Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 32 (1891)
- Issue
- Heft 77 (28.9.1891)
- Date
- 1891-09-28
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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xxxn.:s-hrg-tts. m yy. Israelit - Aschara». Mslhüfl M Förden«- m. Geistes ud B. Krbell» i» Kms. Eemiilik m Zlhilr. Kentrak-Hrgan für das oxtfjoboxe Zudenthum. Begründet von Dr. Lehmann in Mainz. Montag, ^en S8. September 5651 (1891). om 1 Oktober bs. Js. ab erfährt der Machrtitzkerrvienst- . unserer Zeitschrift eine bedeutende Erweiterung; wir sind mit einer großen Anzahl Correspondenten in den Hauptstädten aller Länder in Verbindung getreten, die uns wichtige Nachrichten telegraphisch zugehen lassen. Wir werden zu diesem Behuse von nun ab eine besondere Rubrik unter der Aufschrift: Neueste Nachrichten und Telegramme "HW errichten, unter welcher diese Mittheilungen zum Abdruck gelangen. Da mit dem 1. Oktober 1891 ein neues Quartal beginnt, so erlauben wir uns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleidet. des rr Leitender Artikel. Nasch Hnschono am Sabbat. Mainz, 25. September. Das neue Jahr, dem wir unter Gottes Beistand nun mit raschen Schritten entgegen gehen, beginnt mit einem Sabbat. In Folge dessen erfüllen wir Mizwas Schofar erst am zweiten Rosch-Haschono- Tag. Der erste Rosch-Haschono-Tag wird in unseren Gebeten daher nicht als Tag der Teruah nxnn 2t', sondern als Gedächtniß der Teruah npnn iroj bezeichnet. Rabbi Jakob Ettlinger V's: macht am Ende seines Werkes >jy nmo darauf aufmerksam, wie ein ganz eigener Stern gerade über den Jahren waltet, die mit einem Sabbat beginnen. Ein Blick aus die Geschichte unseres Volkes ergibt, daß die Jahre, welche besonders erfreuliche und besonders schmerzliche Geschehnisse von weitgehender Bedeutung zu verzeichnen haben, immer mit einem Sabbat anfingen. Folgendes Gleichniß dürfte geeignet sein, diese Eigentümlichkeit in befriedigender Weise zu erklären. Ein hoher Beamter war bet seinem Fürsten in Ungnade gefallen und sah seiner Entsetzung und Bestrafung mit Bangen entgegen. Umsonst wandte er sich an seine Berufsgenossen im Amte, daß sie ein gutes Wort für ihn einlegen möchten, jeder fürchtete durch eine solche Verwendung die fürstliche Ungnade sich selber zuzuziehen. So, von allen Freunden verlassen und seinem Geschicke preisgegeben, erbot sich sein Weib, vor den Fürsten hintreten und um Gnade für ihren unglücklichen Mann bitten zu wollen. Sie erbat sich eine Audienz, trug ihre Bitte vor und fand in der That Erhörung, so daß das bereits eingeleitete Strafverfahren sistirt und der Beamte in Folge dieser Fürsprache in Amt und Würde belassen wurde. Eine kurze Zelt darauf kam ein anderer hoher Würdenträger in dieselbe Lage. Da dem ersten die Fürsprache feines Weibes so gute Dienste gethan, so wollte er daffelbe versuchen. Aber dieser war ein jähzorniger, unverträglicher Mensch, der nicht die Ehre seines Weibes zu wahren wußte und wiederholt sich derart zu Thätlichkeiten gegen seine Frau Hinreißen ließ, daß sie die Spuren der Miß-