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Der Israelit · 1892-02-04 · Heft 10 (4.2.1892) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
33 (1892)
Issue
Heft 10 (4.2.1892)
Date
1892-02-04
Page
– (sequence 12)
Language
German
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184 Sprachrohr deshalb nicht reden dürfe, weil man hierdurch das Verbot des Feueranzündens begehe? Und so dürfte es noch mancherlei Dinge geben, über die unsere lieben Alten aus dem Staunen nicht herauskämen. Jndeß hat die neue Zeit für den gesetzestreuen Juden auch Erleichterungen gebracht: Nahrungs- und Arzneimittel, die man früher, wenn sie der Arzt verordnete, nur mit höchstem Widerstreben und in Zeiten der Gefahr für die Gesundheit zu sich nahm, weil eine rituelle Bereitung derselben nicht möglich war, werden nunmehr in streng koscherem Zustande hergestellt. Wir erinnern nur an Papilsky's Fleischextrakt, an den Posener Pepsinwein, an die österreichischen Konserven u. v. A. Ein neues wichtiger Nahrungsmittel ist zn den vorgenannten nunmehr in den echten FriedrichSdorferZwiebacken hinzugetreten. Unserem Glaubensgenossen, dem Herrn Fabrikanten V. Ehrlich in Frankfurt a. M. ist es nach vieler Mühe gelungen, das Geheimniß der Herstellung dieses Gebäcks zu ergründen. Diese Zwiebacke sollen an Leichtverdaulichkeit, Wohlgeschmack und Nährwerth alle seither rituell hergestellte derartige Waare bei weitem übersteigen und trotzdem keine Nachthelle in Bezug auf Preis und Gewicht gegenüber den bis jetzt existirenden Friedrichsdorfer Zwiebäcken bieten. Ja sie werden den letzteren, wie man uns mittheilt, sogar von Nichtjuden vorgezogen. Herr Ehrlich hat seine Fabrik unter die Aufsicht des Herrn Rabbiner Dr. Breuer gestellt und werden unsere geehrten Leser mit uns mit hoher Freude es begrüßen, daß dieses namentlich für Reconvalescenten so wichtige Genußmittel in so vorzüglicher Qualität und ohne jeden vm zu beziehen ist. Briefkasten der Redaction. NB. Wegen Mangel an Raum mußten mehrere Correspondenzen für die nächste Nummer zurückgestellt werden. AE" M n; c i g o it. Für den folgenden Theil ist die Redaktion nicht verantwortlich. Dir SilbrrrvsNvrn-^labvikt Lazarus Posen WÄ m Frankfurt a. M. empfiehlt ihre künstlerisch ansgestatteten isr. Cultusgegenstände: Kz Cliajim, Tass, Kronen, Channkahlampen, Besomlmbfichsen, Seder- Begenstftnde, Pokale, Weinhumpen etc. etc. und versendet ihre neuen, sehr vergrößerten Muster hefte nebst Preis-Couranten gratis und irankol (189 Verkaufs - Lokalitäten: Frankfurt a. 31., Berlin W., Zeil 46a., im „Hessischen Palais“. Unter den Linden 5, Hotel Bristol. WeirsHs-MesuH Für ein tüchtiges, fleißiges Mädchen, streng religiös, 27 Jahre alt, von angenehmem Aeußern, aus feiner Familie, mit mindestens 10,000 Mark barer Mitgift, wird eine passende Parthie gesucht. Rabbiner oder Lehrer bevorzugt. Ernstgemeinte Offerten unter Sch. K. 794 an die Exped. d. Bl. erbeten. Aür eine hübsche, gebildete Dame, isr., ü 25 I., einfach u. häuslich erz., mit sehr guter Ausft. u. vorläufiges Vermögen von M. 6000 wird passende Parthie gesucht. Aeltere, gut situirte Herren u. Wittwer m. Kindern nicht ausgeschl. Off. suh 0. 849 an Rudolf Mofse, Köln. (793 Ainem tüchtigen, unverheir. Cantor u. Lehrer, deutscher Abkunft, kanneine gute Stelle nachgewiesen werden. Offerten unter G. 798 an die Erped. d. Bl. erb. Bitte. Ein Lehrer bittet edle Glaubensgenossen um ein Darlehen von 150 Mk. Rückzl. erfolgt in monatl. Raten. Offerten unter H. 8. 792 an die Exp. d. Bl. erbeten. (?>urch Beförderung des bisherigen Jn- Habers ist die Stelle eines Religionslehrers und Vorsängers zu Dormitz (Eisenbahnstation) erledigt. Fixer Gehalt 450 Mark nebst freier Wohnung, freiem Holzbezug und den üblichen Emolumenten; außerdem auf Ruf u. Widerruf eine Zulage von 150 M. Seminaristisch gebildete Bewerber wollen sich an Rabb. Dr. Neubürger in Fürth (Bayern) wenden. (791 (junger Mann, 18 Jahre, im Schreibu. <%J Spielwaar.-Exportgeschäfte thätig, mit Kenntnis; der Manufacturu. Colonialw.- Branche, sucht Stellung als angehender Commis, gleichviel welcher Funktion. Gefl. Off. uut. Nr. 679 an die Exp. d. Bl. erb. Offeae Lehmflelle. Die Stelle eines iSraelit. Religions lehrers der hiesigen Gemeinde ist alsbald zu besetzen. Tüchtige, seminaristisch gebildete Bewerber, welche den Vorbeter- und Schächterdienst mit versehen können, wollen sich baldgefällig melden. Fester Gehalt 850 M., Nebenverdienst als Cantor ca. 200 M., Schächtergebühren ca. 300 M., freie Wohnung und Heizung. Außerdem ist Gelegenheit zu Nebenverdiensten gegeben. Mit Zeugnissen und Angabe des Familienstandes belegte Gesuche sind bis zum 15. Februar d. I. bei der Unterzeichneten Stelle einzureichen. Mellrichstadt, 1. Februar 1891. Der Eultus-Vorstand 694) Emil Ster». CTNie hiesige israel. Religionslihrer-Stelle, verbunden mit Vorbeter u. Schachet, soll auf Pesach besetzt werden. Gehalt 500 Mk. nebst freier Wohnung im Gemeindehaus. Das Schächten trägt nebenbei 200 Mk. und mehr ein, je nachdem sich derselbe bemüht. Sprendlingen b. Frankfurt a. M. 671)I Stern, Vorsteher. Metzger. Von einer orthodoxen Genossenschaft in einer größeren Stadt Süddeutschlauds wird ein streng frommer, tüchtiger Metzger mit etwas Vermögen gesucht, der zugleich eine Restaurationjübernehmen könnte. Reflectanten belieben sich unter F. M. 684 an die Exped. d. Bl. zu wenden.

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