Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 32 (1891)
- Issue
- Heft 90 (19.11.1891)
- Date
- 1891-11-19
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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XXXII. Jahrgang. Erft« Anlage M M 90 der „AsraelitIrschurun- Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Frankfurt a. M. Am Dienstag den 2. Cheschwantrat dasJeschiba-Comittz zu seiner ersten Sitzung zusammen. Dasselbebesteht ans den Herren: Marius Bender (Cassier), Joseph Wohlf ar th (Schriftführer), Hermann Cr am er, Lazar Mainz, Jacob Emanuel und Herrn Emanuel Schwarzschild, als Deputirten des Vorstands der Religionsgesellschaft. Das Comite, das aus 7 Mitgliedern bestehen soll, wird in nächster Zeit durch ein weiteres Mitglied ergänzt. Auf die Bekanntmachung des Vorstandes der Israel. Religionsgesellschaft hin, hat sich eine sehr große Anzahl von Bachurim von allen Seiten her zum Eintritt in die Jeschiba gemeldet. Herr Nabb. Dr. Breuer erstattete dem Comits über die Anmeldungen Bericht, er hob dabet hervor, daß erbet Auswahl der Bachurim für die Jeschiba sehr rigoros vorgehe und daß er besonders für den Anfang nur wenige aufnchmen wolle. Bei einer Jeschtba sei nicht die Anzahl der Schüler das Wesentliche, sondern vielmehr die Art und Weile wie und wie eifrig gelernt werde. Uni von vornherein für dieses Moment die nöthigc Garantie zu sichern, habe er nach eingehender Prüfung zunächst nur 10 mit vorzüglichen Zeugnissen und Empfehlungen versehene Bachurim zugelassen. Mit diesen wird die Jeschiba nun eröffnet. Die d'tjw werden einstweilen im bisherigen Local der Volksschule der Israelitischen Religions- Gesellschaft abgehalten, bis zur Fertigstellung des neuen Saals in dem jüngst erworbenen Hanse, wofür in richtiger Würdigung der hohen, heiligen Sache, Herr Scelig Gold sch midt seine großartige Schenkung bestimmte, worüber Sie bereits berichteten. Dort finden auch die Abend-Schiurkm des Herrn Rabbiners statt, die in Folge ihrer eigenartigen Tiefe und Klarheit von 40 regelmäßigen Hörern besucht werden. Das Comits hat sich zunächst die Sorge für die finanzielle Seite der Sache zur Hauptaufgabe gestellt. Die Begeisterung, die hier allenthalben für die Wiedererrichtung der alten Frankfurter Jeschiba herrscht, läßt nach dieser Seite hin das Beste hoffen. Diese Begeisterung wird keine vorübergehende sein, sondern wird Hand in Hand mit der Consolidirung der Jeschiba wachsen und an Intensität gewinnen, sobald das große Publikum selber Gelegenheit haben wird, sich von dem Wesen einer Jeschiba zu überzeugen. Daß das richtige Verständniß für Wesen und Bedeutung einer Jeschiba noch vielfach in Deutschland einer Vervollkommnung fähig und bedürftig ist, ist an dieser Stelle bereits betont worden. Sobald aber diese richtige Würdigung erfolgt ist, werden auch die Mittel zur Erhaltung einer Jeschiba gesichert sein. Es ist eine tiefe Wahrheit, die durch den regen Sinn, welcher hier allenthalben der Jeschiba schon vor ihrer Eröffnung entgegen gebracht wird, eine neue, herrliche Bestätigung erfährt, daß nämlich wo zehn, fünf, drei, zwei, ein einziger selbst sitzen und sich mit der Thora beschäftigen, auch Gottes Schechina weilt. (Aboth III. 6.) Wenn Gottes Schechina schon bei dreien weilt, wird in einer Parallelstelle (Berachoth Fol. 6.) bemerkt, wozu bedarf es dann noch erst der Erwähnung, daß sie auch bei zehn ist? Bei zehn, lautet die Antwort, ist die Schechina schon vorher da, bei dreien erst, nachdem diese sich zum Lernen der Thora medergesetzt haben. Vielleicht soll uns hier gesagt werden: So gewiß es ist, daß die Beschäftigung mit dem Willen Gottes, die Nähe Gottes, seine Gnade, seinen Beistand und seinen Segen sichert, auch wenn Jemand ganz allein und vereinzelt diese Hingebung an das Wort Gottes bewahren würde, so gewiß ist es auch, daß wenn nicht mehr Einzelne, sondern wenn eine ganze 'i my, wenn zehn sich niedersetzen, um Thora zu lernen, daß dann Gottes Herrlichkeit schon früher emgezogen sein muß in den Kreis Derjenigen, die der Thora eine dauernde Stätte schaffen wollen. min i’N ncp pt dn. Es können sich nicht zehn Thorabefliffene niederlassen, um ausschließlich der Forschung der Thora zu leben, wenn nicht vorher das Göttliche lebendig geworden ist in den jüdischen Herzen, wenn nicht vorher die Herrlichkeit Gottes sich in dem Adel hochherziger Gesinnung bekundet hat, der kein höheres Glück und keine reinere Freude kennt, als mit vollen Händen und aus vollem Herzen zu opfern und zu spenden .mm^i mm Die neu gegründete Frankfurter Jeschiba, mit ihren 10 man mra, die hochherzigen Spenden, deren Opfcrsinn sie möglich machte, dürfen der Gemeinde, in deren Mitte sie sich erhebt, das beglückende Bewußtsein aufs Nene bestätigen, 'n mya as: 't welchen festen Bestand das Göttliche in ihr hat nw, nonp nrnstp, daß Gottes Herrlichkeit längst aus ihrem EinzelundGemcindeleben in alle Welt hinausleuchtct. Indem aber hier nicht gesagt wird: m«yy □r.rrn yvnipnw» rrnna sondern rnny