Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 32 (1891)
- Issue
- Heft 96 (10.12.1891)
- Date
- 1891-12-10
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
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1816 einer dem kindlichen Auffafsmigsgeist angepaßten Form zum Bewußtsein der TiiLO "Q-Knaben zu bringen. Es wird dabei bei dem unerläßlichen Unterricht über die Bestandtheile und die Anlegung der Tephilin öfters Gelegenheit geben, auf das Vorhandensein und die Nothwendigkeit einer mündlichen Tradition hinzudeuten. Durch das vor dem Tephilin- Legen zu verrichtende Gebet jwv welches zu übersetzen und zu erklären wäre, wird die Bedeutung der Tephilin täglich wiederholt und dem Gedächtniß und dem Gemüthe des Israeliten stets von neuem eingeprägt. In der gleichen Weise wird die niSD von rva>* als ein in der Bibel durch Gott vorgeschriebenes Gebot, das als ein Zeichen des Gedenkens an Gott und seine heiligen Gesetze gelten soll, behandelt. Durch den uns zur Pflicht gemachten Hinblick auf das an den Kleidungsstücken befestigte Erinnerungszeichen soll dem Auge und dem Herzen, als den ersten Wortführern zum Bösen, hemmend entgegengetreten und auf die Ausübung der Gebote Gottes hingewirkt werden, da nur in der Meidung des Bösen uitb in der Uebung des Guten die Freiheit Israels (onsra nN'S’) bedingt ist. Die unterrichtliche Behandlungsweise bleibt dieselbe wie bei den Tephilin, und es wird auch hier einem tüchtigen Lehrer nicht schwer fallen, daß auch beim N'L'L-Gebote der Zweck die Heiligkeitsbestrebung ist, genügend nachzuweisen D’ttfnp Dtvm, „Ihr sollt heilig sein." Nach längerer Discussion wurde eine diesbezügliche These aufgestellt. Herr Lehrer Schweizer-Flehingen bearbeitete die andere Frage bezüglich des geographischen Unterrichtes (Palästina) in der Religionsschule. Die Arbeit wurde als gut anerkannt; wegen vorgerückter Zeit konnte aber auf dieselbe nicht weiter eingegangen werden und kommt das Thema bei der nächsten Conferenz als Hauptverhandlung zur Sprache. Nachdem man noch das?.Mv-Gebet verrichtet, schied man mit dem Bewußtsein, einen schönen Tag unter Eoüegen, in Anwesenheit eines Schul- und Lehrerfreundes, Herrn Bez.-Rabbiners Dr. Schleßinger, verbracht zu haben. - - Heccttltcmim. Otto, Dr. E., „Französische Conversations-Grammatik". 94. Auflage. Geb. 3.60 M. Gaspey, Dr. Th., „Englische Conversations-Grammatik". 21. Auflage. Geb. 3.60 M. Sauer, C. M., „Italienische Conversations-Grammatik". 9. Auflage. Geb. 3.60 M. Heidelberg, Julis Groos. Es hieße Eulen nach Athen tragen, wollte man die Vorzüge der obigen Schulbücher von neuem hervorheben. Die Methode ist eine vorzügliche, durch die Erfahrung tausendfach erprobte. Sie unterscheidet sich von der in unseren Schulen geübten wesentlich dadurch, daß ihr Ziel nicht nur das Verstehen, sondern auch das Sprechen der betr. Sprachen in sich schließt. Aller überflüssiger Ballast und alle nur den Mann der Wissenschaft interessirenden Dinge sind weggelassen, dagegen Dinge, die das praktische Leben täglich bringt, in großer Auswahl eingefügt, so daß der Schüler nicht nur die Sprache der Elassiker, sondern auch die lebende, die Umgangssprache erlernt. Einer Empfehlung bedürfen diese Bücher nicht; sie empfehlen sich selbst. O- /;» Briefkasten der Redaction. L. B. in Dresden. Wie Sie aus heutiger Nummer ersehen, ist Ihr Wunsch erfüllt. M. S. in T. Nein; der Schochet ist nicht immer Beamter der Gemeinde. R. T. in K., I. N. in A. In Ihrem Interesse sehen wir von der Veröffentlichung des eingesandten Artikels ab; derselbe könnte Ursache eines Prozesses werden. Es ist ja bitter, wenn eine Gemeinde vergißt, was sie dem Religionslehrer schuldet, aber eine Veröffentlichung der Sache würde weder dem Betreffenden Helsen, noch würde dadurch ein öffentliches Interesse gewahrt. Der betr. Herr College soll der Regierung seine Beschwerde vortragen; diese wird dann schon Abhilfe schaffen. De. N. in W. Sie müssen vorerst das Miitelschuleramen und dann das Examen pro re<;toratu ablegen. Ihr Doctorexamen hat hierbei keinen Werth. _ F., hier. LassenASie die Sache ruhen. Hirmeh ma tauw uma noim schewes achim gam jochad. P. Z A. Die Stelle ist mit einem evangelischen Lehrer besetzt worden. D. E. in Warschau. In Deutschland unmöglich; wer Ihnen etwas Anderes sagt, speculirt auf Ihren Geldbeutel. L. O. in Chicago. 1. Jedenfalls ist Vorbildung auf einem deutschen Gymnasium zweckentsprechender. 2. Ja. 3. Nein. W. in D. Ihre Anerkennnng gefällt uns, weniger Ihr Stil und Ihre Orthographie, am wenigsten aber, daß Sie wünschen, -Ihre consuse Arbeit veröffentlicht zu sehen. K. in Hamburg. Es gibt Institute, die für die religiöse Erziehung^.eines Knaben^beffere Garantien bieten. R. P."in Berlin. Sie sind im Jrrthum. Der Betreffende hat erst sein Lehrerexamen gemacht und sich alsdann zum Rabbiner ausgebildet; er ist also doch „einer von unseren Leuten." 1) it dem neuen Jahrgang eröffnen wir eine!>.) Preisbewerbnng" und setzen zwei Preise ü 20 Mark für'die besten Arbeiten aus. Bedingungen: Mit der Arbeit, welche die Bezeichnung: „Zur Preisbewerbnng" tragen muß, ist die Abonnementsqnittnng einzusenden. Das Thema ist dein Gebiete der isr. Schule zu entnehmen, indeß sind Themata aus verwandtem Gebiet nicht grundsätzlich ausgeschlossen. ° Die Arbeit darf höchstens einen' Druckbogen des Formates unserer Zeitung beanspruchen. Kürze der Arbeit ist kein Grund der Nichtprämiirung. Die Arbeiten werden der Reihe^nach unter obiger Bezeichnung veröffentlicht und am Ende des Jahres die beiden besten derselben prämiirt. Wir hoffen'imMnteresse der isr. Schule auf einen regen Wettkampf und bitten, daß die Manuscripte recht deutlich lind nur auf einer Seite geschrieben werden. Die f Redaction der Blätter''f. d. isr.'Schute." 3) 4) Verantwortliche Redaction: Oscar Lehmann in Mainz. — Expedition des „Israelit" u. „Jeschurun". Schottstr. Nr. 2, Mainz. Druck und Verlag der Joh. Wirth'schen Hofbuchdruckerei-Actien-Gesellschaft in Mainz.