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Der Israelit · 1891-08-24 · Heft 67 (24.8.1891) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 67 (24.8.1891)
Date
1891-08-24
Page
– (sequence 10)
Language
German
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1274 Selten wohl konnte eine Lüge so glänzend widerlegt werden, als diese. Eine Verleumdung gegen eine Gemeinschaft, unter der jedes Mitglied derselben leidet, kann indessen nicht so leicht berichtigt werden, wie eine solche gegen einzelne Personen, die sich gerichtliche Genugthuung verschaffen können. Deßhalb haben wir es für nöthtg gefunden, diese Verleumdung im Keime zu ersticken und aus russischen Quellen zu beweisen, daß sie nur eine russische Lüge ist. L. M. Zeitungsnachrichten und Correspondenzen. Deutschland. Bad Nauheim. Der Rechenschaftsbericht für das 6. Jahr des hebräischen Mekize-Nirdomim-Vereins wird diesesmal erst im September bei meiner Rückkehr nach Berlin zur Versendung gelangen, worauf ich dann die prompte Einzahlung des Jahresbeitrages mit 10 Mk. erwarten werde. Schon jetzt aber kann ich auf das reichhaltige Programm aufmerksam machen, welches das Comitö für die im 7. Jahrgange zu erscheinenden Schriften aufgestellt hat. Es sollen veröffentlicht werden resp. befinden sich bereits im Drucke: 1) Schluß-Lieferung des Mischnah-Commentars zur 6. Ordnung. 2) Einleitung und Register zu den Hilchoth-Gedoloth, Schluß. 3) Machsor Vitry, 2. Theil. 4) Bisher unedirte Responsen des Rabbi Meier Rothenburg, bearbeitet v. Seminar-Professor Rabbiner M. Bloch in Budapest- 5) Das große Buch der Frommen, (d’tdh 'd) nach der Handschrift in Parma. 6) Bisher unedirte Schriften Saadia Gaon's, aus Petersburger Handschriften bearbeitet von Dr. Harkavy. Allerdings hängt es von der Einnahme ab, wieviel Bogen von diesen Schriften in dem neuen Jahrgange hergestellt werden können. An neu eintretende Mitglieder soll der erste Theil des Machsor Vitry, aus 2 Lieferungen bestehend, so weit der Vorrath reicht, für 3 Mark abgegeben werden. Dr. Berliner. O e ft err. - Ungar. Monarchie. Wien, 12. August. Die „Neue Fr. Presse" meldet aus Karlsbad: Baron Hirsch, welcher zur Zeit hier weilt, hat heute den ersten entschiedenen Schritt zur Verwirklichung seines Planes unternommen, die vertriebenen russischen Juden in Südamerika anzusiedeln, indem er seinem Abgesandten Dr. Wilhelm Löwenthal sowie drei Bürgern aus Buenos Aires mittelst notariell beglaubigter Vollmacht das Recht ertheilte, Ländereien in Argentinien bis zum Betrage von zehn Millionen Pesos für seine Colonisationspläne anzukaufen. Belgien. Brüssel, 19. August. Der internationale Sozialisten-Kongreß nahm in seiner heutigen Nachmittagssitzung die Resolution zum ersten Punkt der Tagesordnung betr. den internationalen Arbeiterschutz an. — Bezüglich der Judenfrage hatte die Sektion nach langen Debatten beschlossen, dieselbe nicht aus dem Programm der Verhandlungen eliminiren, sondern im Plenum ohne Debatte, zwar keine Resolution, aber eine motivtrte Tagesordnung annehmen zu lassen; nur Kahane, der Delegirte der jüdischen Arbeiter Amerikas, sollte zum Wort kommen. Dieser forderte den Kongreß auf, seine Sympathie für die verfolgten russischen Juden kundzugeben. Nachdem Volders erklärt hatte, daß über die Judenfrage nur eine Stimme innerhalb der Sozialistenpartei bestünde, verlas er den von der Sektion gestellten Antrag, daß der Kongreß unter der Verurtheilung der antisemitischen Hetzereien zur Tagesordnung übergehe. Die Anstrengungen des Präsidiums indessen, eine Debatte darüber zu verhindern, wurden vom Kongreß vereitelt. Der Franzose Regnard hielt eine antisemitisch gefärbte Rede. Der Franzose Argyariades beantragte, der Kongreß solle neben den antisemitischen auch die philosemitischen Hetzereien mißbilligen. In der Abstimmung wurde die motivirte Tagesordng. mit dem Amendement Argyriades angenommen. Für das letztere stimmten fast alle Deutschen und Engländer, sowie die meisten Franzosen, ebenso der Delegirte Kahane. Si sch N, un sie un da da zu tr< de V de W Ei de de zu mi gl< vo B« en: Rußland. Helsingfors, 7. August. Wie wir bereits berichteten, war ein jüdisches Mädchen, Chawa S l a w i tz k i, von Mitgliedern der Heilsarmee entführt worden. Dem „Rev. Beobachter" wird hierüber Folgendes berichtet: Am 2. Juli gelangte vor dem hiesigen Magistrate diese Angelegenheit zur Verhandlung. Den Eltern des Mädchens war bekannt, daß ihre Tochter von Mitgliedern der „Hetlsarmee"im Chriftenthum unterwiesen wurde. Als nun das Mädchen verschwunden war, lenkte sich sofort der Verdacht auf einige Damen, welche eine hervorragende Rolle in der Armee spielten. In einem Schreiben an den Generalgouvernenr verlang- 8 ten die Eltern, daß die Tochter bis zu ihrem 21. 8 Jahre im Hause verbleibe, worauf sie bestimmen sollte, ob sie zum Chriftenthum übergehen wollte. Bei der hierauf vorgekommenen gerichtlichen Untersuchung stellte sich heraus, daß Chawa bei dem Pastor H. und einem Fräulein F. Religionsunterricht genoß und bei Baron H. im Kirchensptele „Pojah" wohnte, ohne zu wissen, wer sie dorthin gebracht. Einer Schneiderin, bei der sie ein Kleid bestellte, hatte sie im April mitgetheilt, daß sie nach err Bl La ge' wi nii vo ro zu de! au zoi 20 Ki or S Jl D> Ri Le T< na eir Ul Si Ai Sl Fl Hi

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