Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 32 (1891)
- Issue
- Heft 97 (14.12.1891)
- Date
- 1891-12-14
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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1827 auch diesmal bewährt! wy naa yjua ana yjun b Mit dem Amtsantritte des edlen Cultusminifters Grafen Albin C s a k y ist es der orth. Durchführung - commission gelungen rwi^> mtsyn YinnS viel Heilsames zu wirken und viel Schlimmes zu vermeiden. Die leitenden Männer an der Spitze des Staates waren schon für die heilige Sache des unverfälschten Judenthums gewonnen, aber noch fehlte es an einem Organ, die große ungarische öffentliche Meinung von der Wahrheit des orthod. Judenthums zu überzeugen und die Herzen unserer Brüder und Schwestern für die Ausdauer im Kampfe zu begeistern, im Kampfe gegen die bösen Geister unserer Zeit, gegen die Geister des Abfalls, der Sünde und der Eigensucht. „Zsi d o jH i r a d o" betitelt sich die ungarische Zeitung, welche diese hochwichtige Mission übernommen hat. Der Redacteur dieser wöchentlich einmal erscheinenden Zeitschrift ist unser geschätzte Mitarbeiter Herr Daniel W e i ß, Secretär der jüd. orth. Durch - führungskommtssion, der sich um die gedeihliche Entwickelung der frommen Bestrebungen der ung. Orthodoxie schon viele Verdienste erworben hat. Als ein in der Sache gründlich Eingeweihter sind die Nachrichten, die sein Blatt enthält, vollkommen richtig, seine Ansichten vertrauenswürdig und seine Anregungen beherzigenswerth. — Seit dem kurzen Bestände dieses Blattes ist es ihm auch vollkommen gelungen, nicht nur die Liebe seiner zahlreichen Freunde und Anhänger, sondern auch die Achtung seiner Gegner in vollstem Maaße zu erringen. Denn im Kampfe für die heilige Sache der ung. orth. Judenheit und gegen die derselben feindlichen Principien hat „Zsido Hirado" nie die Personen bekämpft, sondern nur die Treulosigkeit und den Verrath an dem echten Judenthum, um das drohende Unheil und die eminente Gefahr, die einem Damoklesschwert gleich überdem conservativenschwebt, abzuwenden. frsjaa npns vbv 'w »nt mb nmn „Und strahlen wird denen, die Ehrfurcht vor Meinem Namen haben, die Sonne der Huld, die auf ihren Fittigen bringt Heilung vor jedem Uebel und jeder Krankheit." Wir rufen dem „Zsido Hirado" aus Herzensgrund zu :! nnn nyp yvxi p*n Dr. Halewi B. Rumänien. Dr. 6. Bukarest, 1. Dezember. Es giebt bei uns immer noch etwas, was man den Israeliten von Regierungswegen wegnehmen kann, auch wenn die Ersteren es ohnehin nicht — haben. Höher als Feldwebel dürfen ja Israeliten in Rumänien nicht kommen, demnach können sie zu Offizieren nicht avanctren. Die paar Reserve-Lieutenants, von welchen ich Ihnen geschrieben, daß sie vorhanden sind, haben eine eigene Geschichte und die Gründe dafür liegen u. A. einerseits in dem bei uns üblichen Katar (Gefälligkeit) gegen —• reiche Leute, andererseits, weil man in unseren Regierungskreisen stets darauf bedacht ist, dem Auslande Sand in die Augen zu streuen und darum hat man seit 1879 in jeder die sogenannte „Gleichberechtigung" nach Außen hin markirenden Lebensthätigkeit ein paar Israeliten eingeschoben, die für die Gleichberechtigung „Aller" als Strohmänner daftehen sollen. Damit es aber israelitlsche Offiziere nie gab, wird im allerneueften „Reglement für die Offizicrschule", wie ich dem Amtsblatt vom 20./2. Oktober l. I. entnehme, im Artikel 3b bestimmt, daß diejenigen, die sich dazu melden, von „rumänischen oder naturalisirten Eltern geboren sein müssen". Eine andere „Gleichberechtigung" (?) besteht darin, daß man eben seit der „Gleichberechtigung" den Israeliten das Recht genommen hat, Apothekenbesitzer zu sein. Da sie es aber de facto sein müssen, weil christlichrumänischer Ersatz wenigstens zur Zeit nicht vorhanden, so hat man ihren israelitischen Besitzern als vorläufigen Nothbehelf durch Regulativ die Eigenschaft als „Dirigenten" (Provisoren) verliehen. Als solchen ist, wie ich ebenfalls aus dem „Mnitorul oficial“ ersehe, in derselben Zeit den Apothekenbefitzern Carl Rosenthal und David Herzenberg in Jassy gnädigst die Erlaubniß gegeben worden, ihre Apotheken „weiter" zu leiten, natürlich bis man ihnen durch christliche die Leitung, d. h. den Besitz, wird nehmen können. Mit den Vertreibungen aus den Dörfern wird fortgefahren. In Schendriceni, Bezirk Dorohoj, ist dem Chajim Solomon und seinem Sohn Schlomo vom Vorwerk Buhaj der Befehl zugegangen, die Gemeinde, wo sie geboren sind, und zum Militärdienst rekrutirt worden, binnen 3 Tagen zu verlassen. Sie waren zu arm, um den Ansprüchen des Unterpräfekten I a c o b a n befriedigen zu können. Aus den Dörfern Trifaschti und Botlckreschti, im Bezirk Roman sind 8 Familien ausgewtesen worden, die seit 15 bis 55 Jahren in denselben wohnten, eine gute Aufführung hatten und nicht etwa Schänker waren, sondern meist Handwerker, ein paar von ihnen Kleinkrämer in Gemischtwaaren. Dagegen haben im Laufe des Jahres vom 1. Oktober 1890 bis zum gleichen Termin 1891 nach der Zusammenstellung des amtlichen Controleurs 429 israelitische Familien allein aus Jassy es vorgezogen, ganz und gar das Land zu verlassen und in Amerika eine Zuflucht zu suchen, um den ewigen Vexationen und Brodlosmachungen ein für allemal aus dem Wege zu gehen, denn wir haben zu den schon vorhandenen brodraubenden Gesetzen jetzt zwei neue in Sicht, nämlich der Getreide- und der übrige Waarenhandel, den man bis jetzt den Israeliten