Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 32 (1891)
- Issue
- Heft 86 (5.11.1891)
- Date
- 1891-11-05
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
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1620 freundlichkeit" ausgehalten, nun eine — antisemitische Zeitung in demselben Braila, den „Drapalul national" Leben gerufen hat. Seine „Ueberzeugung" hat nun nicht einmal länger bestehen können. — Unsere Rumänen machen bekanntlich, wie auch andere Judenfeinde, einen haarscharfen Unterschied zwischen „Autochtonen" und „Fremden", zu welchen sie die Israeliten ohne Ausnahme zählen. Wenn man aber danach gehen soll, wer eingeboren, oder was mehr, früher dagewesen, so könnten die rumänischen Autochtonen „einpacken" und diese Eigenschaft den Israeliten des Landes überlassen. Denn ein aufgefundenes (in der Jassyer „Albina romaneasca" publizirtes) Dokument besagt: „Die Dazier, welche vom schwarzen Meer bis zu den Grenzen Oesterreichs herrschten, konnten trotz der Heeresfolge von Markomanen, Roscolanen, Gaten, Traken, Bastarnen und Jassigen den Römern nicht länger Stand halten und darum riefen sie die israelitische Nation zu Hilfe. Aus einem von Gelehrten derselben an den illustren siebenbürgischen Geschichtsschreiber, Graf Josef Kemeny (1846) gerichteten Memoire wird ersichtlich, daß der berühmte Dazierkönig Dezebal um das Jahr 90 der gegenw. Zeitr. von den Römern bedrängt, 50,000 Israeliten aus Palästina zu Hilfe rief, die über die Dardanellen, das Schwarze Meer und die Moldau (jetzt Rumänien) kommend, mit den Daziern gegen den römischen Kaiser Trajan in der blutigen Schlacht von Torda kämpften. Diese Israeliten gründeten die Städte Enied, Aiud, Vatlerm und Talmact, welch letztere Sitz von Talmudisten war. ..." — Mit den Chikanen und Hetzen rumänischer Israeliten infolge der nur befürchteten „Invasion" russischer wird von den Unter beamten fortgefahren. Der Kaufmann Julius Berkowttz, der auf dem Lokaldampfer von Galatz nach Tulkea (in Rumänien, aber jenseits der Donau) ankam, mußte trotz rumänischer Legitimationspapiere und Angebot einer Kaution von 20,000 Fr. zurück; dasselbe geschieht zwischen Galatz-Braila und an den Bahnhöfen, wenn man keinen Paß vorweist, den man aber als rumänischer Israelit nicht haben kann, wenn man i m Lande reist. Der Ortsschulze Marc an von Pal tiui sch sorgt mit der Ausweisung von Israeliten für seine Dorfkirche, indem er die Einwohner instruirte, jeden Juden, der zur Einkassirung von Forderungen ins Dorf käme, abzufangen, da er ihnen 6 Fr. pro Kopf auferlegt, die zum Bau der Kirche (oder seiner Tasche!) dienen sollen. Versteht sich, bleibt es nicht bei den 6, sondern es werden auch 10 und 20 Frs. abgenommen und die Betreffenden sofort vertrieben, so daß deren Forderungen verfallen. Der ehrenwerthe „Primär", der von dem neuen Geschäft so schön profitirt, hat übrigens „gute" Antecedenzten; er hat nämlich voriges Jahr einen daselbst wohnhaft gewesenen vom Kriege 1877/78 her naturalisirten Israeliten M. Fruchtmann ermordet und wurde dafür vom Tribunal des Antisemitennestes Dorohoj zum Lohn — freigesprochen. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Gingegangene Spenden in der Zeit vom 27. October bis 3. November. hif 9frmptt fif Qlttrhrä ♦ Abraham in Ober-Olm 1 Mk. — H. Meyer in Creseld für R. M. b. OUl OIU -HlUltU Utv IJl» iLUUOlrV ♦ h. 6 Mk. — Durch Lehrer M. Neuburger in Philippsbnrg: Chalogeld von nachgenannten Frauen: Elise Gutmann, Ungenannt, Jeanette Löb und Emma Bierig je 2, Therese Löb 1,50, Jsak Löb 1, Mina Löb 1,25, Ungenannt 1, Frieda Löb 2, Ungenannt 1, Jeanette Löb für R. M. b. h. 3, zus. (abzügl. Porto) 18,65 Mk. — Durch A. Cahn in Hatten (Elsaß): Quite Erei Jom Kippur 2,79, Joseph Leopold I, Isidor Weil 4, Alfred Hirsch 1, Felix Woli 2.40, Gerson Auscher 1,60, Leopold Meyer 1, Leopold Hirsch 0,60,.ms. 14,59 Mk., davon die Hälfte für R. M. b. h. — Durch A. Elsberg in Hamm i. W.: Frau H. Dannenbaum in Lippstadt für Rabinowitz in Jerusalem für einen ihr von A. Elsberg in Hamm übergebenen Briefbeschwerer 2; aus Hamm: Matnas Jad von: I. Goldschmidt 1, Wwe. Rosenberg 1, Wwe. Edler 0.20, E. Elsberg 1, M. Stern 0,50, E. Stern 0,50, A. Elsberg l, ferner beim Solospiel abgesetzt von A. Elsberg, E. Stern und M. Stern 1,53, zus. (abzügl. Porto) 8,73 Mk. — Jos. Aron Vyth in Calcar, Schnodergeld 5 Mk. — Durch Lehrer Hirsch Oppenheimer in Leutershausen b. Ansbach: Aus der Synagogenbüchse daselbst 27, S. Elkmann 4, zus. 31 Mk. Für die unglüül. russ. Glaubensgenossen: * S5^,Sj«S&,eSS»5Srg£»' Oppenheimer in Leutershausen b. Ansbach: Heinrich Ansbacher 4, D. Jochsberger 2, Max Enslein 1, L. Rosenfeld 2, Falk Weil 2, Max Ledermann aus Oberdorf 0,50, zus. 11,50 Mk. — Durch A. Cahn in Hatten (Elsaß): Quite vom 9., 16. und 23. Oct. zus. 22,60, Isidor Weil 4, Hermann Leopold 3, Leopold Meyer 2, Silberberg 2, Felix Wolf 1,60, Gerson Auscher 1,60, Joseph Leopold 1,60, Alfred Hirsch 2, Colmar Klein 1, Henry Weil 0,80, Gafton Weil 0,50, Hm. A. Lahn 1, A. Cahn pr. alte 0,50, Benjamin Hirsch 0,60, Lemann Klein 0,50, Alphons Wolf 0,50, Jsaac Weil 0,40, zus. (abzügl. Porto 45,90 Mk. Durch Bez.-Rabb. Gunzenhauser in Mergentheim: Ges. bei der Hochzeit des Hrn. Noa Fechenbach das. mit Frl. Rosalie Weikersheimer 9,50, A. Furchheimer 2, Heinr. Bär 1, Einsender 1, zus. 13,50 Mk. — Durch Lehrer S. Wißmann in Alzenau b. Aschafsenburg gef. 47,10 Mk. — M. Stehmann in Hallenberg 3 Mk. — Durch Lehrer Marx in Oberdorf b. Bopfingen: Von der hiesigen 18"’ nnyin '“Dn 20 Mk. — Durch Lehrer Bernstein in Gedern: S. Rothenberger beim Ausrufen zur Thora am SimchaS Thora 5, vom Comitö des SimchasThora-Balles 3, zus. (abzügl. Porto) 7,80 Mk. — Leopold Stern in Königsbach 5 Mk. — Cultusgemeinde in Nassau 19 Mk. — Durch I. H. in Stuttgart 109 Mk.