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Der Israelit · 1891-12-17 · Heft 98 (17.12.1891) · page 18

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Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 98 (17.12.1891)
Date
1891-12-17
Page
– (sequence 18)
Language
German
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erregender Weise, bald auf diese, bald auf jene Seite, und schien seine letzten Kräfte anzuspannen, um seine zarten Glieder der Gewalt des Todes zu entziehen, der ihm die Kehle zusammenschnürte und ihm noch gerade so viel Leben übrig ließ, um den höchsten Grad des bösartigen Nebels, an dem er von Minute zu Minute dahinstarb, durchzumachen. Es war ein fürchterlicher Kampf. Dieses Kind, welches nicht mehr diesem Leben angehörte und sich doch noch daran anklammerte, welches nur noch unartikulirte Laute von sich stieß, dessen verglaste Augen furchtbar aus den Höhlen traten, dessen Gliedmaßen schon alle Gelenkigkeit verloren hatten, und der Gedanke ein kaum begonnenes Leben verlöschen, zwei durch Geschick und Neigung verbundene Wesen, ihrer süßesten Hoffnung auf immer beraubt zu sehen — wahrlich das Maß des Leidens war so groß, daß der Verstand sich verwirren und das Gemüth an dem Heiligsten zweifeln konnte. Bedauernswürdigste Mutter, du empfingst den letzten Blick deines Kindes — du sahst es bewegungslos zurücksinken und sagtest noch „Es schläft". Es gibt grausame' Wahrheiten, an die eine Mutter nie glaubt. Esther nahm leise das Kind an sich und wiegte den Kleinen aus ihrem Schooß, den Mund maschinenmäßig zu den Worten öffnend, „Er schläft", Er schläft, sieh' Salomon, er wird wieder gesund." Der Schmerz hatte die Sinne der Unglücklichen gleichsam verwirrt. Salomon verwundert über die Ruhe, trat leise an sie heran. Esther bemerkte ihn nicht, als plötzlich dessen schmerzerstickte Stimme in ihr Ohr drang: „Wir haben kein Kind mehr! Wir haben kein Kind mehr!" Da schien ihr die fürchterliche Wahrheit mit einemmal klar zu werden. Ein furchtbarer Aufschrei entrang sich ihrer Brust und ohnmächtig sank sie zurück auf die Lehne des Stuhles. Salomon nahm die kleine Leiche, die beinahe zur Erde gefallen wäre, an sich, küßte sie und legte sie in's Bettchen zurück. Die arme Mutter erholte sich bald. Einer Nachtwandlerin gleich trat sie an ihren Mann heran, blieb einige Minuten neben ihm, das todte Kind betrachtend, stehen, dann fiel sie ihm plötzlich um den Hals und begann heftig zu weinen. Auch mit Salomon hatte der Himmel Erbarmen, die harte Rinde, die sein Herz krampfhaft umklammert hatte, löste sich und Thränen entrannen seinem Auge. Lange Zeit hielten sich die schwer geprüften Eltern umschlungen. (Schluß folgt.) IMr M „zeige n. -WW Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich.! ttnlnltffrar! | leicht b. Trag. ' natürl. sind die von mir erfundenen, gegen Erkältung u. Kopsreihen schützenden Haartouren für Damen und Herren, selbige sind so leicht und natürlich gearbeitet, daß das Tragen einer solchen kein menschliches Auge bemerkt. (6874 iy Preis v. 7 Mk. 50 Pf. an. Paul Wielisch, Perückenmacher, Wiesbaden, kl. Burgstr. 12. (Vch suche für meine beiden Söhne, im <0 Alter von 16 lt. 19 Jahren (kräftige Staturen), Stellung bei Viehhändlern. Dieselben waren schon mehrere Jahre in einem derartigen Geschäfte. Gesl. Offerten erbittet Joseph Münz, 7591) Alteng ronau , Post Jossa. GGGGWGGGGGG GGGG 4lÜx den Einu. Verkauf von Rohpro- & dukten suche ich einen mit der Branche vertrauten, tüchtigen, jungen Mann. Offerten unter M. 7593 an die Exped. fr. Bl. erbeten. ^Vacanzy. Die Stelle des Religionslehrers, Vorbeters n. Schächters ist per 1. Januar zu besetzen. Mit einem Fixum von 600 M. p. a. ist ein seines Wohnzimmer u. freier Brand verbunden. Nebenverdienste, incl. Schechita, belaufen sich auf ca. 200 M. Auch ist dem Bewerber Gelegenheit geboten, Unterricht in einer Filiale zu ertheilen, welche ungefähr 30 Minuten entfernt ist, die 150—200 M. einbringt. Qualifizirte, seminaristisch gebildete Lehrer wollen ihre Zeugnisse nebst Biographie an den Unterzeichneten einsenden. Rohrbach b. Büdingen > Oberhessen). Abr. Oppenheimer, 7643)Cultusvorstand. Heirathen werden durch eine vertrauenSwerthe Dame, Me in allen jüd. Kreisen bestens eingeführt, strrna MSeret und gewissenhaft vermute». Briese unter H. ISS postlagernd «ürzburg erbeten. (5285 SJftei einer isr. Familie auf dem Lande (Hessen) wird eine nervenschwache, geistesschwache oder ältere Person in beste Pflege genommen. Langj. Erfahrung. Res. ertheilt gefäll. Herr Oskar. Lehmann in Mainz. Offerten unter Nr. 2150 an die Exp. bss. Bl. erbeten. Leipzig. ^2 Restaurant heo 43 I. Reichsstratze 43 I. E«49 Empfehle mein neu eingerichtetes Restaurant. Bernhard Stein. CVn unserer Gemeinde wird zum 1. Januar 1893 die Stelle des Cultusbeamten (Lehrer, Cantor u. Schochet) vacant. Verheirathete Bewerber mit seminarist. Bildung, welche befähigt sind, relig. Vorträge zu halten, wollen gesl. Offerten mit Zeugniß-Abschriften «. Angabe von Referenzen einsenden. Festes Gehalt M. 1350 pro anno. Der Synagogen-Vor stand 7597) Mrstenwaidr a. d. Spree.

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