Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 33 (1892)
- Issue
- Heft 9 (1.2.1892)
- Date
- 1892-02-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
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XXXIII. Jahrgang. Beilage M M 9 des „Israelit“. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Altona, 25. Thebeth. (Nachträgliches zum Leichenbegängniß Rabbi Elieser Löb's y"j). Sie haben bereits in Ihrer jüngsten Nummer in Kürze über die Halwaja unseres verehrten Rabbiners berichtet. Es wird gewiß sür die Leser Ihres weitverbreiteten BlattesvonJnteresse sein, über die Reden der vielen,bedeutenden. Männer Israels, die sich hierzu Ehren ihres Heimgegangenen Bruders versammelten, Eingehenderes zu erfahren. Zunächst sprach der Schwager, Jugend- und Studienfreund des Heimgegangenen, Herr Rabbiner Dr. Auerbach aus Halberstadt. Obschon der Schmerz ihn bisweilen zu übermannen drohte, beherrschte sich doch der Redner und schilderte in ergreifender Weise,mitweithin vernehmbarer Stimme die ganze Tiefe und Unermeßlichkeit des Verlustes, welche die edle Dulderin und unvergleichlich hingebende Pflegerin des Verstorbenen, seine Schwester, an solchem Gatten, die^Gemeinde Altona an solchem Rabainer, die ganze Judenheit und die Goltessache auf Erden an solchem Vorkämpfer erlitten. Ausgehend von der Stelle (Jjob 28,l) „Es giebt für das Silber einen Fundort, und eine Stelle wo man das Gold läutert,, Eisen wird aus^der^Erde gegraben und aus Erzen wird das Kupfer geschmolzen, Ns&n noanm aber wo wird die Weisheit gesunden? und der daran geknüpften Bemerkung der Weisen, daß es für Alles einen Ersatz gebe, nur nicht für den Heimgegangenen Talmid Chochom, legte Redner dar, welch bedeutender Talmid Chochom der Verstorbene gewesen, wie g old rein sein Charakter, ehrlich und wahrheitsliebend sein Wesen, abhold jeder, selbst der geistreichsten Künstelei, sein Forschen gewesen, wie er es verstanden, die reichen Goldbarren, über die er verfügte, in die für Jedermann gangbare Silbermünze (nmo^ "niy *p3) umzuprägen, wie er aber auch das aus Eisen geschmiedete Schwert zu handhaben verstand, nicht zum Angriff, nicht zu verletzen, sondern zur rücksichtsvollen, schonenden Abwehr gegen die Feinde Gottes, Seines Volkes und Seiner heiligen Lehre, und wie er endlich die in der Sprache des T'nach dem Steine und Kupfer vindizirte Härte und Widerstandsfähigkeit (Jjob 6,12) besessen habe und kein Haarbreit gewichen von der Stelle, auf welche ihn das Pflichtgefühl gerufen, er vielmehr auf der Warte gestanden und Wache gehalten über das ihm anvertraute kostbare Gut. Der Redner wies sodann nach, wieso der Mi sich zu dieser Höhe des Wissens und Wirkens emporgearbeitet, ^wie auf.ihn, der den Namen Elieser Oberrabbmer Dr. Elieser Lob m M-Rn'ih