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Der Israelit · 1891-06-25 · Heft 50 (25.6.1891) · page 24

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Journal
Der Israelit
Volume
32 (1891)
Issue
Heft 50 (25.6.1891)
Date
1891-06-25
Page
– (sequence 24)
Language
German
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942 brunnen ihre Wasserstrahl en in die Luft sandten, so daß das Sonnenlicht sich in den vielen tausend Tropfen brach und in den verschiedensten Farben spielte. Fleißige Bienen summten einher und farbenprächtige Schmetterlinge flatterten von Blume zu Blume. Der Scheich betracht te diese Herrlichkeit mit neidischen Blicken. Warum besaß gerade der Jude diesen wunderschönen Landsitz? Der Jude, der ihn soeben belogen hatte! Aber er sollte büßen für seine Lüge! „Nun, Jussuf," begann er, „bist Du glücklich?" „Ich bin zufrieden mit meinem Loose, hoher Herr, und wenn die Zufriedenheit glücklich macht, so mag man mich glücklich nennen." „Und wem verdankst Du dieses Glück?" „Dieses Glück verdanke ich mir selbst." „Aus welchem Wege bist Du zu diesem Glück gelangt?" „Der Talisman, welchen mir meine Religion gibt, führte mich auf diesen Weg." (Schluß f.) Baron Edmund v. Rothschild in Paris. H&g« Baron Edmund v. Rothschild ist eine nicht nur in der Finanzweit, sondern auch in jüdischen Kreisen bekannte Persönlichkeit. Seine hohe Stellung hindert ihn nicht jüdischen Angelegenheiten großes Interesse entgegenzubringen. Seine edle und freigebige Wohlthätigkeit hat die Aufmerksamkeit der ges a m m 1 e n Judenheit auf ihn gelenkt. Für unsere armen und verfolgten russischen Glaubensgenossenhat er Großartiges geleistet und zu deren Nutzen epochemachende Werke ins Leben gerufen. Während Baron von Hirs ch Millionen für die Juden Galiziens und die nach Amerika ausgewanderten russischeu Juden gespendet, hat Baron Edmund von Rothschild aufdie Colonisation Palästinas sein Augenmerk gerichtet, wo- '< - -t f' selbst er mitgroßenSummen mehrere Colonien theils unterstützt, theils gegründet und auf eigene Kosten unterhält. Sein warmes Herz für das Land der Väter und das Wohl der russischen Colonisten bewog ihn vor einigen Jahren in Begleitung seiner edlen Gattin, einer Tochter des Baron Wilhelm von Rothschild in Frankfurt a. M., eine Reise nach Palästina zu unternehmen, um nach persönlicher Einsicht unterstützend und verbessernd überall da einzutreten, wo Hilfe nöthig war. Dank seiner Initiative und Wirksamkeit sind die Colonien im h. Lande zu einer solchen Blüthe gelangt, daß mehrere derselben auf eigenen Füßen stehen und fernerer Unterstützung entrathen können. M Ä k h f e l. (Hebräisch). Komm' der Mehrzahl nicht zu nah', Sine Wunde war' leicht da. Aring' die Alehrzahl unter Einzahl, Zünde dann ein Feuer an, And bereitet wird ein Atahl, Last in Einzahl was gethan. Frankfurt«. M. A. Speyer. Nachträglich eingegangene xösungen des Mthstts in Nr. 44. J.Sternberg in Nassau. I. Löwy in Sarbogard. Nachum Menczer in Mikulincze (Gal.). A. N. Kranzdorf in Göteborg (Schweden). Verantwortliche Redaction: Oscar Lehmann in Mainz. — Expedition des „Israelit" u. „Jeschurun", Schottstraße Nr.2, Mainz. Druck und Verlag der Joh. Wirt h'schen Hofbuchdruckerei-Actien-Gesellschaft in Mainz.

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