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Der Israelit · 1891-09-10 · Heft 72 (10.9.1891) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 72 (10.9.1891)
Date
1891-09-10
Page
– (sequence 11)
Language
German
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1363 berg die Krankenpflege, ohne je wieder Schwierigkeiten in der Ausübung ihrer Religion zu begegnen. Auch eine jüdische Claviervirtuosin, Fräulein Jsabella Louriö aus Kiew, wohnt hier im jüdischen Hotel und begleitet im Nebenzimmer die Niederschrift dieses Briefes mit den complicirtesten Tonleitern. Obschon nun diese Uebungen mir gerade kein besonderes Vergnügen bereiten, so soll ihr Spiel dagegen Abends in den Eoncerten ihren Zuhörern große Genüsse verschaffen, da sie eine wahre Künstlerin sei. Im hiesigen Kurhause spielt sie stets mit großem Erfolg, und gestern hatte sie sogar die Ehre, im kunstsinnigen Hause des Grafen Münster vor I. M. der Kaiserin Friedrich und den Prinzessinnen Victoria und Margaretha mehrere Stücke vorzutragen. Die Kaiserin zeigte außerordentliches Interesse und spendete der Künstlerin wiederholt für ihren ausgezeichneten Vortrag das größte Lob. Sie mußte sieben Stücke spielen, wobei die Kaiserin die Komposition eines jüdischen Tondichters, die Serenade von Grünfeld, sich zweimal wiederholen ließ. Ich erwähne dies deßhalb besonders, weil gerade jetzt bei Gelegenheit der 100. Wiederkehr des Geburtstages Meyerbeer's die antisemitische Meute allen jüdischen Componisten die Lorbeerkränze zu zerfleischen sucht und sogar ein Blatt, wie die „Köln. Zeitung," das den Anspruch erhebt, als vornehmstes zu gelten, sich nicht entblödet, den unsterblichen Berliner Operndichter mit antisemitischem Schmutz i zu besudeln. — Hier ist G. s. D. von Antisemitismus nicht die geringste Spur zu merken, und ein Herr aus Kurhessen, der mich in der vergangenen Woche besuchte, meinte, unsere Glaubensgenossen wüßten nicht, wie glücklich sie hier seien. Der Kurdirector zwar scheint kein Judenfreund zu sein. Als er der vorerwähnten Fräulein Louriv, die auf einer Soiröe in seinem Hause spielte, bemerkte, daß ihr Spiel an ihren großen Landsmann Rubtnstein erinnere und sie ihm erwiederte, dies sei vielleicht deßhalb der Fall, weil sie beide eines Stammes, wurde der Herr Director kreidebleich, sprach kein Wort mehr mit der Dame und brach jeden Verkehr mit derselben ab. Auch die Frau des Kurdirectors erwiedert Grüße von Juden auf der Straße nicht. "Imi oao DDnN 'i nro onayn non *&i „Wenn nun auch die Vorübergehenden nicht grüßen: „Der Segen Gottes komme über Euch"; wir grüßen Euch; Israel wird sich immer grüßen im Namen des Herrn". Richtig ft elluug. In Nr. 68, erste Beilage, Artikel Frankfurt a. M. soll e8 anstatt Guggenheimer „Suggenheimer* heißen. Briefkasten der Redaktion. Prestbnrg! Dieser Uebelstand wurde von uns schon oft besprochen. Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich.! klein seid, schwarze Merveilleux Mk. 1.70! bis M.9.— Mtr. u. Stoff jed. and. existirenden Webart (mehr, hundert Qualit.) liefert i i. einzeln. Roben od. ganz. Stücken zu festen billigen Fabrikpr. die Seidenw.-Fabr. I Creteid. Michels & Cie., ^,7,. | Kgl. ndl. Hofl., Tiieferant. d. Deutschen Offleiervereins und d. Deutschen Beamtenvereins, i -Proben postfrei.- (5513 (T^ie isr. Gemeinde Gladenbach sucht für bevorstehenden „Jom-Kipur" einen HilfS-Borbeter. 5798) Der Vorstand: Herz Jonas. Won einem isr. jungen, kinderlosen Ehe- •V paare wird eine Pensionärin pr. October, ohne gegenseitige Vergütung, nach Worms gesucht. Es wird derselben Gelegenheit geboten, sich sowohl gesellschaftlich, wie auch im Haushalte in jeder Weise weiter auszubilden. Offert, unter 8. 5758 an die Exped. ds. Bl. erbeten. HmvsH. Für eine Verwandte, ein einfach u. häuslich erzogenes, ansehnliches Mädchen, Mitgift 15000 Mk. nebst Aussteuer, suche einen respektablen, in guten Verhältnissen lebenden Herrn. Vermittler verbeten. (5787 A. Ijevy jr. Ham bürg, Carolinenstr. 23. 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(St. Hamburg. C¥ür unser am ü"’l rDK' geschloffenes ö Manufactur-, Modewaaren-, Herren- und Damenconfections - Geschäft suchen wir pr. 15. Oct. unter günstigen Bedingungen einen Lehrling. Ctebrfider Sichel, 5752) Fulda. (Asch suche für mein Buckskinu. Mode- \) waarengeschäst, verbunden mit Bankgeschäft, einen tüchtigen Lehrling event. Volontär mit guter Schulbildung und Schrift unter günstigen Bedingungen. 5739) Emanael Fried, Klingenberg a. Main. ÖJür mein Leinen-, Wäsche und Betö ten-Geschäft suche ich einen Lehrling zum sofortigen Eintritt. A. Danzlger, 5797) Coblenz.

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