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Der Israelit · 1891-11-16 · Heft 89 (16.11.1891) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 89 (16.11.1891)
Date
1891-11-16
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1676 meinde-S ta tuts. Dasselbe stammt aus dem Jahre 1860 und entspricht nicht mehr den Ansprüchen, die an eine Großgemeinde von ca. 80 OOO Seelen gestellt werden. — Außer den fünf hierorts bestehenden größeren Synagogenvereinen erhält auch der Charlottenburger Verein eine größere Subvention. Wie wir vernehmen, beabsichtigt der Letztere bei der Regierung um die Rechte einer Synagogengemeinde nachzusuchen. Unterstützung erhalten auch, der deutsch-israelitische Gemeiudebund, die Lehranstalt für die Wissenschaft des Judenthums und die historische Commission für die Geschichte der Juden in Deutschland. Als sehr anerkenneswerth dürfen wir hervorheben die Subventionirnng der Curhospitäler in Karlsbad, Colberg,Franzensbad, Marienbad, Soden, Teplitz und Warmbrunn. Ein Legat von IO,OOO Mark ermöglichte die Begründung einer „Heymann- Simon"-Stiftnng zur Unterstützung von Hilfsbedürftigen. Den vorzüglich eingerichteten Altervcrsorgungsanstalten wurden Schenkungen und Legate im Gesammtbetrage von 59OOO Mk. zugewendet. Eine größere letztwillige Zuwendung des sel. Dr. Eprai m wird im Sinne des Stifters zu wohlthätigen Zwecken verwendet. Eine Neuordnung erfuhr die Unterstützung: durchreisender armer Glaubensgenossen. An Gehältern und Pensionen wurden 115)206 Mk. ausgegeben. Der Gottesdienst in der „Alten" (Heidereuter)- und in der Kaiserstraßen-Synagoge erfordert einen Zuschuß von 47934 Mk., dagegen werden der „Neuen Synagoge" 59721 Mk. zngewendet. Die Knaben- und Mädchenschulen verbrauchen 90 OOO Mk., die beiden Religionsschulen 11 OOO Alk., das Lehrer-Seminar wird unter dem Titel „Talmud Thora-Institut" aufgeührt, da die Stiftungsgelder zurBegründurg dieses Instituts den Talmud Thora-Fonds entnommen wurden. Sehr beachtenswerth ist es, daß für Beschaffung von Koscherfleisch 7506 Mark verausgabt werden. Die Armen- Anstalten (Waisen- und Krankenhäuser, Alterversorgung und Mazzot für Unbemittelte und Soldaten) erfordern die erhebliche Summe von 212 OOO Mk. Für die Instandhaltung des alten, seit Jahrzehnten bereits geschlossenen Friedhofes in der Gr. Hamburgerstraße wurden 5663 Mk. ausgegeben. Von den laufenden Einnahmen heben wir hervor, die Gemeinde-Beiträge in Höhe von Mk. 727136. — zu beachten wäre noch, daß das Bank-Guthaben der Gemeinde am 1. Januar 1890, Mk. 909175 und am 31. Dezember desselben Jahres Mk. 239,457 betrug. Die meisten Gelder wurden zum Bau der Synagoge Lindenstr. 48/50 verwendet. Dem Reformgottesdienst wurde ein dritter Prachtbau gewidmet. Die Majorität der Repräsentanten macht von ihrem Rechte über den Ritus der Andachtsstätten zu entscheiden, den weitesten Gebrauch, die Wünsche der Minorität werden gar nicht berücksichtigt: für den nach altem Ritus bestehenden Gottesdienst wird nicht mit derselben Opferwilligkeit und derselben Konsequenz Sorge getragen: das ist tief zu beklagen, das heißt nicht brüderlich gehandelt. A. Bei der Uedaction eingegangrne Bücher. Gesammelte Schriften von Ludwig Philippson Herausgegeben von Or. M. Philippson. Professor. 9. bis 12. Lieferung. Preis jeder Lieferung 40 Psg. Breslau. Schles. Verlags-Anstalt, vormals S. Schottländer. Wochen - Kalender. Freitag, 20. November, 19. Cheschwan. Sabbat-Anfang 3 Uhr 55 Min. (Mainzer Uhr.) Samstag, 21. November, 20. Cheschwan. 2","12 '3D .tfTi Sabbat-Ausgang 5 Uhr — Min. (Mainzer Uhr.) Briefkasten der Redaktion. ü\ in W. Bericht dankend ausgenommen. Fernere Berichte erwünscht. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. /Lin braver Junge mit besseren Schulkenntnissen kann noch in die Lehre treten in die Eisenhandlung F. Wohlgemnth, Bingen und Bin gerb rück. KB. Es könnte ev. bei bescheidenen Ansprüchen ein angehender CommiS eintreten. (7041 süchtige Person zur Führung eines kleineu Haushaltes in die Rheinpfalz gesucht. Offerten unter Nr. 7031 befördert die Expedition dieses Blattes. Aür ein Mädchen aus guter Familie, ö 25 Jahre alt, in allen Zweigen der Haushaltung durchaus erfahren', wird zur Gründung einer glücklichen Ehe ein junger Mann aus achtbarer Familie gesucht. Dieselbe erhält als Mitgift M. 3000 — und eine gute Aussteuer. Offerten unter Nr. 7039 befördert die Expedition dieses Blattes. Glückliche Geiratli! Für ein äußerst gebildetes Mädchen, 28 Jahre alt, aus feiner Familie, mit mehreren Tausend Mark Mitgift wird religiöse Parthie gesucht. Wittwer nicht ausgeschlossen. Strengste Discretion wird zugesichert u. 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