cassirerin Frau Helene Spitz, die sich um den Verein verdient gemacht hat. für die jederzeit thatkräftige und werkthälige Unterstützung. Die Trinksprüche des Seelsorgers Herrn Baß auf den Vorstand und des langjährigen Schriftführers Hrn. Ham merschlag auf den Verein und der Frau Baß auf Hrn. Hammerschlag fanden den lautesten Beifall. Der Festtafel schloß sich eine Unterhaltung an, zu deren Gelingen die Herren Schmoll und Gustav Fischer aus Teplitz ganz besonders beitrugen. Vermischtes. < W. Aus Hessen, im Januar. Unter zahlreicher Betheiligung am Leichenkondukte, wurde am 14. Jan. d. I. i"') die sterbliche Hülle des Mitgliedes der kleinen Gemeinde Frankenau Michael Plaut zu Grabe gebracht. Derselbe erfreute.sich eines sehr^guten Namens, da er für ncN "ion n^’CJ viel Sinn'hatte, in der Gemeinde im hohen Ansehen stand und bei seiner Familie ein stets thätiger, ehrlicher und gewissenhafter Familienvater und Gatte war. Er ruhe in Frieden! □ Strastburg, 26. Jan. (Statistisches.) Bei der letzten Zählung der Schüler der hohe ren Lehranstalten waren unter 6722 Schülern 7 5 8 isr. Rel. In den „Privatgymnasicn^ Elsaß-Lothringens waren außerdem noch unter 2041 Schülern noch Jll israelitische. □ Augsburg, 31. Januar. (Statistisches.) Die hiesigen stä d t i sch en B o lks sch n l c n besuchten im vergangenen Jahre 51 kl. jüdische Knaben und 55 kl. jüdische Mädchen. Die „Städtische Mädchenfortbildnngsschule" besuchten 21 isr. Mädchen. Die jüdischen Knaben, welche die höheren Schulen besuchen, wurden noch nicht mitgezählt. Sollte es einer so vermöglichen Gemeinde wie die hies. nicht gelingen, eine eigene isr. Volksschule zu errichten, für n ehr als 200 j. Schulkinder? Unter diesen sind nur wenige, die nicht rav;7no sind!! — Briefkasten der Expedition. J. St., Cantor in H. Betrag empfangen. Briefkasten der Redaktion. Herrn l>Ior. Tannenbaum in Oszlänyam. Ohne auf die von Ihnen beigebrachten Citate hier näher einzugehen, bemerken wir Ihnen, daß die von uns gewählte Form in vorliegendem Fall geboten schien, .prn? p 7>p7 Qipo hd Wochen - Kalender. Freitag, 12. Februar, 14. Schebat. Sabbat-Anfang 4 Uhr 45 Min. (Mainzer Uhr.) Samstag, 13. Februar, 15. Schebat. ,")tpy HLPOD .n>L5>2 Sabbat-Ausgang 6 Uhr — Min. (Mainzer Uhr.)

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