Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 32 (1891)
- Issue
- Heft 68 (27.8.1891)
- Date
- 1891-08-27
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2446951-2448122-2448186--32713-2480571- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
1298 nicht vergeblich an das Herz der Brüder wandten. „Helfet! es gilt menschliches Elend zu lindern", schallte es durch ganz Deutschland, durch die ganze civilisirte Welt und das Mitleid wurde wach; nicht nur bei den Glaubensgenossen fand der Hilferuf der beleidigten Menschheit Gehör — auch edle Herzen anderer Glaubensangehörigen öffneten sich in Anbetracht des furchtbaren Elends und spendeten Hilfe, rasche und reichliche Hilfe. Möge Gott ihnen ihre gute That lohnen! In unsere Herzen sind diese Thatsachen mit eisernem Griffel in unverlöschlichen Schriftzügen eingegraben, um nie und nimmer vergessen zu werden; in unser Gebet schließen wir die Edlen täglich ein und Gott wird uns erhören. Das kleine Städtchen, in dem die Schwestern lebten, lag hart an der russischen Grenze und dem dortigen Comittz fiel eine schwere Aufgabe zu. Da die Aermsten dieser armen Ausgewiesenen, die Kranken, nicht weiterbefördert werden durften und konnten, mußten sie hier erst verpflegt und geheilt werden. Zu diesem Zwecke hatte der jüdische Frauenverein daselbst ein Haus gemiethet, und seine Mitglieder theilten sich in die Sorge für diese Unglücklichsten der Unglücklichen, deren einziger Dank in einem Blick, einem Händedruck bestand. Doch wer verlangt Dank für Liebe! Das frohe Bewußtsein, Liebe üben zu können, ist Dank und Lahn genug für ein edles Menschenherz. So dachte auch Fanny, die unermüdlich bei Tag und Nacht zur Pflege der Kranken bereit war. Ihrem sanften Blick öffnete sich das blödeste Herz, ihrem herzlichen Zuspruch das verbittertste Gemüth, und mehr noch als die wirklichen Aerzte mit ihren Rezepten, trug sic zur Heilung bei, ein Arzt der Seele. Ihr unverzagtes Gottvertrauen theilte sich den Kranken mit und gesund an Körper und gekräftigt und ermuthigt im Vertrauen auf die Hilfe desjenigen, der die Wunden schlägt und sie auch heilt, konnten die Meisten ihre traurige Reise in ein fernes Land fortsetzen. Aber auch Manche erlagen hier schon ihrer Krankheit, der Noth und dem Elend; sie waren glücklich zu preisen; sie waren menschlicher Grausamkeit, menschlicher Willkür entrückt; sie hatten Schutz und Zuflucht bet Ihm gefunden, vor dem auch einst ihre Bedränger erscheinen werden, um Rechenschaft abzulegen über das. was sie gethan!_(Schluß folgt.) Für den folgenden Theil ist die Redaction nicht verantwortlich. Cafe Stamm * Darmstadt * I neben dem Hoftheater. Bäder im Hause. Referenz, vom orthodoxen Rabbiner. Inhaber: H. Herzfeld. Brüssel. Israel. Internationales Handelsn. Sprach-Institnt (Pensionat), 1J4—176 Chaussee d'Etterbeek, gegr. 1863, — 4 Medaillen erster Klasse. Schnelles, praktisches Erlernen der fremden Sprachen und der Handelswissenschaften. Das Haus hat einen religiösen Charakter. Neue Einrichtung und sorgfältige Verpflegung. Der Direktor: 5002)_Professor L. Kahn, Commis - Gesuch. Für mein an rottf geschlossenes Tuch-, Manusactur- und Aussteuergeschäft suche ich per lö. Ocwder einen soliden jungen Mann. Kost und Wohnung im Hause. Offerten mit Gehaltsansprüchen an H. Hanauer, 5031) Ad elsheim (Baden). Die Lazarus Posen WE in Frankfurt a. M. empfiehlt ihre künstlerisch ausgestatteten isr. Cultusgegenstände: fiz Chajim. Tass, Kronen, Channkah lampen, Besomimbnchsen, Seder- Cegenstande, Pokale, Weinhnmpen etc. etc. und versendet ihre neuen, sehr vergrößerten Hnsterliefte nebst Preis-Conranten gratis und Iran ko! (85 Verkaufs - Lokalitäten: Frankfurt a. 31., Berlin W., Zeil 46a., im „Hessischen Palais“. Franzos. Strasse 49, im „Faberhause“. HDD Mel foemknstrin iED Bl W W £L £I^4) Größtes und renommirtestes Hotel am Platze in unmittelbarer Nähe der Brunnen und Bader. Auf Verlangen Pension im Hause. Portier am Bahnhöfe. (3560 Beferenzen ertheilt gerne Se. Ehrw. Herr Br. Weingarten, Rabbiner. Der Stellen - Nachweis - Verein jüdischer Kanslente mtp ■’tiöitr (Central-Comite Breslau) weist seinen Mitgliedern Stellungen in Geschäften, welche am Sabbat und an Festtagen geschlossen sind, nach. Wir bitten die Herren Chefs — auch Nichtmitglieder — uns ihre Vakanzen sreundlichst anzumelden und richten gleichzeitig an Alle, denen die Heilighaltung des Sabbats Herzenssache ist, die dringend ergebenste Bitte, sich für die Verbreitung unseres Vereins zu interessiren. Offerten nimmt entgegen der Schriftführer Martin Frankel, 4655) Breslau, Schwertstraße 5a., part. 21^57018^3