Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1891-07-13 · Heft 55 (13.7.1891) · page 12

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 55 (13.7.1891)
Date
1891-07-13
Page
– (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2446951-2448122-2448173--32428-2480273
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

1026 Zn New-Bork erfolgte vor Kurzem die Gründung einer Gesellschaft zum Ankäufe großer Ländereien in Palästina. Es sind 500 Antheile in Aussicht genommen, ein Antheil wird durch fünfjährige Einzahlung von 40 Dollars erworben. Da jede Woche neue Mitglieder von hier, Philadelphia, Baltimore, Chicago u. s. w. bringt, von denen Manche mehrere Antheile nehmen, so ist zu erwarten, daß in einigen Monaten die Zahl 5OO erreicht sein wird. Unter den Ausgewanderten in Brasilien herrscht großes Elend. Der von Bahia in Breman ankommende Lloyddampfer „Köln" brachte 2OO Russen mit, welche in Brasilien dem Verhungern nahe waren. Bei der Uedaclion rinzegangene Bücher. Belegstellen zu den Grundsätzen der Jüdischen Sittenlehre. Aus biblischen und talmudischen Schriften zusammengestellt von Dr. Samuel Krifteler. Berlin. 1891. Wochen - Kalender. Freitag, 17. Juli, 11. Thamns. Sabbat-Anfang 7 Uhr 30 Min. (Mainzer Uhr.) Samstag, 18. Juli, 12. ThamuS. '1 TI '1 plD piai npn- Sabbat-Ausgang 9 Uhr — Min. (Mainzer Uhr.) Druckfehler-Berichtigung in llv. 33. Im Aussatz: „Zur Würdigung der Tagesfragen", Seite 988, Z. 17 v. o. statt „bemühten" lies: „bewähren"; Zeile 18 v. o. statt „möchten" lies: „müssen". Für den folgenden Theil ist die Rebaction nicht verantwortlich. Billige wirklich selbftthätige Bentilationsanlagc für jeden Besitzer, als auch: Apotheken, Laboratorium, Aerzte, Sprech- und Wartezimmer, Ladenlokale, Wohn-, Arbeitsräume, Schulen, Büreaux Pferde, Milch-Mast-Viehställe aller Art. Es ist ein längst überwundener Standpunkt, daß, wer lange leben und dabei recht gesund bleiben will, stets für frische Luft sorgen muß. Auch in der gesundesten Gegend, Bäder und Luftcurorte, ist eine fortwährende, selbftthätige Lufterneuerung unumgänglich nothwendig und erstes Bedürfniß, um die gute reine Luft, die aus der Straße liegt, und in Massen vorhanden, jedem Raume leicht, einfach und billig zugänglich zu machen. Ebenso ist jede Apotheke, Droguengeschäft, Laden, Laboratorium, Krankenstube, Büreau, Restaurant, Aerzte-, Sprech- und Wartezimmer mit einer fortwährenden Lufterneuerung zu versehen, um die unausbleibliche und schädlich wirkende Ausdünstung, Rauch, Geruch, Gase, Dünste rc. vor allem zu entfernen, und frische Luft «achwirken zu lassen. Desgleichen unentbehrliche Anordnung für Wohn-,Schlafzimmer, Küche, Speisekammer und Viehställe aller Art. Jeder Raum muß vor Allem, wenn richtig gebaut, unabhängig, ob Centralheizung (in letzter Zeit werden vielfach Gebäude hergestellt, ohne jegliche Rauchrohren, da Centralheizung in Anwendung kommen soll, es ist dies eine äußerst irrige Ansicht, die Rauchrohren fehlen zu lassen, sondern dieselben müssen in allen Fällen in gewisser Zahl angebracht werden) ein bis zwei Rauchrohren, je nach Größe noch mehr, haben, um ein Ventil-Aspirationsapparat, der luftdicht rückwärts schließt und selbstthätig nur nach dem Hohlraum des Kamins sich öffnet und schließt, aufzunehmen. Dieses Ventil arbeitet durch den Zug des Kamins selbstthätig, ohne Zug und Geräusch, und ist gleich, ob ein oder zwei Oesen darinnen einmünden und kostet diese einfache Vorrichtung, die der Billigkeit halber in keinem Hause fehlen soll, 2klappiges Ventil 8 Mark, 3kl. 9 Mk., 4kl. 10 Mk.. 6kl. 12 Mk., 8kl. 15 Mk., 9kl. 16 Mk., in Größe von 10X20 Centimeter bis 30X30 lichte Größe. Diese gewiß billige Anordnung, um jeden noch so kleinen oder großen Raum rationell zu lüsten, ist rein unentbehrlich für jeden Besitzer, der in einem Raume zu leben, zu schlafen und sich-darin lange aufzuhalten hat. Will man nun obige einfache Aspiration noch verbessern durch Pulsion, frische indirecte Luftzuführung, annähernd gegenüber an der Außenwand oder Flurwand, so wird einfach ein Loch am Fußboden nach außen gemacht und zur Lufteinströmung ein Doppelluftreinigungsgitter angebracht und im Innern ein Pulsionsholzschacht flach an der Wand in die wärmere Deckenluft ausmündend, luftdicht angebracht, ebenfalls regulirbar, mit Verschluß, ohne geringsten Zug arbeitend, von 6, 8, 10 und 12 Mark, je, nach Größe, Lage, Zweck und Umgebung, ein oder mehrere ersoderlich. 4, 5. bis 6 Meter Größe genügt zu einer Pulsion und einer Aspiration. Durch diese bis jetzt einzig billige, vollkommene und unerreichte Anordnung und deren Wirkung (nicht zu verwechseln mit dem zwecklosen vielfach angepriesenen Drehrädchens-Zimmer - Ventilatoren, Ventilations - Rosetten, Schrauben-Ventilatoren über Dach- Glasjalousinen rc.) ist es unmöglich, noch schlechte Luft einzuathmen, vielweniger durch Lfen- oder Leuchtgase zu ersticken, wenn auch dasselbe von der Straße eindringt bei Gasrohrbruch rc., wie häufig in letzter Zeit vorgckommen, oder Rauch, Dünste, Gerüche rc, belästigt zu werden. Die Arbeitskraft wird fortlaufendbedeutend erhöht, der Raum wird schneller, intensiver, gleich mäßiger warm, Heizmaterial-Ersparniß und Wärmevertheilung nach dem Fenster, somit ein äußerst gesundes Athmen, daher jegliches Unwohlsein ferngehalten. Die meisten Krankheiten haben ihren Ursprung im Einathmen schlechter Luft, im mit Rauch, Dünsten, Geruch und Ausdünstung aller Art gefüllten Raume. Ebenso sind Wohn- und Schlafzimmer, Arbeitsräume in manchen Häusern wahre Dunsthöhlen (nur der Arzt kann dies bestätigen, der in dem Krankenzimmer zu thun hat), gefüllt mit dunstigem, stockigen, modrigen Geruch, der ja unausbleiblich in geschlossenen Räumen, nicht allein in den kleinen Städten, niedrigen Häusern, weniger beschränkten Räumen, als auch in größeren Städten, wo jeder Bauplatz bis zum äußersten ausgenutzt wird, wo kaum noch gute Lust noch Licht eindringen kann, aber als Wohn- und Arbeitsraum vermiethet, eventuell im Hintergebäude als Milch-Curanstalt verwendet wird, woselbst die Küche ohne rationelle Lufterneuerung sind, was in sanitärer und polizeilicher Beziehung fast durchweg in Berlin gestattet wird. Es werden ja auch hie und da Mittel ohne Erfahrungen verordnet, die Zeit und Geld kosten, dabei gänzlich zwecklos sind, aber tagtäglich angewandt werden müssen, ohne geringsten Erfolg und ohne an eine wirkliche Ventilationsanlage zu denken; die Besitzer müßten gezwungen werden, eine rationelle Ventilationsanlage herzustellen, oder aber den Stall für eine Milchcuranstalt als untauglich zu erklären, da es nur ein ganz gewöhnlicher Lagerraum ist. Viele Besitzer denken, wenn sie ein paar Zuglöcher in der Außenwand und ein Dunstabzugsrohr, das natürlich an verkehrter Stelle, ganz falsch gemacht und zwecklos ist, angebracht, (aber der ganze Stall nasse Wände uud Decken hat,) alles mögliche gethan zu haben. Jeder Raum wird anders ventilirt, und ist Disposition und Anordnung mit vielseitiger Erfahrung Hauptsache. Nähere Auskunft über rationelle, : wirkliche Ventilations-Anlage, 20jährige Specialität, gibt der Civil-Jngenieur Josef Nepp, Leipzig-Plagwitz. 20jährigeJa Specialität. bm

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.