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Der Israelit · 1891-07-09 · Heft 54 (9.7.1891) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 54 (9.7.1891)
Date
1891-07-09
Page
– (sequence 1)
Language
German
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t L. u i » Xh c*= zt e i v i 1 7 t i e r > xxm J-Hrgaug. M 54. Israelit und Jeschumn. Zeitschrlst >»r FSrdmas D. Geilies Md jild. ßebeis io Kais. Gemiide Md Klhaie. Kentrak-Organ für das orthodox ZudenLhum. Begründet von Dr. Lehmann in Mainz. Donnerstag, den 9. Juli 5651 (1891). ecr Zur gefall. Beachtung! Vielfachen Wünschen entsprechend, können bei uns Beife - Abonnements bestellt werden und wird auf Verlangen unser Blatt an die jeweils ausgegebenen Adressen auf das Pünktlichste besorgt. Erpr-ition des ^Israelit S- Aefchurun?" Leitender Artikel. Det Ahsrorrpfsli. Von L t e p m a n Philip P r i u s. Frankfurt a. M., 7. Juli. In dem Abschnitte des kommenden Sabbat's wird uns, nachdem die Vorgänge, die sich an die Rotte Korachs knüpften, geschildert worden, berichtet, daß Gott Moscheh befohlen, von den zwölf Stämmen je einen Stab einzufordern, auf den Stab des Hauses Levi den Namen Aharons zu schreiben und diese Stäbe in die Stiftshütte zu legen. „Und es wird der Stab d e s Mannes, den Ich erwählen werde, blühen. Und Moscheh that nach dem Geheiß des Ewigen, und siehe da, ’iV wzb pr\N ntsD ms mm, es blühte der Stab Aharon's für das Haus Levi. An diesen letzteren Satz knüpfen die Weisen des Midrasch eine merkwürdige Discussion. Sie scheinen nämlich über die Herkunft des Stabes verschiedener Ansicht zu sein. Einige behaupten, dieser Aharonsstab habe sich bereits im Besitze Jehuda's, des Sohnes unseres Vaters Jacob, befunden, denn so heißt es (Bereschith 38, 18), -jtd nm -pro, und es sei derselbe Stab gewesen, welchem Thamar, die Stammmutter des Davidischen Königshauses, ihr Leben zu verdanken hatte. Andere Weisen hingegen sind der Ansicht, daß dieser blühende Stab der Stab Moschehs gewesen, jener Stab, den Moscheh am Fuße des Horeb gefunden, womit er die Wunder in Egypten ausführte, das Meer spaltete und in der Wüste Trinkwasser für Israel aus dem Felsen hervorrief. Eine dritte Gruppe der Midraschweisen ist noch anderer Meinung und erzählt uns, daß Moscheh den Stamm eines Schekedim-Baumes in 12 Theile zerlegen ließ und jedem der zwölf Stämme hiervon einen Stab gegeben. Hierauf gab man die Stäbe an Moscheh zurück, welcher dieselben zusammengebunden; nur Aharon's Stab trug Blüthen. Dies sei auch der Stab — so sagen diese Weifen — mit dem dereinst der Messias die zerstreute Heerde Israels in das Land der Verheißung führen wird. Wenn wir auf die scheinbar so großen Gegensätze in den Ansichten unserer Weifen näher eingehen, werden wir finden, daß in der That Meinungsverschiedenheiten gar nicht bestehen, sondern daß die Aeußerung des einen Gelehrten nur dazu dient, die Behauptung des anderen in das richtige Licht zu stellen, um so die Wahrheit rein und Allen erkenntlich an den Tag zu bringen. Die Triebfeder, die Korach anspornte, einen Aufstand in Scene zu setzen, war, wie bekannt, sein ungeheurer Ehrgeiz. Im Besitze unendlicher Reichthümer, der Kostbarkeiten Egyptens und in Folge dessen umgeben von einer großen Reihe von Schmeichlern, die die Eigenschaften seines Geistes und seine Tugenden über Gebühr fortwährend rühmten, begnügte er sich nicht mit dem Segen, den ihm Gott verliehen, er glaubte vielmehr zur hervorragendsten Rolle seines ohnehin bevorzugten Stammes, zur Würde des Hohepriesters berufen zu sein. Den Theilnehmern an diesem Aufstande hingegen, den 250 Männern, die alle Ehrenmänner waren, wj dp »im» nyio »mp my, Fürsten der Gemeinde, Abgeordnete der Gesammtheit, Männer vonNamen, gelangte es nicht zum Bewußtsein, daß Korach's Auftreten aus unlauteren Motiven geschah, sondern sie glaubten, daß das Streben des angesehenen Mannes ein durchaus edles und daß er ausschließ-

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