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Der Israelit · 1891-09-21 · Heft 75 (21.9.1891) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 75 (21.9.1891)
Date
1891-09-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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M *5. I XXXfl, Jahrgang. Israelit .* Zeschurun. Mstzüst M FMemz jstd. Geistes unö W. Kebess in Knns. Grweinde und Z-nlr. Gentrat-Hrgan für das orthodore Iudenthum. Begründet von Dr. Lehmann in Mainz. Montag, de« 21. September 5051 (1891). ür das nächste Quartal hat der „Isrnoltt und Jestfrarun“ eine hochinteressante, spannende Erzählung: Die Mett der Ideale <^^4> von Dr. HUGO FREUND zum alleinigen Abdruck erworben. In diesem Romane werden die Kämpfe geschildert, denen die heutige Jugend bei ihrem Eintritt in das Leben gegen Unglauben, Verführung und falsche Freunde zu bestehen hat, wie sie aber im Stande ist, durch treues Festhalten an der Religion: der Väter siegreich daraus hervorzugehen. Mit dem Abdrucke der mit so großem Beifall ausgenommenen Illustrationen vom Schauplatze der russischen Judenvertreibungen, sowie der Bilder aus den neuen Ansiedelungsländern wird auch in dem nunmehr beginnenden Vierteljahre fortgefahren. Da mit dem 1. Oktober 1891 ein neues Quartal beginnt, so erlauben wir uns, die geehrten Abonnenten darauf aufmerksam zu machen, daß namentlich bei der Post das Abonnement frühzeitig erneuert werden muß, damit die Versendung keine Unterbrechung erleidet. des „Jterarlif u. IlefHhrrrrrn" Leitender Artikel. Die Jude«-Mission. Von Isaak Hirsch. (Fortsetzung.) Zur Kennzeichnung der Gesinnung, in welcher Herr De le Ro i „die Liebe zu Israel" beschreibt, wie solche von der Juden-Mission bethätigt wird, nur einige Worte. „Denn wohin man schauen mag," schreibt De le Roi, „macht man überall die Wahrnehmung, daß die Juden keinerlei Verständniß für die geschichtlichen, religiösen und gesellschaftlichen Grundlagen der Nation besitzen, deren Bürger sie doch in allen Stücken sein wollen: sie besitzen gar nicht das Gefühl, welches ein lebendiges Glied für den Organismus, dem es angehört, hat und haben muß. . . . In der That sind sie bisher stets ein fremdes Glied an dem Leibe eines jeden andern Volkes geblieben.".Wenn das Liebe ist, dann möchten wir wissen, was Haß ist. Wie kann man sich anmaßen, ein solches Urtheil über eine große Anzahl gleichberechtigter Staatsangehöriger zu fällen, zumal ein Urtheil, das so falsch und ungerecht, wie lieblos und gehässig ist. Gottlob, daß die Wahrheit gerade das Gegentheil dieser Lüge ist: die Juden stehen weder an hingebender Vaterlands¬ und Menschenliebe, noch an irgend einer bürgerlichen und menschlichen Tugend hinter den christliche Mitbürgern — selbst Herrn De le Roi nicht ausgeschloffen — zurück. Wenn übrigens der Herr Lic. I. F. A. De le Roi, Pastor in Elberfeld und Verfasser des Buches, das uns hier beschäftigt, mit dem Prediger De le Roi, welcher den so überaus rühmlichst bekannten Ehrenmann Aron Briman alias Dr. Brimanus und Dr. Justus, den Lehrer und Genoffen Ehren-Rohlings, in den Schooß der Kirche ausgenommen, etwa näher vertraut sein und seine Kenntniß der Juden im Allgemeinen aus der Charakterschilderung, welche dieser Missionsprediger von diesem würdigen Täufling ihm etwa mitgetheitt, geschöpft haben sollte, so ließe sich das abfällige Urtheil allerdings wohl erklären. Herr De le Roi hätte sich dann freilich der horrenden Un-

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