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Der Israelit · 1891-10-01 · Heft 78 (1.10.1891) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 78 (1.10.1891)
Date
1891-10-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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1491 in ein Judenhaus" ziehen dürfe. Die renitente Küchenfee wurde aber auch vom Abendmahle ausgeschlossen, ferner sollte dieselbe auf eine Theilnahme als Pathe verzichten. Das war zu viel für ein menschlich Gemüth. Die Gepeinigte gestand ihrem neuen Herrn, was der Herr Pastor in schwacher Stunde gesprochen. Herr Schwarz rief die Hilfe des Richters an. Dieser entschied, daß der Herr- Pastor den jüdischen Herrn beleidigt habe und verhängte eine Strafe von 6 Mark. Das Kammergericht verwarf die Berufung des Verurtheilten, und der Herr Pastor Weichmann muß nunmehr die im Erkenntniß des irdischen Richters lesen, was er in dem Gesetzbuch des ewigen Richters zu lesen unterlassen. Oesterr. Ungar. Monarchie. Pesth, 27. Sept. Der Präses der orthodoxen Durchführungskommission hatte sich wegen Dienftdispensirung der jüd. Soldaten an den kommenden Feiertagen an den königl. Honvsdminister und karserl. Armeekommandanten gewandt und darauf die Antwort erhalten, daß sämmtliche Soldaten jüdischen Glaubens an folgenden Tagen vom Dienste gänzlich befreit sind: 1) Rosch-Haschono vom 2. Oct. Nachmittags 4 Uhr bis incl. 4. Oct. 9 Uhr Nachts. 2) Sabbat-Teschuwa vom 9. Oct. 4 Uhr Nachmittags bis 10. Oct. Nachts 9 Uhr. 3) Jom-Kippur vom 11. Oct. 2 Uhr Nachmittag bis 12. Oct. 9 Uhr Nachts. 4) Sukkoth vom 16. Oct. Nachm. 4 Uhr bis incl. 18. Oct. 9 Uhr Nachts und vom 22. Oct. 7 Uhr Abends bis incl. 25. Oct. 9 Uhr Nachts. Egypten. Kairo, 15. September. Nach aus dem Jemen vorliegenden Nachrichten sollen die Insurgenten dort von Tag zu Tag siegreicher sein, und sogar schon in der Nähe der Hauptstadt Sana (jhns), in der bekanntlich bei 12000 Inden leben und die die größte jüdische Gemeinde Arabiens besitzt, stehen. Dies veranlaßte den Schreiber Dieses, sogleich ein Schreiben an den Mari (nNö Großrabbincr) von Sana, Chacham Suleiman El- Karach im p nobw irm iN-som bnan pwn ann pw ’ju bsb i tnnNi pkd pnsr *jB*n zu richten und von ihm nähere Mittheilungen über die jetzige Lage der Juden in dieser Provinz zu erbitten. Da es mir aber nicht bekannt ist, ob noch die türkische Kameelpoft zwischen der Hafenstadt Hodeida und Sana verkehrt — einem Gerüchte zufolge sollen die Insurgenten jede Verbindung mit der Küste von Sana aus schon unterbrochen haben — so habe ich ein Duplicat dieses Briefes nach Aden an einen Bekannten daselbst geschickt, damit er es durch die Juden in Lahadsch und Damar nach Sana gelangen lasse, vorausgesetzt, daß diese Straße von den Insurgenten noch nicht besetzt ist. Hoffentlich werden unseren Glaubensbrüdern in Jemen heuer die D’tnun o*o» und das rvoon Jn nicht gestört haben, da die Insurgenten dort alle Städte, in denen sie einziehen, fürchterlich brandschatzen und dieselben oft noch dazu in Brand stecken. Auch der Handel und Wandel ist jetzt im Jemen in Folge der dort herrschenden Jnsurrection gänzlich unterbrochen, und wagt es daher dort kein jüdischer Kaufmann mit seinen Waaren auf dem flachen Laude hermnzuziehen. Da die Türken es gänzlich vernachlässigt haben, die Stadt Sana zu befestigen, so können die Insurgenten, falls sie nur in genügender Anzahl und Ausrüstung vor derselben erscheinen, leicht Herren des Platzes werden. Neueste Nachrichten. Mainz, 1. Oktober. Der Chief Rabbi in London, Herr Dr. H. Adler theilt uns mit, daß er ein besonderes Gebet und einen Aufruf für Spenden zu Gunsten unserer bedrängten Brüder in Jerusalem verfassen werde, welche am kommenden ov tu allen Synagogen des britischen Reiches zur Verlesung kommen werden. Auch wir ersuchen die Herren Rabbiner in allen anderen Ländern, in ihrer Predigt an diesem Tage nach dieser Richtung hin ihren Einfluß ausüben zu wollen. Vermischtes. Birkenfrld, 29. Sept. Am 9. October d. I. feiert der verdiente Lehrer und Prediger der Synagogengemeinde Königsberg i. d. Neumark, Herr Salomo n Nathan, welcher den Lesern jüdischer Blätter durch seine literarische Thatigkeit bekannt ist, das Fest der silbernen Hochzeit. I. BreSlau. Zum Nachfolger des verewigten Rabbiners Dr. Joel ist Herr Landrabbiner Dr. Guttmann aus Hildesheim gewählt worden. Briefkasten der Redaetion. Allen bekannten nnd nnbekannten Freunden wünschen wir auf das Herzlichste •roitt nöTim rtrriD Alter Abonnent in T. Die betreffenden Nummern sind noch nicht gezogen. Am Jomtof darf man kein Licht auslöschen. Herrn E. in Höchberg. Es ist einerlei, ob Sie die Spenden für die Armen des hl. Landes an uns oder an Herrn Districtsrabbiner Bamberger senden. Für den folgenden Theil ist die Nedaction nicht verantwortlich.

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